- Nummer
- 00105
- Leitung
- -
- ECTS
- 6.0
- Methodik und Didaktik
- Vorlesung, Seminar, Inputreferate, Gruppenarbeiten, Präsentationen. Die Studierenden bereiten sich in der ersten Lektion anhand von Literatur und Aufgaben auf den Präsenzunterricht der zweiten bis vierten Lektion vor.
Die Lernplattform für dieses Modul ist MS Teams. - Leistungsnachweis
- Der Leistungsnachweis besteht aus einer schriftlichen Einzelarbeit und einer schriftlichen Gruppenarbeit, die sich wie folgt gestalten:
1. Gruppenarbeit: Bearbeitung einer selbst ausgewählten Lebenslage in Form eines Posters und Präsentation. Einzelleistungen sind in Absprache mit der Modulleitung möglich.
2. Einzelarbeit: Die Studierenden erstellen eine schriftliche Einzelarbeit zu ihren zentralen Erkenntnissen aus dem gesamten Modul. Hierfür werden Reflexionsfragen zur Verfügung gestellt, die zu beantworten sind. - Literatur
- Dlabaja, Cornelia / Fernandez, Karina / Hofmann, Julia (2023). Aktuelle Ungleichheitsforschung. Befunde – Theorien – Praxis. Weinheim: Beltz Juventa.
Groenemeyer, Axel (Hg.) (2010). Doing Social Problems. Wiesbaden: VS Verlag.
Janßen, Andrea / Dittmann, Jörg / Götsch, Monika (2023). Soziologie für die Soziale Arbeit. Stuttgart: Kohlhammer.
Otto, Hans-Uwe / Ziegler, Holger (Hg.) (2010). Capabilities – Handlungsbefähigung und Verwirklichungschancen in der Erziehungswissenschaft. 2. Aufl. Weinheim: VS Verlag.
Rehfeld, Dieter / Romahn, Hajo (Hg.) (2015). Lebenslagen – Beiträge zur Gesellschaftspolitik. Marburg: Metropolis-Verlag.
Solga, Heike / Powell, Justin / Berger, Peter A. (Hg.) (2009). Soziale Ungleichheit. Klassische Texte zur Sozialstrukturanalyse. Frankfurt am Main / New York: Campus Verlag. - Leitidee
- Lebenslagen umschreiben die Situationen von Menschen, die durch das Zusammenwirken von Vor- und Nachteilen in ökonomischen, sozialen und wohlfahrtsstaatlichen Dimensionen sozialer Ungleichheit zustande kommen. Der Begriff der Lebenslage liefert daher zum einen die Möglichkeit, Alltagszusammenhänge als Auswirkungen sozialer Ungleichheit differenziert zu analysieren und zu beschreiben, zum anderen regelt er aber auch die Zuständigkeit unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure sowie Institutionen der Sozialen Arbeit zur Bearbeitung sozialer Probleme als Grundlage der Gewährung von Hilfen.
- Modulinhalte
- Das Modul beschäftigt sich mit Fragen der Entstehung und Beschreibung prekärer Lebenslagen und deren Bearbeitung durch Betroffene, Organisationen und Professionelle der Sozialen Arbeit. Im Fokus stehen die Zusammenhänge zwischen sozialen Problemen, sozialer Ungleichheit, individuellem und professionellem Handeln und die daraus resultierenden Lebenslagen und Bearbeitungsmöglichkeiten. Diese Zusammenhänge werden im Spannungsverhältnis von Individuum und Gesellschaft thematisiert.
Als Grundlage wird in verschiedene Lebenslagenkonzepte sowie in Theorien sozialer Ungleichheit eingeführt. Dabei werden zentrale Begriffe wie Teilhabe- und Verwirklichungschancen, soziale Probleme, Klasse, Schicht, Lebensstile und soziale Milieus besprochen und mit Blick auf die Herausforderungen für die Soziale Arbeit diskutiert. Inwiefern Unterstützungssysteme der Sozialen Arbeit auf Lebenslagen und soziale Probleme antworten, wird entlang verschiedener sozialpolitischer und organisationaler Ebenen dargestellt.
Pflichtkurse- Soziale Probleme und Lebenslagen
- Soziale Ungleichheit und Lebenslagen
- Posterwerkstatt und Posterpräsentation
Weitere Pflichtkurse im Semesterprogram
Wahlpflichtkurse
Siehe Semesterprogramm - Selbstkompetenz
- Fähigkeit zur selbstregulierten Wissenserweiterung
- Sozialkompetenz
- Fähigkeit zur Kooperation
- Fachwissen
- Sozialwesen, Sozialstaat und Rechtswesen
Gesellschaftstheorien und Gesellschaftssysteme
Soziale Probleme und Lebenslagen