- Nummer
- 00307
- Leitung
- -
- ECTS
- 3.0
- Methodik und Didaktik
- Textstudium, Diskussionen im Plenum, Einzel- / Gruppenarbeiten, Impulsreferate, Übungen
- Leistungsnachweis
- Schriftliche Reflexionsarbeiten
- Empfehlung
- BA272 Kultur und Rassismus – VR Migration
BA384 Kritische Bildung in der Sozialen Arbeit
BA442 Queer Theory und Soziale Arbeit - Literatur
- Tupoka, Ogette (2017): Exit Racism: Rassismuskritisch denken lernen. Münster: Unrast.
Weitere Literatur wird zu Beginn des Moduls auf Moodle zur Verfügung gestellt. - Leitidee
- Welche Position habe ich in der Gesellschaft und inwiefern beeinflusst das meine Tätigkeit als Sozialarbeiter*in? Wie können wir uns mit Rassismus, Kolonialismus und Diskriminierung und der eigenen Verstrickung darin auseinandersetzen, ohne Opfer-Täter*innen-Perspektiven festzuschreiben? Wie können Angebote der Sozialen Arbeit ausgestaltet sein, dass sie Stereotypen und Ausgrenzungen nicht verfestigen?
Fragen wie diesen wird im Modul nachgegangen. Ziel ist es, eine Sensibilität für Rassismus sowie für Privilegien bzw. Diskriminierungen aufgrund von sozialen Kategorien wie Klasse, Nationalität, Geschlecht, Sexualität usw. zu entwickeln. Dies kann dabei unterstützen, andere Positionierungen und damit gesellschaftliche Ungleichheiten zu verstehen und die eigene professionelle Haltung weiterzuentwickeln.
Das Modul richtet sich an Studierende der Sozialen Arbeit, die eine eigene rassismuskritische Haltung entwickeln möchten. Ausgehend von theoretischen Ansätzen werden im Modul verschiedene Aspekte rassismuskritischen Denkens und Handelns diskutiert und bezogen auf die eigene Praxis reflektiert. Die Bereitschaft zur Lektüre von mehreren Fachtexten wird daher vorausgesetzt.
Theorien zu Rassismus, Gender, Intersektionalität, Post-Kolonialismus und Diversität bieten Instrumente, um gesellschaftliche Macht- und Ungleichheitsverhältnisse sichtbar zu machen. Die verschiedenen Kategorien sozialer Ungleichheit werden im Modul in ihrer Verknüpfung und Überkreuzung betrachtet. Anhand von Texten zu aktuellen Debatten erhalten die Studierenden die Möglichkeit, die Rolle der Sozialen Arbeit zu diskutieren und die eigene biografische Positionierung zu reflektieren.
Ziel ist, gesellschaftliche Konventionen und Normvorstellungen, etwa zu Geschlechterrollen, als historisch gewachsene und politisch-diskursive Gegenstände zu erkennen und insbesondere Geschlecht und Ethnizität als Analysekategorien nutzen und in das eigene professionelle Handeln einbeziehen zu können. - Modulinhalte
- Theorien und Ansätze zu Rassismus, Critical Whiteness, Post-Kolonialismus, Intersektionalität und zu diversitätsbewusster Sozialer Arbeit / Migrationspädagogik
- Übungen zur Selbstreflexion
- Fach- und Methodenkomptenz
- Fähigkeit zur Prozessgestaltung
- Selbstkompetenz
- Fähigkeit zur (Selbst-)Reflexion
- Fachwissen
- Soziale Probleme und Lebenslagen
Theorien und Konzeptionen kommunikativen, ethischen und reflexiven Handelns
Prozessgestaltungsmodelle: Methoden, Verfahren und Interventionen