- Nummer
- 00470
- Leitung
- -
- ECTS
- 3.0
- Methodik und Didaktik
- Literaturstudium, Kurzvortrag, Live-Demo, Bearbeitung persönlicher Situationen und Erfahrungen in Simulation, Selbstreflexion, Vorsatzbildung und Praxistransfer
- Leistungsnachweis
- 80 Prozent Präsenzpflicht und aktive Mitarbeit
- Voraussetzung
- BA111 Grundlagen der Kommunikation, Gesprächsführung und Beratung
- Literatur
- Dörr, Margret (2019). Nähe und Distanz. 4. Aufl. Weinheim: Beltz Juventa.
Gahleitner, Silke Birgitta (2017). Soziale Arbeit als Beziehungsprofession: Bindung, Beziehung und Einbettung professionell ermöglichen. Weinheim: Beltz Juventa.
Gahleitner, Silke Birgitta / Nowacki, Katja / Schröder, Martin / Izat, Yonca (2023). Professionelle Bindungs- und Beziehungsgestaltung: Grundlagen und Anwendung in der psychosozialen Arbeit. Weinheim: Beltz Juventa.
Halfmann, Karin (2023). Haltung: Ein Praxisbuch für mehr Professionalität im pädagogischen Alltag. Weinbek b. Hamburg: Rororo.
Lenz Karl / Nestmann, Frank (2009). Handbuch persönliche Beziehungen. Weinheim: Juventa.
Volmer, Jan (2019). Taktvolle Nähe. Giessen: Psychosozial-Verlag. Weitere Literatur wird im Modul online zur Verfügung gestellt. - Leitidee
- Beziehungen und Beziehungsgestaltung stellen eine Kernaufgabe in Betreuung, Begleitung und Beratung dar, denn tragfähige und hilfreiche Beziehungen sind ein zentraler Wirkfaktor in Interventionsprozessen der Sozialen Arbeit. Bei vielen Professionellen der Sozialen Arbeit herrscht Verunsicherung, wie sich professionelle Beziehungen im Spannungsfeld von Nähe und Distanz angemessen gestalten lassen. Oft werden Nähe und Distanz nicht als zu gestaltender Raum verstanden, sondern als harter Gegensatz.
Statt einseitiger professioneller Distanz oder unreflektierter Distanzlosigkeit zu Klientinnen und Klienten gilt es, eine angemessene professionelle Distanz mit einer persönlichen Beziehung zu verbinden. Dabei wahrt die Beziehung die Würde der Klientinnen und Klienten, deckt Grundbedürfnisse, fördert Wohlbefinden, setzt Entwicklungspotenziale in Gang und unterstützt durch positive Beziehungserfahrungen die Beziehungsfähigkeit der Adressatinnen und Adressaten.
Klientenbeziehungen haben immer auch eine «Rückwirkung» auf uns als Professionelle. Durch Einlassen, Bewusstwerden und Reflexion von Beziehungen können Fachkräfte professionell und menschlich wachsen. Dies bedarf achtsamer Beziehungsgestaltung und eines sorgsamen Umgangs mit sich und anderen im Beruf. - Modulinhalte
- Theorien, Modelle und Ansätze zur professionellen Beziehungsgestaltung
- Methoden, Techniken, Tools zur Gestaltung und Reflexion von Beziehungen
- Macht, Ohnmacht und Vollmacht
- Abhängigkeit, Autonomie, Empowerment
- Taktvolle Nähe
- Berührung und Körperkontakt
- Grenzen der Intimität und Beziehung und Grenzverletzungen
- Prävention von Übergriffen
- Besondere Situationen und Herausforderungen zu ausgewählten Klientengruppen
- Fach- und Methodenkompetenz
- Fähigkeit zur Prozessgestaltung
- Selbstkompetenz
- Fähigkeit zur (Selbst-)Reflexion
- Sozialkompetenz
- Fähigkeit zur Kooperation
- Fachwissen
- Theorien und Konzeptionen kommunikativen, ethischen und reflexiven Handelns
Prozessgestaltungsmodelle: Methoden, Verfahren und Interventionen - Bemerkungen
- 02.06.2025 - 06.06.2025