- Nummer
- kliw
- Leitung
- -
- ECTS
- 3.0
- Anspruchsniveau
- advanced
- Inhaltsübersicht
Die Auswirkungen des Klimawandels sind in Städten besonders spürbar. Steigende Temperaturen und häufigere Hitzewellen führen zu städtischen Hitzeinseln, die die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Das Modul untersucht die Ursachen dieser Wärmeentwicklung, einwirkende Faktoren sowie die Folgen von Hitzestress für die Bevölkerung. Es werden verschiedene Strategien der Klimaadaptation vorgestellt, um urbane Räume zu kühlen – von Schwammstadtkonzepten, der Ausweitung von Grünflächen, klimaresistenten Baumarten und Wasserflächen bis zu bauphysikalischen Massnahmen. Klimastrategien definieren in Gemeinden und Städten Massnahmen, um dem Klimawandel wirkungsvoll zu begegnen.
Auf der Grundlage von frei verfügbaren schweizerischen Geodaten und Satellitendaten wird der IST-Zustand einer Stadt mit Hilfe von räumlichen Visualisierungen analysiert. Wir lernen Werkzeuge zu rechtlichen Aspekten, Bewirtschaftung, Unterhalt, Beratung, Sensibilisierung und Planung eines klimaangepasstes Wassermanagement im Siedlungsgebiet kennen. Inspiriert von umgesetzten, gelungenen Praxis-Beispielen beurteilen die Teilnehmenden die aktuelle Situation in einem frei gewählten städtischen Raum und entwickeln Strategien, erarbeiten und diskutieren konkrete Massnahmen zu einem klimaangepassten Wassermanagement und Grünflächenkonzepten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung der Biodiversität im Kontext Landschaft und Stadt. Behandelt werden die Schaffung begrünter Freiflächen, die Anlage von Biotopen, die Integration natürlicher Lebensräume sowie die Auswahl ökologisch wertvoller Pflanzenarten. Oft finden wir dazu Naturinventare und Vernetzungsplanungen in den GIS Systemen von Städten und Kantone (Naturinventare, Vernetzungsplanung, Quartier- und Zonenpläne). Umgebungsplanungen von Bau- und Arealprojekten bieten die Chance, mittels Biodiversität und Hitzeminderungsmassnahmen das Mikroklima zu optimieren.
Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen Klimawandel, urbaner Hitze und Biodiversität und die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für zukunftsfähige Städte zu schaffen.
- Lernziele
Die Studierenden
- analysieren die Ursachen und Auswirkungen städtischer Hitzeinseln.
- entwickeln Massnahmen zur Hitzeminderung unter Berücksichtigung lokaler klimatischer und städtebaulicher Bedingungen.
- integrieren Biodiversität gezielt in städtische Planung, um Klimaresilienz und ökologische Vorteile zu fördern.
- bewerten Praxisbeispiele für Kühlstrategien und Biodiversitätsförderung.
- reflektieren Wechselwirkungen zwischen Klimawandel, urbaner Hitze und Biodiversität, um nachhaltige Lösungsansätze abzuleiten.
- Empfohlene Vorkenntnisse
- Nachhaltige Städte, Quartiere und Gebäude (nas)
- Grundlagen Ökologie (goek)