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BA6041 Prävention von Grenzverletzungen im Bereich Menschen im Kontext von Behinderung (...

BA6041 Prävention von Grenzverletzungen im Bereich Menschen im Kontext von Behinderung (Fokus physische Gewalt)

Nummer
06041
Leitung
Daniel Kasper, +41 62 957 20 81, daniel.kasper@fhnw.ch
ECTS
3.0
Unterrichtssprache
Deutsch
Methodik und Didaktik

Professionelle der Sozialen Arbeit sind in ihrer täglichen Begleit- und Unterstützungstätigkeit immer wieder mit Aggressionen und gewalttätigem Verhalten konfrontiert (Fremd- oder Selbstverletzungen, Sachaggressionen, bedrohliches, lautes Verhalten u.a.m.). Je nach Setting wird darauf mit mehr oder wenig günstigen oder gar kontraproduktiven Massnahmen reagiert: Repression, Beschränkung der Autonomie, medikamentöse Sedierung, bewegungseinschränkende Massnahmen, institutionelle Umplatzierung oder gar Ausschluss oder psychiatrische Hospitalisierung.

Dabei zeigt sich, dass auf der einen Seite sowohl professionelle Begleitpersonen als auch Leitungen und Praxisorganisationen an ihre Grenzen stossen. Der institutionellen Seite der Prävention von Grenzverletzungen kommt deshalb grosse Bedeutung zu.

Diese Verhaltensweisen sind nie ein bloss individuelles Problem, sondern stellen immer ein ganzes System – Team, Praxisorganisation, familiäres Umfeld, einweisende und Aufsicht ausübende Stellen sowie die betroffene Person – vor grosse Herausforderungen und bringen vielfältige Belastungen mit sich.

(2. Teil unter Lerninhalte)

Leistungsnachweis

Fach- und Methodenkompetenz

  • Fähigkeit zur Prozessgestaltung


Selbstkompetenz

  • Fähigkeit zur (Selbst-)Reflexion


2.Teil Literatur

Bundesvereinigung Lebenshilfe für Geistig Behinderte (Hg.) (2003): Wenn Verhalten auffällt. 2. überarbeitete Aufl. Marburg: Lebenshilfe Verlag.

Nolting, Hans-Peter (2004). Lernfall Aggression: Wie sie entsteht – wie sie zu vermindern ist. 22. Aufl. Hamburg: rororo.

Schmidt, Gabriele (2004). «Den Alptraum beenden …». Krisenintervention nach Traumatisierungen – ein Überblick. In Müller, Wolf/Scheuermann, Ulrike (Hg.), Praxis Krisenintervention. Stuttgart: Kohlhammer, S. 229–249.


Voraussetzung
  • Gewalt und Gegengewalt
  • Macht und Ohnmacht
  • Entstehungsbedingungen und Verstehen von herausfordernden Verhaltensweisen
  • Selbstschutz und Schutz vor Gewalt
  • Eskalation und Deeskalation
  • Umgang mit und Interventionsmöglichkeiten bei psychischer und physischer Bedrohung
  • Prävention – Intervention – Nachsorge
  • Sicherheitstechniken
  • Bündner Standard


2.Teil Leitidee

Die Ursachen für diese Verhaltensweisen sind dabei nicht der Person alleine zuzuschreiben, der Umgang damit muss multiperspektivisch bearbeitet werden. Es gilt also, nach Zusammenhängen im sozialen und strukturellen Kontext zu suchen, die herausfordernde Verhaltensweisen begünstigen und diese in ihrer Wirkungsweise zu reduzieren.

Auf der Basis eines systemischen Krisenverständnisses werden zentrale theoretische und praktische Aspekte des Umgangs mit, des Verständnisses und der Bewältigung von Krisen aufgezeigt. Grosses Gewicht wird dabei auch auf die konkrete Anwendung von Deeskalationsstrategien sowie Sicherheitstechniken gelegt. Dabei wird auch die eigene Rolle reflektiert, die Haltung der professionellen Begleitpersonen angeschaut und die Wirkung der verantwortlichen Praxisorganisation(en) thematisiert.


Empfehlung

Referate, Diskussionen, Gruppen- und Partnerarbeiten, Selbstreflexionen

Literatur

Absolvierung der Vertiefungsrichtung Behinderung und Beeinträchtigung

Modulinhalte
Ausgehend von der Entstehung und Verbreitung des Case Managements in historischer Perspektive, erfolgt die Auseinandersetzung mit der konkreten Praxis des Case Managements im Handlungsfeld der erwerbsorientierten Eingliederung. Dabei werden Organisationen in den Blick genommen, die Case Management in der Fallbearbeitung anwenden und es werden konkrete Fallthematiken im Rahmen einer exemplarischen Fallbearbeitung vorgestellt und diskutiert.
Fach- und Methodenkompetenz

2er-Skala

Selbstkompetenz

Breakwell, Glynis (1998). Aggression bewältigen. Umgang mit Gewalttätigkeit in Kliniken, Schule und Sozialarbeit. Bern/Göttingen/Toronto/Seattle: Hans Huber.

Bundesvereinigung Lebenshilfe für Geistig Behinderte (Hg.) (1996). Wenn Verhalten auffällt. Eine Arbeitshilfe zum Wohnen erwachsener Menschen mit geistiger Behinderung und auffälligem Verhalten. Marburg: Lebenshilfe Verlag.

(2. Teil unter zu erreichende Kompetenzen)

Sozialkompetenz
Fähigkeit zur Kooperation
Fachwissen
Historisch-systematisches Wissen und Theorien der Sozialen Arbeit
Soziale Problemlagen und Lebenslagen

Studium

Angebot

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