- Nummer
- 07031
- Leitung
- Silvan Surber, +41 61 228 50 25, silvan.surber@fhnw.ch
- ECTS
- 3.0
- Unterrichtssprache
- Deutsch
- Methodik und Didaktik
Soziale Arbeit wird von den betroffenen Zielgruppen nicht immer als unterstützend erlebt, sondern kann – je nach Kontext – auch als Eingriff oder Bedrohung der eigenen Lebensrealität wahrgenommen werden. Dies kann zu Konflikten führen, mit denen Fachpersonen der Sozialen Arbeit in verschiedenen Arbeitsfeldern regelmässig konfrontiert sind.
Das Modul vermittelt theoretische und praktische Grundlagen, um Mechanismen von Konflikten zu verstehen, Eskalationsdynamiken zu erkennen und deeskalierend aber auch mit dem Blick auf die eigene körperliche Unversehrtheit zu handeln. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle, den persönlichen Reaktionsmustern und der professionellen Haltung in konflikthaften und gewalttätigen Situationen.
- Leistungsnachweis
Sozialkompetenz
- Fähigkeit zur Kooperation
Selbstkompetenz
- Fähigkeit zur (Selbst-)Reflexion
- Voraussetzung
Das Wahlmodul verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Übungen zur Entwicklung einer selbstsicheren und professionellen Haltung im Umgang mit Konflikten und Gewalt. Im Zentrum steht das Verständnis von Konfliktursachen, Eskalationsdynamiken und deeskalierenden Handlungsstrategien in unterschiedlichen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit.
Die Teilnehmenden lernen zentrale Modelle der Konflikt- und Eskalationsforschung kennen und übertragen diese auf typische Situationen aus ihrem Praxisalltag. Sie reflektieren Machtverhältnisse, Rollenklarheit, Nähe und Distanz sowie den Einfluss eigener Emotionen und Reaktionsmuster auf den Verlauf von Konflikten und Lernen mit Gewalt und Drohungen umgehen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Schulung kommunikativer und körperlicher Deeskalationskompetenzen. In praktischen Übungen und Rollenspielen trainieren die Studierenden, verbale Konflikte zu entschärfen, Grenzen zu setzen und ihre Körpersprache bewusst einzusetzen. Ergänzend werden einfache, praxistaugliche Selbstschutztechniken vermittelt, um in potenziell gefährlichen Situationen angemessen und sicher reagieren zu können.
Reflexionsphasen, kollegiale Fallbesprechungen und Elemente der Selbst- und Stressregulation unterstützen die Entwicklung einer professionellen Selbstsicherheit. Damit fördert das Modul nicht nur die persönliche Resilienz, sondern auch die Fähigkeit, in angespannten Situationen besonnen, respektvoll und wirksam zu handeln.
- Empfehlung
Theorieinputs zu Konflikt- und Eskalationsmodellen, praktische Übungen und Rollenspiele, körperorientiertes Training zum Selbstschutz sowie Gruppenreflexionen und kollegiale Fallbesprechungen zur Vertiefung und Selbstreflexion.
- Literatur
Es werden keine spezifischen Qualifikationen oder Modulbesuche vorausgesetzt. Erwartet wird die Bereitschaft, sich aktiv einzubringen und auf Szenario-Übungen einzulassen.
- Leitidee
80%
- Fach- und Methodenkompetenz
2er-Skala
- Selbstkompetenz
Glasl, Friedrich. Konfliktmanagement : ein Handbuch für Führung, Beratung und Mediation. 12., aktualisierte und erweiterte Auflage. Bern: Haupt Verlag, 2020.
Künkler, Tobias, und Carsten dos Santos. Analyse und Prävention von Gewalt : Ein Studienbuch für Soziale Arbeit. Stuttgart: utb GmbH, 2023.
Stickelmann, Bernd. Provokation jugendgewalt : sozialpädagogisches handeln in krisen und konflikten. 1. Auflage. Stuttgart, Germany: Verlag W. Kohlhammer, 2014.
- Bemerkungen
Blockwoche: 11.01.2027 - 15.01.2027
Für das Modul besteht eine Anwesenheitspflicht von 80 %; es wird eine Präsenzliste geführt. Bei Nicht-Erfüllung wird individuell ein Leistungsnachweis vereinbart.
Bitte Sportkleidung oder Kleidung mit viel Bewegungsfreiheit mitnehmen für praktische Übungen. Einzelne Teile der Blockwoche finden in einem Trainingsraum auf dem Dreispitzareal in Basel statt.