- Nummer
- 06008
- Leitung
- Jeannette Brodbeck, +41 62 957 27 56, jeannette.brodbeck@fhnw.ch
- ECTS
- 3.0
- Unterrichtssprache
- Deutsch
- Methodik und Didaktik
Die Neurowissenschaften sind im öffentlichen Diskurs stark präsent: Vom Menschenbild und der Persönlichkeit, dem Lernen des Menschen über Entscheidungs- und Handlungsprozesse bis zu Neuro-Psychotherapie oder Neuro-Didaktik. In der Sozialen Arbeit werden ihre Erkenntnisse aber wenig zur Kenntnis genommen. Es stellt sich die Frage, ob die Neurowissenschaften Antworten für diagnostische oder methodische Herausforderungen des professionellen Handelns in der Sozialen Arbeit bieten können. Die strukturelle Ausblendung des Sozialen gibt auch zu einer Kritik der Neurowissenschaften aus Sicht der Sozialen Arbeit Anlass.
Das Modul vermittelt aktuelles und verständliches Basiswissen zu den Neurowissenschaften und nimmt ausgewählte Schnittstellen zur Sozialer Arbeit, wie Lernprozesse, menschliches Handeln und Entscheiden oder Stress sowie ausgewählte Aspekte psychischer Störungen in den Blick. Es diskutiert bedeutsame Anwendungen für Beratung, Klinische Sozialarbeit und Prävention und gibt Orientierungshilfen für die kritische Rezeption von Forschungsergebnissen und Geltungsansprüchen der Hirnforschung.
- Leistungsnachweis
Fachwissen
- Soziale Probleme und Lebenslagen
- Sozialisations- und Bildungstheorien
Fach- und Methodenkompetenz
- Fähigkeit zur Prozessgestaltung
- Fähigkeit zu forschen
Selbstkompetenz
- Fähigkeit zur selbstregulierten Wissenserweiterung
- Voraussetzung
Das Modul vermittelt aktuelles und verständliches Basiswissen zur Hirnforschung. Insbesondere werden folgende Themen vertieft:
- Neurowissenschaften im Kontext des biopsychosoziale Modells menschlichen Erlebens
- Neurowissenschaftliches Basiswissen
- Neuromythen und Neurokritik: Was die Hirnforschung (nicht) halten kann
- Der Mensch in der Sicht neurowissenschaftlicher Erkenntnisse: Lernen, Handeln, Emotion, Motivation, Stress, Gehirn und Geschlecht
- Hirnentwicklung von der Kindheit bis ins Alter
- Neurowissenschaftliche Aspekte ausgewählter psychischer Störungen
- Ausgewählte Anwendungen: Neuro-Feedback und Traumatherapie
- Empfehlung
Vorbereitung mit Videolectures / Lektüre, Kontaktlektionen mit Kurzimpulsen, Diskussion und Gruppenarbeit
Das Modul findet im Online-Präsenzunterricht auf Zoom statt.
- Literatur
keine
- Leitidee
80 % Präsenzpflicht mit aktiver Mitarbeit
- Modulinhalte
- Neurowissenschaftliches Basiswissen
- Neuromythen und Neurokritik: Was die Hirnforschung (nicht) halten kann
- Der Mensch in der Sicht neurowissenschaftlicher Erkenntnisse: Lernen, Handeln, Emotion, Motivation, Stress, Gehirn und Geschlecht
- Neurowissenschaftliche Aspekte ausgewählter psychischer Störungen
- Ausgewählte Anwendungen: Neuro-Feedback und Traumatherapie
- Fach- und Methodenkomptenz
2er-Skala
- Selbstkompetenz
Schmitt, Thomas (2021). Das soziale Gehirn: Eine Einführung in die Neurobiologie für psychosoziale Berufe. 2., erw. u. überarb. Auflage. Weinheim: Beltz.
https://www.geo.de/wissen/gesundheit/themen/hirnforschung
Weitere Literatur wird online zur Verfügung gestellt.
- Fachwissen
- Soziale Probleme und Lebenslagen
Sozialisations- und Bildungstheorien - Bemerkungen
Studierende der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW, die bereits Module in Biopsychologie und Psychopathologie besucht haben, erwartet einiges an Wiederholung.