- Nummer
- 06059
- Leitung
- -
- ECTS
- 3.0
- Unterrichtssprache
- Deutsch
- Methodik und Didaktik
Dieses Modul operationalisiert räumliche Gerechtigkeit und städtische Inklusion durch Designforschung, die auf dem SNIS-Projekt zu Lagern und lagerähnlichen Umgebungen basiert. Wir untersuchen, wie Regeln, Infrastrukturen und räumliche Morphologien Chancen und Risiken auf verschiedene Gruppen verteilen und wie bestimmte Integrationsinfrastrukturen (z. B. Mobilität, Dienstleistungen, öffentlicher Raum, Aufnahmeeinrichtungen) (neu) gestaltet werden können, um Ausgrenzung zu verringern. Ausgehend von Perspektiven des humanitären Urbanismus und der Governance verbinden wir Theorie mit vergleichendem Feldmaterial aus der Schweiz und Jordanien und fragen: Welche räumlichen Strategien fördern einen gerechten Zugang, Zugehörigkeit und Sicherheit im Alltag? Wie können interdisziplinäre Teams (Architektur und Sozialarbeit) gemeinsam kontextsensitive Vorschläge erarbeiten, die ethisch fundiert, realisierbar und gerecht sind?
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
- Leistungsnachweis
Selbstkompetenz
- Fähigkeit zur selbstregulierten Wissenserweiterung
- Voraussetzung
• Theorien: räumliche Gerechtigkeit; die gerechte Stadt; Recht auf Stadt; Grauzonen; Ankunftsinfrastrukturen; Inklusion/Exklusion auf verschiedenen Ebenen.
• Methoden: Kartierung von Politik und Interessengruppen; Standortanalyse; partizipative Techniken; KI-Co-Design für die Skizzierung von Szenarien; schnelle Diagrammerstellung und Bewertungsmatrizen.
• Fallstudien: Schweizer kantonale Aufnahme-/Unterbringungsstrukturen; Mafraq–Zaatari-Korridor und Schnittstellen zwischen Lager und Stadt (Jordanien).
• Studios/Seminare: wöchentliche Design-Sprints, bei denen politische Lücken in räumliche Interventionen übersetzt werden (Mobilität, Dienstleistungen, öffentlicher Raum, mikroökonomische Knotenpunkte).
• Ethik und Governance: Einwilligung, Datensensibilität, Repräsentation; Navigation durch institutionelle Rahmenbedingungen, die inklusive Ergebnisse prägen.
• Ergebnisse: vergleichendes Portfolio + öffentliche Präsentation + prägnanter Positionsaufsatz.
- Empfehlung
Wöchentliches Seminar (zweisprachig EN/DE) mit kurzen Vorträgen, Textdiskussionen, Gruppen-Design-Charrettes, angeleiteter Politik-/Raumanalyse und praktischen Co-Design-Übungen mit reflektierenden Kritiken.
- Literatur
Keine. Interesse an Städten, Migration, Governance oder Design ist hilfreich. Grundlegende Kenntnisse im Bereich Kartografie oder Studioerfahrung sind willkommen, aber nicht erforderlich.
- Leitidee
Mindestens 80 % Anwesenheitspflicht
- Fach- und Methodenkompetenz
2er-Skala
- Selbstkompetenz
- Soja, E. (2010) Seeking Spatial Justice.
- Fainstein, S. (2010) The Just City.
- Harvey, D. (1973/2009) Social Justice and the City.
- Dikeç, M. (2001/2011) writings on space & justice.
- Ager, A. & Strang, A. (2008) Indicators of integration.
- UNHCR (2009/2014/2022) Urban refugees & policy notes.
- Yiftachel, O. (2009) Gray spaces.
- Supplementary (course reader): Swiss CIP excerpts; Jordan national/municipal policy docs; selected papers on humanitarian urbanism and integration infrastructures.