- Nummer
- 06061
- Leitung
- Lukas Schlittler, +41 61 228 51 38, lukas.schlittler@fhnw.ch
- ECTS
- 3.0
- Unterrichtssprache
- Deutsch
- Methodik und Didaktik
Zuerst verordnet das Modul die Entstehung der Sozialhilfestatistik in ihrem historischen Kontext. Dann thematisiert es die Stationen von der Datenerhebung in den Sozialdiensten bis zur Erstellung der Sozialhilfestatistik beim Bundesamt für Statistik. Zuletzt wird die sozialpolitische Verwertung der Sozialhilfestatistik besprochen: für die Ausgestaltung der Sozialhilfe, die mediale Aufbereitung und Deutung der Ergebnisse, sowie wie Sozialhilfebeziehende diese wahrnehmen.
Das Modul knüpft bei «Methoden der empirischen Sozialforschung: Pflichtmodul I» an und bietet Gelegenheit, quantitative Konzepte aus diesem Modul (Hypothesen, Forschungsdesigns, Stichprobe und Sampling, Messen und Skalenniveaus, Datenerhebung, Datenanalyse und Ergebnisdarstellung) am konkreten Beispiel der Sozialhilfestatistik anzuwenden.
- Leistungsnachweis
Fachwissen
- Sozialwesen, Sozialstaat und Rechtswesen
- Soziale Probleme und Lebenslagen
- Wissenschaftstheorien und Methodologie
- Forschungsmethoden.
Fach- und Methodenkompetenz
- Fähigkeit zur Dokumentation
- Fähigkeit zu forschen
Selbstkompetenz
- Fähigkeit zur selbstregulierten Wissenserweiterung
- Voraussetzung
Themen:
- Entstehung der Sozialhilfestatistik (Historischer Kontext);
- Datenerhebung bei den Sozialdiensten (Meso I);
- Besuch bei Sozialdienst der Stadt Basel oder Olten. Mit Erhebungsdokumenten arbeiten.
- Datenaufbereitung bei Kantonalen Statistischen Ämtern (Meso II);
- Input durch Fachperson von Kantonalem Statistischen Amt Basel-Stadt, Basel-Land oder Solothurn.
- Erstellung der Statistik beim Bundesamt für Statistik (BFS) (Makro I)
- Fokus: Neue Sozialhilfestatistik. Mit Metadaten arbeiten (Codebooks).
- Grenzen / blinde Flecken der Sozialhilfestatistik (Makro II)
- Themen: Methodische Grenzen, Nichtbezug von Sozialhilfe, Abgrenzung von anderen Indikatoren zu Armut, Erwerbslosigkeit, Working poor, Social and Material deprivation. Vorteile der Verwendung mehrere Indikatoren. Mögliche internationale Bezüge.
- Einordnung der Aussagekraft und sozialpolitische Verwertung der Sozialhilfestatistik (Makro III); Sozialabbau, Aktivierender Wohlfahrtsstaat, Aussagen über Beziehende.
- Wahrnehmung der Berichterstattung über Sozialhilfebezug aus Sicht von Betroffenen (Mikro).
- Input durch Erlebnis-Expert:innen (Sozialhilfebeziehende Person). Kontaktaufnahme via ATD Vierte Welt, Caritas oder Sozialdienst.
- Literatur
Empfehlung: BA2601 FW Methoden der empirischen Sozialforschung: Pflichtmodul I
- Fach- und Methodenkompetenz
2er-Skala