Seit 50 Jahren existiert das Elektronische Studio der Hochschule für Musik Basel FHNW als international bedeutendes Kompetenzzentrum für musikalische Kreativität im Umgang mit neuster Medientechnologie. Zum Jubiläum kreiert es ein Festival: mit elektronischen Performances, einem wissenschaftlichen Symposium und einer Ausstellung zur bewegten Geschichte des Studios. Ein zentrales Thema ist der innovative Umgang mit Medienarchiven, aus den Perspektiven der Forschung wie der künstlerischen Praxis.
Aus Anlass seines 50. Jubiläums richtet das Elektronische Studio Basel zusammen mit der Forschungsabteilung der Hochschule für Musik Basel FHNW, Institut Klassik ein Festival mit international renommierten musikalischen Acts aus: Die bahnbrechende Klangkünstlerin und Performerin Laetitia Sonami befasst sich in ihren Klangperformances, Live-Film-Kollaborationen und Klanginstallationen mit Fragen der Teilhabe; sie eröffnet das Festival mit einer künstlerischen Keynote und beendet es mit einer Performance. Dazwischen ist eine Vielfalt elektronischer Musik zu erleben: unter anderem Turntablism (Vinyl-terror & -horror: Camilla Sørensen and Greta Christensen), modulare Synthesizer-Performance (Andreas Eduardo Frank), eine Duo-Performance mit Mads Emil Nielsen (Live Elektronik) und Andrea Neumann (Innenklavier & Mixing Desk) sowie ein Konzert mit dem ESB Noise Ensemble. In den Lecture-Workshops sind mit Mats Lindström (EMS Stockholm) und François Bonnet (GRM Paris) Vertreter führender Elektronischer Studios präsent.
Wissenschaftliches Symposium
Das wissenschaftliche Symposium beinhaltet Keynotes der Medienkulturwissenschaftlerinnen Anna Schürmer (Köln) und Laura Zattra (Berlin). Tatiana Eichenberger präsentiert erste Erkenntnisse des Forschungsprojekts «Archiv der Zukunft» der Hochschule für Musik Basel FHNW. Wie sieht eine zeitgemässe Ausbildung elektronischer Musiker:innen aus? Welche Rolle spielt dabei die technische und soziale Infrastruktur elektronischer Studios? Welche Herausforderungen stellen Archivierung und Produktion elektroakustischer Musik? Dies sind die Leitfragen für die hochkarätig besetzten Panels des Symposiums mit unter anderem Miriam Akkermann, Angela Ida De Benedictis, Michael Harenberg, Christina Dörfling, Ute Holl und Germán Toro Pérez.
Ausstellung in der Vera Oeri-Bibliothek
Eine Ausstellung in der Vera Oeri-Bibliothek beleuchtet die Entstehungsgeschichte und Bedeutung des Elektronischen Studios Basel und legt Fährten zu den damit verbundenen Klangräumen. Zu entdecken sind Stimmen und Sounds der Menschen, die den Kern des ESB bildeten.
Inhaltliches Konzept und fachliche Beratung: Tatiana Eichenberger, Volker Böhm Ausstellungsszenografie/Grafik: Nico Schläpfer, Mila Steiner, Aylin Tschoepe, Andreas Wenger (HGK) Organisation/Vermittlung: Thomas Nierlin, Leonardo Idrobo, Madeleine Lüthi, Martina Wohlthat
Donnerstag, 26. März – Samstag, 23. Mai 2026
Vernissage Donnerstag, 26. März 2026, 17 Uhr: zur Eröffnung des Festivals «50 Jahre Elektronisches Studio Basel»
Mit grosszügiger Unterstützung der Maja Sacher-Stiftung
Ausführliche Informationen zum Programm des Festivals, zum Abschlusskonzert im Gare du Nord und zum Forschungsprojekt «Archiv der Zukunft» finden Sie unter www.musikforschungbasel.ch sowie zum Elektronischen Studio Basel unter www.sonicspacebasel.ch
Kontakt

Dr. Michael Kunkel
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