Ein Studium zu beginnen, ist nicht ohne. Neben spannenden Vorlesungen und dem Kennenlernen von tollen Kommiliton*innen kann es herausfordernd sein, einen zusätzlichen Lebensbereich zu balancieren. Das «Gesund studieren»-Team zeigt vier evidenzbasierte Strategien, um Studium, Job und Freizeit klar zu trennen.
Diese Woche beginnen unsere Studierenden ihr Bachelor- oder Master-Studium an der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW. Auf den Tischen der Vorlesungsräume wartet eine kleine Überraschung auf sie: Rote, knackige Äpfel mit der Gravur «Gesund studieren».
Der Slogan lässt es erahnen: Studieren kann Spass machen – aber manchmal auch herausfordernd sein. Für solche Situationen steht den Studierenden die Plattform «Gesund studieren» zur Verfügung. Sie bietet zahlreiche Tipps für den Studienalltag sowie eine Sammlung interner und externer Unterstützungsangebote.
Warum Life-Domain-Balance im Studium wichtig ist
«Der Studienstart kann durchaus anspruchsvoll sein, denn nebst Job, privaten Verpflichtungen und Freizeit kommt plötzlich noch das Studium als weiterer Lebensbereich hinzu, den es zu berücksichtigen gilt», sagt Doris Hofer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Mentale und Organisationale Gesundheit der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW und mitverantwortlich für die Plattform «Gesund studieren.» Je mehr Lebensbereiche man unter einen Hut bringen muss, desto wichtiger ist es, eine gute Balance zwischen diesen zu haben.
«Deshalb widmet sich einer der Tipps auf der Plattform dem Thema Balance zwischen verschiedenen Lebensbereichen», erklärt Doris Hofer. «Wir zeigen verschiedene Strategien auf, die Studierende ausprobieren können.»
Vier Strategien für eine gute Balance zwischen Studium, Job und Freizeit
Balance bedeutet nicht nur, verschiedene Lebensbereiche unter einen Hut zu bringen, sondern auch, sich gut auf den Bereich einlassen zu können, in dem man sich gerade befindet. Dabei helfen Strategien, um die verschiedenen Lebensbereiche voneinander abzugrenzen. Gerade in anspruchsvollen Zeiten ist das besonders wertvoll – schliesslich sollen wir unsere Freizeit auch dann geniessen können, wenn es im Studium stressig zu und her geht.
Die Abgrenzung zwischen Lebensbereichen kann auf unterschiedliche Weise gelingen:
Räumliche Trennung

Studierende können Distanz schaffen, indem sie ihre Arbeits-, Lern- und Studienorte voneinander trennen. Wer gerne zu Hause lernt und arbeitet, kann zum Beispiel nach der Arbeit einen Spaziergang machen, um den Übergang zwischen den Lebensbereichen für sich zu verdeutlichen.
Zeitliche Trennung

Studierende können sich auch abgrenzen, indem sie feste Zeitfenster für Lernen, Arbeit und Freizeit einrichten. Aktives Time-Boxing (mit Stoppuhr und Zielen für das Zeitfenster) kann eine gute Möglichkeit sein, um die geplanten Zeiten einzuhalten.
Technische Trennung

Manchen Studierenden kann es helfen, verschiedene E-Mail-Accounts für unterschiedliche Lebensbereiche zu nutzen, studien- oder arbeitsbezogene Apps auf ihrem Smartphone zusammenzufassen (z. B. als eigene Gruppe auf einem eigenen Home-Bildschirm) oder getrennte Kommunikationskanäle zu nutzen (z. B. Threema oder Signal für Lerngruppen, WhatsApp für private Chats).
Routinen als Übergangssignal

Auch Routinen können eine Möglichkeit sein, um Abstand zu gewinnen. So kann man beispielsweise beim Lernen oder Arbeiten andere Kleidung tragen, jede Lernphase mit einem Tee oder Kaffee einläuten oder die Aktivität mit dem Wegräumen aller Lern- oder Arbeitsmaterialien beenden (statt z. B. die Vorlesungsunterlagen auf dem Küchentisch liegen zu lassen).
Mehr Tipps von unseren Expert*innen: Plattform «Gesund studieren»
Neugierig auf weitere Tipps?
Die Inhalte der Plattform «Gesund studieren» wurden vom Institut für Mentale und Organisationale Gesundheit der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW erarbeitet. Das Ziel ist es, Studierende dabei unterstützen, gesund und gut durchs Studium zu kommen.
Gesund studieren
Kontakt
Kim Hunziker
- Telefon
- +41 62 957 24 04
- kim.hunziker@fhnw.ch



