Entwicklung von personalisierten Kennwerten zur Triageunterstützung an der Schnittstelle zwischen Psychiatrie und Menopausemedizin
Depressive Symptome treten bei Frauen während oder nach der Menopause häufig auf.
In der Praxis wird der Patient Health Questionnaire-9 (PHQ-9) häufig mit validierten Schwellenwerten für das Depressionsscreening verwendet. Bei Frauen während oder nach der Menopause ist die Interpretation erhöhter Werte jedoch schwierig, da mehrere depressive Symptome mit menopausalen Beschwerden überlappen.
Dadurch entsteht eine diagnostische Grauzone:
- Erhöhte PHQ-9-Werte können auf eine eigenständige depressive Störung hinweisen, aber auch teilweise Ausdruck menopausaler Symptomlast sein.
In diesem Projekt werden bestehende Daten genutzt, um personalisierte, klinisch interpretierbare Kennzahlen zu entwickeln. Diese ordnen depressive Symptomprofile im Kontext individueller menopausaler Symptomprofile ein.
Nach weiterer klinischer Validierung könnten solche Kennzahlen ergänzend zu PHQ-9-Summenwerten gezieltere Triage-Entscheidungen unterstützen.
Projektdetails
- Typ
- Forschungsprojekt
- Forschungsfeld
- Gesund leben
- Hochschule/Institut
- Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW / Institut für Mentale und Organisationale Gesundheit
- Partner
- Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Universitätsspital Bern Insel
Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Institut für Psychologie, Universität Bern - Förderung
- Burgergemeinde Bern
- Laufzeit
- März 2026 bis März 2027
- Leitung
- Prof. Dr. med. Petra Stute, Dr. Patric Wyss
- Mitarbeit
- Dr. med. Elena Pavicic, Prof. Dr. Thomas Berger, Prof. Dr. Michaela Knecht, Dr. Sarah Kuhn
Kontakt
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