Interview mit Michael Hermann, Miteigentümer und Geschäftsleitungsmitglied von Great Place to Work® und Dozent im CAS Talent Acquisition.
Welche Rolle spielt eine starke Unternehmenskultur für erfolgreiche Talent Acquisition?
Drehen wir die Frage einmal um: Was kann Talent Acquisition erreichen, wenn die Arbeitsplatzkultur nicht gut ist? Mit viel Aufwand oder hohen Kosten lassen sich vielleicht auch Stellen besetzen. Aber wenn neue Kolleg*innen nach kurzer Zeit merken, dass es nicht rund läuft und man sich eher im Weg steht als unterstützt, sind schnell wieder Stellen frei. Oder es sitzen frustrierte Mitarbeitende in unglücklichen Rollen fest – und weder der Zusammenhalt noch der Unternehmenserfolg kommen voran.
Woran erkennt man ein «Great Place to Work» – jenseits der Labels?
Man spürt, dass den Kolleg*innen die Arbeit und die Ergebnisse nicht egal sind. Ein guter Zusammenhalt sorgt für ein innovationsfreundliches Umfeld und Offenheit für Weiterentwicklung. Das zeigt sich darin, dass sich die Organisation schnell an neue Herausforderungen anpasst und dass Mitarbeitende wachsen können – stets am Puls der Zeit und der Entwicklungen.
Warum unterrichten Sie im CAS Talent Acquisition? Was begeistert Sie daran?
Die Kurse an der FHNW zu begleiten ist für mich immer wieder eine grosse Freude. Es macht Spass, eigene Erfahrungen weiterzugeben und mit den Teilnehmenden in den Austausch zu gehen. Wir haben Teilnehmende aus ganz unterschiedlichen Branchen und Organisationen dabei – das ermöglicht Einblicke, die man sonst nie bekommt. Und immer wieder gibt es überraschende Erkenntnisse darüber, wo was wie umgesetzt wird.
