Mit einer Abschiedsfeier verabschiedete sich die PH FHNW am Mittwoch vom Standort Solothurn. Ab dem Herbstsemester 2026 werden die Studierenden am Campus in Olten unterrichtet.

Zum Abschluss ertönte «Skyfall» von Adele, und der PH-Chor legte viel Inbrunst in die Zeilen: «This is the end …». In den 45 Minuten davor führte Christine Künzli, Leiterin des Instituts Kindergarten-/Unterstufe der PH FHNW und Standortleiterin Solothurn durch die Abschiedsfeier. Sie nahm Bezug auf eigene Erinnerungen an den Standort und verwies auf dessen lange Geschichte in der Lehrpersonenbildung, die bereits 1857 begann. In Bezug auf den Umzug nach Olten formulierte sie als Ziel: «Bewährtes mitnehmen, Neues gestalten.»
Ähnlich äusserte sich PH-Direktor Guido McCombie: «Übergänge im Leben sind prägend, und es ist gut, wenn man sich Zeit nimmt, diese aktiv zu gestalten. So feiern wir heute einen Abschied und wollen deshalb das Vergangene würdigen und gemeinsam zurückblicken. Wir wollen uns aber auch gemeinsam auf das Neue freuen.» Dass Solothurn der einzige Standort war, den die PH FHNW ganz für sich hatte. Dass habe ihn immer etwas persönlicher gemacht, so der Direktor. Er dankte der Stadt Solothurn für die langjährige Gastgeberschaft. «Es war eine Freude, hier zu sein.» Auch Guido McCombie blickte bereits nach vorne: «Auch wenn wir uns heute von Solothurn verabschieden, bleibt das Ziel dasselbe. Es bleiben die Menschen, es bleibt die Aufgabe: gemeinsam für starke Lehrpersonen, für starke Schüler*innen, für starke Schulen und somit für eine starke Gesellschaft.»

Die Solothurner Stadtpräsidentin Stefanie Ingold plauderte in ihrem Grusswort aus dem eigenen Erinnerungsnähkästchen, absolvierte sie doch von 1983 bis 1988 das damalige Lehrer- und Lehrerinnenseminar in Solothurn und kennt daher die Bedeutung der PH für die Stadt und ihre Menschen hatte aus eigener Erfahrung. «Die PH hat Generationen von Lehrpersonen geprägt, junge Menschen auf ihrem Weg begleitet und über viele Jahre das Leben unserer Stadt bereichert. Fachlich, kulturell und gesellschaftlich» Mit einem Augenzwinkern forderte sie Olten auf «der PH Sorge zu tragen» und hoffte, dass auch die Verbundenheit der PH FHNW mit Solothurn bestehen bleibt. Denn: «Gemeinsame Geschichte endet nicht mit einem Standortwechsel.»
Thomas Marbet, Stadtpräsident von Olten, nahm den Ball auf und blickte freudig in die Zukunft: «Die Stadt Olten freut sich sehr auf die PH. Die Stadt bietet den Studierenden und der ganzen Institution einen warmen Empfang und wird sich als vielfältiges und vielseitiges Regionenzentrum präsentieren.» Die PH füge sich in eine starke Bildungsstadt ein, «die wir mit verschiedenen Partnern weiter entwickeln wollen.» Der Standortwechsel sei sicher mit Wehmut verbunden, so Marbet, er eröffne aber auch neue Perspektiven und Kooperation. «Olten passt zur PH, beide sind engagiert und motiviert, letztlich auch unaufgeregt.»
Der Solothurner Bildungsdirektor Mathias Stricker hat einen vielfältigen Bezug zu diesem Ort. Er erlaubt sich, ein paar persönliche Einblicke zu geben. Dabei spannte er einen Bogen von seinen eigenen Erinnerungen an die Kanti-Zeit und seine Lehrerausbildung in Solothurn, über seine Erfahrungen als Praxislehrer bis hin zum geplanten Neubau auf dem Campus Olten. «Das ehemalige Lehrerinnen- und Lehrerseminar und die jetzige PH sind mit ihrem Innovationsgeist für die Menschen im Kanton Solothurn und für die gesellschaftliche Entwicklung unseres Kantons von grosser Bedeutung.» Daher freue er sich, dass sich auch künftig alle Beteiligten gemeinsam einsetzen «für einen der schönsten Berufe, die es gibt.»
Mit einem Apéro, einem Auftritt des Theaterlabors der PH FHNW samt Zügelkisten und einem von phkultur organisierten Konzert von «Supersiech» endete dann eine Ära – und es hallte ein Lied nach, das in der musikalischen Umrahmung durch den PH-Chor ebenfalls nicht fehlen durfte: «Für immer uf di».

Auftritt Theaterlabor der PH FHNW 
phkultur Konzert «Supersiech»
Fotos: Marc Fischer, Christian Irgl, Stanley Schwab
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