Über 1’200 eingereichte Beiträge, kreative Zugänge zu Wissen und mittendrin Studierende der PH FHNW: Auch 2026 war die Hochschule am Juryprozess des schweizweiten LernFilm Festivals beteiligt.
Das LernFilm Festival zeichnet jährlich Lernfilme von Schüler*innen aus, die komplexe Inhalte verständlich, anschaulich und oft überraschend originell vermitteln. Die Beiträge reichen von Stop-Motion-Produktionen über Legetechnik bis hin zu Realfilm und Animation – und zeigen eindrücklich, wie vielfältig Lernen mit digitalen Medien gestaltet werden kann.
Praxisnahe Juryarbeit im Studium
Im Modul «Digitale Kompetenzen Master» übernahmen Studierende der PH FHNW eine wichtige Rolle als Vorjury. Begleitet wurde ihre Arbeit von Marcel Sieber, Dozent für Medienbildung bei imedias und Jurymitglied des LernFilm Festivals. Nach einer Einführung durch das Festivalteam setzten sich die Studierenden intensiv mit den Beurteilungskriterien auseinander und bewerteten ausgewählte Filme.
Im Fokus standen dabei unter anderem Idee und Kreativität, Dramaturgie und Geschichte, Fachlicher Inhalt und Vermittlung sowie Qualität von Bild und Ton.
Die Auseinandersetzung führte zu angeregten Diskussionen: Was macht einen Lernfilm wirklich verständlich? Wann gelingt es, Inhalte motivierend und nachhaltig zu vermitteln? Welche gestalterischen Mittel sind besonders wirkungsvoll?
Einblick in schulische Medienpraxis
Für die Studierenden war die Teilnahme ein besonderes Highlight: Sie erhielten einen direkten Einblick in das mediale und kreative Schaffen von Schüler*innen aus der ganzen Schweiz. Gleichzeitig wurde sichtbar, welche fachlichen, gestalterischen und digitalen Kompetenzen beim Produzieren von Lernfilmen aufgebaut und gefördert werden.
Die Rückmeldungen aus dem Modul waren entsprechend positiv: Die Vorjurierung machte deutlich, wie Lernfilme als Medium Wissen zugänglich machen und Medienbildung konkret erlebbar wird.
Gewinn für beide Seiten
Die Zusammenarbeit bringt Mehrwert für alle Beteiligten: Das LernFilm Festival profitiert von den differenzierten Bewertungen der Studierenden, die massgeblich zur Erstellung der Shortlist beitragen. Gleichzeitig fliesst die fachliche Perspektive der PH FHNW direkt in den Juryprozess ein.
Umgekehrt gewinnt die PH FHNW wertvolle Einblicke in die schulische Praxis sowie Zugang zu einem schweizweiten Netzwerk, das kreative und digitale Lernformen sichtbar macht.
Neben den Studierenden von Marcel Sieber waren auch Studierende aus Lehrveranstaltungen von Nicolas Fahrni (ebenfalls PH FHNW) sowie der Universität St. Gallen und der Universität Bern an der Vorjurierung beteiligt. In der Hauptjury vertreten ist neben Marcel Sieber auch Cäsar Künzi von der PH FHNW.
LernFilm Festival 2026
Die Gewinnerfilme 2026 wurden am 10. Juni prämiert.
Die Ausgabe 2026 bestätigt den anhaltenden Trend: Lernfilme entwickeln sich zunehmend zu einem selbstverständlichen Bestandteil schulischer Lernkultur. Die grosse Zahl an Einreichungen und die hohe Qualität der Beiträge zeigen, wie selbstverständlich Schüler*innen heute digitale Medien nutzen, um Wissen zu erschliessen und weiterzugeben.
Die prämierten Filme zeichnen sich insbesondere durch eine gelungene Verbindung von fachlicher Präzision, kreativer Umsetzung und adressatengerechter Vermittlung aus – und setzen damit inspirierende Impulse für den Unterricht von morgen.
Kontakt

Christian Irgl
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