Das Forschungsprojekt untersucht, wie selbstreguliertes Lernen in digitalen Lernumgebungen gezielt gefördert werden kann. In zwei Teilstudien – zur Sekundarstufe und Hochschulbildung – werden gemeinsam mit Lernenden und Lehrenden innovative, adaptive Lerntechnologien entwickelt, um erfolgreiche Lehr- und Lernprozesse nachhaltig zu verbessern.
Projektdetails
- Typ
- Forschungsprojekt
- Hochschule/Institut
- Pädagogische Hochschule FHNW / Institut Sekundarstufe I und II
- Partner
- Prof. Dr Tina Hascher & Prof. Dr. Mirko Schmidt
- Förderung
- Universität Bern, Mensch in digitaler Transformation
- Volumen
- CHF 725 120
- Laufzeit
- 2023 bis Juni 2027
- Leitung
- Prof. Dr. Mathias Mejeh, Pädagogischen Hochschule FHNW
Prof. Dr. Tina Hascher, Universität Bern
Prof. Dr. Mirko Schmidt, Universität Bern - Mitarbeit
- Ismail Souri & Bernarda Letnar
Kontakt

Prof. Dr. Mathias Mejeh
- Telefon
- +41 56 202 80 73
- mathias.mejeh@fhnw.ch
Über das Projekt
Unter Verwendung eines gemischten Methodenansatzes in den Bereichen Bildungswissenschaft, Pädagogische Psychologie, Sportpädagogik und Unterrichtsgestaltung untersucht dieses Forschungsprojekt die Prozesse zur Förderung und Erleichterung selbstregulierter Lernkompetenzen durch adaptive Lerntechnologie. Beide Teilstudien setzen adaptive Lernanwendungen ein – „studybuddy“ für Schüler der Sekundarstufe und „SwimMap“ für Studierende – um die Selbstregulierungsfähigkeiten der Lernenden zu verstehen, zu bewerten und zu fördern. Basierend auf diesem evidenzbasierten Praxisansatz werden interessierten Akteuren handlungsorientierte Leitlinien zur Förderung des selbstregulierten Lernens mit adaptiver Lerntechnologie und zur digitalen Transformation in den beiden Bildungsumgebungen zur Verfügung gestellt.
Hintergrund
Angesichts der Herausforderungen durch Globalisierung und Digitalisierung sind Bildungseinrichtungen aufgefordert, Lernumgebungen neu zu gestalten und innovativ zu gestalten, um lebenslanges Lernen zu fördern. Selbstreguliertes Lernen – das kognitive, metakognitive, motivationale sowie emotionale/affektive Fähigkeiten umfasst – gilt als unverzichtbar, damit sich der Einzelne im digitalen Zeitalter entfalten kann. Darüber hinaus unterstreicht das Aufkommen von Lernanalytik und Bildungsdatenauswertung die Bedeutung der Nutzung datengestützter Erkenntnisse zur Optimierung von Lehr- und Lernprozessen in digitalen Kontexten. Vor diesem Hintergrund gibt es gemeinsame Bestrebungen in der Bildungstechnologie und -forschung, die sinnvolle Integration fortschrittlicher Technologien in adaptive Lernplattformen voranzutreiben, mit dem Ziel, digitale Lernumgebungen zu schaffen, die die selbstregulierten Lernfähigkeiten der Lernenden fördern. Im Einklang mit diesen gemeinsamen Bemühungen (1) führen wir einen iterativen Design- und Testprozess durch, der darauf abzielt, unsere Lernanwendungen „studybuddy“ und „SwimMap“ weiter zu verbessern, um sie effektiv an den Prinzipien des selbstregulierten Lernens auszurichten und ein hohes Maß an Adaptivität zu erreichen; (2) identifizieren wir Faktoren, die das selbstregulierte Lernen verschiedener Lernender auf unterschiedlichen Bildungsstufen beeinflussen, und untersuchen, wie sich diese verändern; und (3) analysieren wir, wie digitale Lernumgebungen gestaltet und in der Lehr- und Lernpraxis eingesetzt werden müssen, um selbstreguliertes Lernen nachhaltig zu fördern.
Ziel
Das übergeordnete Ziel dieses Forschungsprojekts besteht darin, die Förderung und Erleichterung des selbstregulierten Lernens in digitalen Lernumgebungen zu untersuchen. Durch eine umfassende Untersuchung unter Einbeziehung theoretischer Rahmenkonzepte und empirischer Analysen zielt das Projekt darauf ab, die für ein effektives selbstreguliertes Lernen notwendigen Bedingungen zu ermitteln und die Lehr- und Lernpraktiken durch den Einsatz adaptiver Lerntechnologien (studybuddy und SwimMap) zu verbessern. Konkret verfolgt das Projekt die folgenden Zielsetzungen:
- Untersuchung der Prozesse zur Förderung selbstregulierter Lernkompetenzen durch adaptive Lerntechnologien sowohl im Sekundar- als auch im Tertiärbereich.
- Einsatz gemischter Methoden zur Bewertung und Verbesserung der selbstregulierenden Fähigkeiten, Prozesse und Verhaltensweisen von Lernenden sowie zur Erforschung, wie diese Fähigkeiten von Lehrkräften in digitalen Lernumgebungen gefördert werden können.
- Entwicklung evidenzbasierter Leitlinien zur Förderung des selbstregulierten Lernens mit adaptiven Lerntechnologien, um einen Beitrag zu den Bemühungen um die digitale Transformation im Bildungswesen zu leisten.
Bedeutung
Dieses Forschungsprojekt zum selbstregulierten Lernen in digitalen Lernkontexten birgt erhebliches Potenzial. Durch umfassende Analysen und gemischte Methoden entwickeln wir umsetzbare Empfehlungen und evidenzbasierte Leitlinien zur Förderung des selbstregulierten Lernens mit adaptiven Lernanwendungen. Die Ergebnisse unseres Projekts fließen in die Lehr- und Lernpraxis ein und tragen zudem zu umfassenderen Initiativen zur digitalen Transformation im Bildungswesen insgesamt bei. Durch die Bereitstellung wesentlicher Erkenntnisse und grundlegender Kenntnisse zielt das Projekt darauf ab, das Verständnis und die Förderung des selbstregulierten Lernens in allen Bildungskontexten voranzutreiben, verbesserte Lernergebnisse zu erzielen und Lehrkräfte zu befähigen, im digitalen Zeitalter erfolgreich zu sein.

studybuddy
Projektbeschrieb des Instituts für Erziehungswissenschaft