Die Professur befasst sich mit zentralen Fragen der Bildung: Wie lassen sich Bildungsprozesse fundiert gestalten? Welche Ziele sollen Bildung leiten? Und was macht guten, bildungsrelevanten Unterricht aus – auch im Hinblick auf die Professionalisierung von Lehrpersonen im Zyklus 1+? Diese Fragen prägen die Arbeit der Professur in Lehre, Forschung und Entwicklung sowie in der Weiterbildung. Sie werden in mehreren miteinander verbundenen Arbeitsgebieten aufgegriffen.
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Arbeitsgebiet
Themenfeld Unterrichten im Zyklus 1
Das Themenfeld «Unterrichten im Zyklus 1» befasst sich mit der Frage, wie bildungsrelevanter Unterricht im Kindergarten und in der Unterstufe gestaltet werden kann. Im Fokus stehen stufenspezifische Unterrichtssettings, die an der Lebenswelt, den Erfahrungen und den Erkenntnismöglichkeiten der Kinder ansetzen und zugleich auf späteren Fachunterricht vorbereiten.
Untersucht werden beispielsweise das Zusammenspiel fachlicher, fachunspezifischer und fächerverbindender Zugänge, die Rolle der pädagogischen Beziehung sowie die Perspektiven zentraler schulischer Akteur:innen. Auch Fragen zu Übergängen im Zyklus 1 und zur schulischen Entwicklung – etwa im Kontext des Lehrplans 21 – sind Teil dieses Themenfelds.

Leitfaden Zusammen - Zukunft - Zyklus 1
Kontakt: Stefanie Gysin
Themenfeld Philosophieren mit Kindern
Innerhalb der Professur verantwortet die Fachstelle Philosophieren mit Kindern die Bearbeitung des Themenfelds in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Aus- und Weiterbildung sowie Medienstelle und Beratung. Ziel ist es, durch diese Tätigkeiten zur Verbreitung und Etablierung einer qualitativ hochstehenden Praxis des Philosophierens mit Kindern in Deutschschweizer Kindergärten und Primarschulen beizutragen.
Mit der Einführung des Lehrplans 21 wird die Förderung und Stärkung von philosophischer Reflexionskompetenz zum verbindlichen Lehr- und Lernziel im Kindergarten und in der Primarschule. Dementsprechend ermöglichen didaktische Konzepte zum Philosophieren mit Kindern eine gesprächsorientierte Unterrichtspraxis, die Kinder beim eigenständigen Nachdenken über grundlegende Sinn- und Wertfragen wie auch in ihrer Dialogfähigkeit fördern und unterstützen will.

Fachstelle Philosophieren mit Kindern
Themenfeld Transversales Unterrichten und Interdisziplinarität
Jedes Fach oder jede Disziplin eröffnet eigene Zugänge zur Welt. Bildung bedeutet, diese Perspektiven zu erkennen, kritisch zu reflektieren und sinnvoll miteinander zu verbinden. Das Themenfeld untersucht, wie Bildungsprozesse gestaltet werden können, die genau dies ermöglichen – im Unterricht und darüber hinaus.
Untersucht wird, wie Unterricht gestaltet werden kann, der unterschiedliche Perspektiven – fachliche, überfachliche, ergebnisorientierte oder nicht-ergebnisorientierte – miteinander verbindet. Wir nennen Unterricht, der diese Parameter nicht additiv sondern «quer» verbindet, transversal (lat. transversus = quer verlaufend). Das Konzept des «Transversalen Unterrichtens» zeigt, wie Lehrpersonen die Parameter gezielt einsetzen, um kompetenz- und entwicklungsorientiertes Lernen zu ermöglichen.
Gemeinsam mit Lehrpersonen und Studierenden entstehen praxisnahe Unterrichtsbeispiele, die erprobt, dokumentiert und weiterentwickelt werden. Sie fliessen sowohl in die Ausbildung von Studierenden als auch in Weiterbildungsangebote für Lehrpersonen ein.

MusterBILDung
Das Themenfeld richtet den Blick auch über den Unterricht hinaus: Es untersucht, wie unterschiedliche Wissenschaften und Praxisfelder gelingend zusammenarbeiten können. Es werden neue Wege entwickelt und erprobt, wie verschiedene Akteur:innen im Bildungsbereich miteinander lernen, sich austauschen und gemeinsam an komplexen Fragestellungen arbeiten können.

Der Denkraum und das Denkraum-Kit
Kontakt: Stefanie Gysin
Themenfeld Bildung im Kontext einer Nachhaltigen Entwicklung
Das Themenfeld befasst sich aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive mit Bildung im Kontext einer Nachhaltigen Entwicklung.
- Welche Bedeutung hat Nachhaltige Entwicklung für Bildungsprozesse – und welche Aufgaben kann, soll und darf die Schule dabei übernehmen?
- Wer entscheidet, welche Nachhaltigkeits-Themen im Unterricht wichtig sind?
- Lernen Kinder, sich selbst eine Meinung zu bilden – oder nur das zu denken, was vorgegeben ist?
- Verlangt BNE von Lernenden, ihr eigenes Leben aktiv zu verändern?
Mit solchen Fragen befasst sich das Themenfeld Bildung im Kontext Nachhaltiger Entwicklung an der Professur. Der Blick richtet sich dabei auf erziehungswissenschaftliche Perspektiven und besonders auf die Möglichkeiten fächerübergreifenden Unterrichts.
Es entstehen sowohl Forschungsprojekte als auch praxisorientierte und transdisziplinäre Entwicklungsprojekte. Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung (BNE) fliesst zudem in die Ausbildung der Studierenden und in die Weiterbildungsangebote der PH FHNW ein.

Schritt für Schritt zu BNE

BNE und Kunstvermittlung
Kontakt: Christine Bänninger

