In der Professur gehen wir der Frage nach, wie im Zyklus 1 Sachunterricht gelernt und gelehrt wird und auch weiterentwickelt werden kann. Perspektivenverbindung im Sachunterricht und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) sind zwei zentrale Themenfelder der Professur. Fragen nach der Gestaltung von sachunterrichtlichen und BNE Bildungsprozessen sowie der Ausbildung von professioneller Handlungskompetenz bei angehenden Lehrpersonen stehen dabei im Vordergrund.
Der Sachunterricht zeichnet sich wie kein anderer Fachbereich durch seine Vielperspektivität aus und zieht Inhalte sowie Denk- und Arbeitsweisen verschiedener Bezugswissenschaften ein. Die zentrale Idee des Sachunterrichts geht jedoch über den Einbezug mehrerer disziplinärer Perspektiven hinaus und zeigt sich in der Verbindung dieser Perspektiven im Rahmen von perspektivenverbindenden Themenbereichen.
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Perspektivenintegration im Sachunterricht
Der Sachunterricht bzw. NMG-Unterricht soll einen Beitrag leisten, die Strukturen der Lebenswelt der Kinder durchschaubar und für die Schülerinnen und Schüler beurteil- und bearbeitbar zu machen.
Der NMG-Unterricht spielt eine zentrale Rolle darin, reiche Wahrnehmungen zu ermöglichen, neue Deutungsräume zu entwickeln, diese zu erweitern und damit auch Sachverhalte in den Blick zu nehmen, die der konkreten Erfahrung verschlossen sind. Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, sich in gegenwärtigen und zukünftigen Lebenssituationen zu orientieren, sich in Bereichen der Lebensgestaltung verbindliche Regeln für das eigene Handeln zu geben und dieses zu verantworten.
Ein solches Urteilen und Handeln verlangt unter anderem die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen mit Hilfe von Methoden, Denkweisen und Wissen aus verschiedenen Bezugsdisziplinen des Sachunterrichts und das diesbezügliche Erschliessen von Zusammenhängen.
Erforderlich ist also ein NMG-Unterricht, der an disziplinären Perspektiven ausgerichtet ist und Perspektiven integriert. Im Themenfeld «Perspektivenintegration im Sachunterricht» wird die Frage bearbeitet, wie das Verbinden von disziplinären Perspektiven und Akteurperspektiven im Unterricht gelingen kann.
Aus dem Themenfeld
Der Sachunterricht im Zyklus 1
Der Fachbereich NMG/Sachunterricht hat nicht zuletzt mit der Umsetzung des Lehrplans 21 im Zyklus 1 allgemein und besonders auf Kindergartenstufe an Bedeutung gewonnen. Dabei ist zentral, dass das Anliegen der Vielperspektivität, der Perspektivenverbindung und die Spezifika des Unterrichts im Zyklus 1 berücksichtig werden. Im Themenfeld steht deshalb das Anliegen im Vordergrund, den Fachbereich NMG stärker als bisher vom Unterricht im Zyklus 1 her zu denken und weiterzuentwickeln.
Durch Unterrichtsumgebungen können lebensweltlich und gesellschaftlich relevante Themen im Zyklus 1 gezielt an die Schülerinnen und Schüler herangetragen und mit ihnen systematisch erarbeitet werden. Der NMG-Unterricht ermöglicht, ausgehend von einer übergeordneten Fragestellung, den Einbezug verschiedener disziplinärer und Akteur-Perspektiven. Auch andere Fach- sowie Entwicklungsbereiche können darauf bezogen werden, so dass durch die Verbindungen in allen beteiligten Bereichen ein Kompetenzzuwachs möglich wird.
Ausgehend von solchen NMG-Unterrichtsumgebungen werden Grund- und Vertiefungsangebote geschaffen, welche den Lernenden in der Eigenzeit zur Verfügung stehen. Durch die Begleitung und Anregung kindlicher Lernprozesse in ergebnisoffenen Settings erfolgt eine Vertiefung im entsprechenden NMG-Thema der Unterrichtsumgebung und individuelle Vorhaben können umgesetzt werden.
Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Projekte und Aktivitäten im Themenfeld befassen sich aus sachunterrichtlicher Sicht mit Fragen zu Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE).
Welche Bedeutung hat BNE für den Sachunterricht? Wie kann vernetzendes Lernen und Partizipationsorientierung im Sachunterricht mit Schwerpunkt BNE gelingen? Diesen und zahlreichen anderen Fragen widmet sich das Themenfeld Bildung für Nachhaltige Entwicklung der Professur, und dies aus der Perspektive des Sachunterrichts.
Im Themenfeld werden Forschungsprojekte wie auch anwendungsorientierte und transdisziplinäre Entwicklungsprojekte bearbeitet. BNE ist zudem auch in die Ausbildung der Studierenden und in die Weiterbildungen der PH FHNW integriert.
Zum BNE-Garten-Labor
Was heisst NE und BNE überhaupt

NE bezeichnet eine Entwicklung, welche die Bedürfnisse jetzt lebender Menschen befriedigt, ohne die Möglichkeiten künftiger Generation zu gefährden. Bildung ist zur Umsetzung dieser Idee von grosser Wichtigkeit und auf unterschiedlichen Ebenen angesprochen. BNE ist aus diesem Grunde auch im Lehrplan 21 verankert. Ziel einer BNE ist es, Menschen zu befähigen, sich mit der Komplexität der Welt und deren ökonomischen, ökologischen und soziokulturellen Entwicklungen auseinanderzusetzen. Sie sollen Vernetzungen und Zusammenhänge erfassen und verstehen und befähigt werden, sich an der Gestaltung einer (nachhaltigen) Zukunft zu beteiligen.
BNE Projekte
Hier finden Sie Informationen zu ausgewählten BNE-Projekten. Eine Übersicht über alle Projekte finden Sie auf der Seite «Projekte und Publikationen».
BNE-Modell Schulhausareal
Im Rahmen des Projekts entsteht in einem iterativen Prozess – bestehend aus einem Workshop und vertiefenden Fachgesprächen mit Expert:innen – ein praxisnahes Unterstützungsangebot in Form eines Prototyps. Dieser umfasst:
- ein 4x4-Kartenset
- eine begleitende Anleitung zur Anwendung des Kartensets
- ein Beratungs- und Begleitangebot für Schulen und Gemeinden
Ziel ist es, verschiedene Akteursgruppen aus Schule, Bevölkerung und Gemeinde dabei zu unterstützen, das Schulhausareal gemeinsam und partizipativ zu einem vielfältigen Lern-, Lebens- und Begegnungsort im Sinne einer Nachhaltigen Entwicklung (NE) zu gestalten und langfristig zu etablieren. Der Prototyp zeigt konkret auf, wie Schulen BNE im Unterricht mit realen Partizipationserfahrungen verknüpfen können – etwa indem Kinder und Jugendliche aktiv in die Gestaltung ihres Schulhausareals eingebunden werden.
Die Umsetzung basiert auf einer engen Kooperation zwischen Bildungs- und Gemeindeverwaltung. Für das Beratungs- und Begleitangebot bringen sowohl die Pädagogische Hochschule (über den Bereich Weiterbildung & Beratung) als auch Fachpersonen der kantonalen Pro Senectute Organisationen (über die Gemeinwesenarbeit) ihre Expertise ein.
Ab Sommer 2025 wird der Prototyp an zwei Pilotschulen getestet, überarbeitet und auf Grundlage der Praxiserfahrungen weiterentwickelt. Die finale Version wird im Zeitraum Frühjahr bis Sommer 2026 veröffentlicht.
Garten bildet: BNE und Kunstvermittlung im Dialog
Im Kontext einer Nachhaltigen Entwicklung (NE) ist festzustellen, dass die Frage, wie wollen wir in Zukunft leben bzw. was ist ein gutes Leben für alle, oftmals sehr rational bearbeitet wird und die kulturelle Perspektive, die Konventionen und gewohnte Sichtweisen hinterfragen und irritieren kann, meist ausgeblendet wird. Ziel des Projektes ist es daher, Möglichkeiten auszuloten und zur Verfügung zu stellen, wie Schülerinnen und Schüler auf aktiv handelnde, lustvolle und innovative Weise neue Denkmöglichkeiten und Handlungsoptionen in relevanten Themengebieten einer NE kennenlernen und sich entsprechend in den Themenfeldern eigene fundierte Positionen und Haltungen aufbauen können. Im Zusammenspiel von BNE und Kunstvermittlung werden dazu innovative Gartenprojekte, sogenannte Realexperimente, realisiert. Mehr zu den Realexperimenten
Laborversuch Schulgarten
Schulhausareale und -gärten erweitern den Lebens- und Lernraum von Schülerinnen und Schülern und spielen eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit den Zielabsichten der Nachhaltigen Entwicklung sowie im Besonderen der gesundheitsförderlichen Ausrichtung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (vgl. dazu den Lehrplan 21). Inwieweit der zielgerichtete Einbezug von Schulhausarealen und -gärten in Bildungskonzepten der Schulen einen Einfluss auf das Bewegungsverhalten von Schülerinnen und Schüler hat, steht im Zentrum dieses Versuchs. Hierbei wird von einem breiten Verständnis von Bewegung ausgegangen, bei dem gartenbezogene Tätigkeiten als instrumentelle sowie als motivationale Aspekte betrachtet werden.
Der Laborversuch «Schulgarten» erarbeitet in einem dreistufigen Verfahren, wie eine Primarschule das Areal zu einem Lern- und Bewegungsort in Verbindung zu den Natur- und Grünflächen entwickeln kann und welche physischen Aktivitäten auf diesem stattfinden können. Die Umsetzung findet im Zeitraum von September 2022 bis Juli 2023 in vier Schulen in den Kantonen Aargau und Solothurn statt.
Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sport statt.
Zur Projektseite
BNE - einfach gut geplant
Mit «BNE – einfach gut geplant» wird ein Instrument entwickelt und erstellt, mittels dessen Lehrpersonen auf einfache Art und Weise Unterricht im Sinn von BNE planen und/oder bestehende Unterrichtseinheiten Richtung BNE ausrichten können. Zur Illustration dieses Planungsinstrumentes werden zwei «Themenhefte light» (Arbeitstitel) erstellt. Jedes dieser Themenhefte light ist einem anderen Thema gewidmet und zeigt exemplarisch, wie das Planungsinstrument eingesetzt werden kann. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit éducation21 durchgeführt. Zur Projektseite
BNE für die Praxis
Bereits ab Kindergarten- und Unterstufe können Kinder lernen, sich an der Mit- und Ausgestaltung einer NE zu beteiligen. Für den BNE-Unterricht aller Stufen ist es wichtig, den Lernenden komplexe Unterrichtsinhalte zuzumuten. Es geht darum, die Lernenden zu befähigen, zu fundierten Positionen zu gelangen und aktiv bei der Lösungsfindung mitzuwirken. Teilkompetenzen werden in Form von Lernzielen konkretisiert und auf die Schulstufe und das gewählte Thema ausdifferenziert. Zentral ist, dass das Thema für die Kinder bedeutsam ist und eine komplexe, positiv formulierte Fragestellung ermöglicht, die aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden kann und Zusammenhänge und Abhängigkeiten erkennen lässt. Es eignen sich u.a. Themen im Bereich Gesundheit, Mobilität, Konsum, Ernährung, Gerechtigkeit u.v.m.
BNE in der Weiterbildung
Als Professur für interdisziplinären Unterricht und Bildungstheorien liegt ein Schwerpunkt der Arbeit in der Professur auf dem fächerübergreifenden Unterricht. BNE stellt ein Bildungskonzept dar, das fächerübergreifend umgesetzt wird. Es ist darum nicht erstaunlich, dass in der Professur ein eigenes Lehrmittel, die Reihe «Querblicke» (www.querblicke.ch), entwickelt worden ist. Mit dem Hintergrund dieser Entwicklungserfahrung werden Weiterbildungskurse für die Zyklen 1 und 2 der Volksschule angeboten. Diese Kurse richten sich sowohl an Einsteigerinnen und Einsteiger in eine BNE wie an Lehrpersonen, die bereits BNE unterrichten und in ihrer Praxis begleitet werden möchten. Diese Kurse können sowohl als schulhausinterne Weiterbildungen als auch als kursorischen Angebot gebucht werden. Im kursorischen Angebot finden sich zudem Kurse für Lehrpersonen, die sich ganz direkt mit einer BNE im Schulgarten auseinandersetzen möchten.
Die aktuellen kursorischen Angebote finden Sie im Kursprogramm der PH FHNW.
Informationen zu schulinternen Weiterbildungen finden Sie hier.
Projekte
Hochschulübergreifende Kooperation für eine zukunftsfähige Lehrer:innenbildung – BNE weiterentwickeln, Studienfächer vernetzen, Bildung als Anliegen stärken
Das von swissuniversities unterstützte Projekt vernetzt Schweizer Hochschulen, die Lehrpersonen ausbilden, und stärkt eine Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) durch innovative, transformative Ausbildungswege. Von den 18 beteiligten Institutionen werden fünf Teilprojekte umgesetzt, die unterschiedliche Aspekte der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrpersonen in den Blick nehmen.
BNE-Modell Schulhausareal
Im Rahmen des Projekts entsteht in einem iterativen Prozess – bestehend aus einem Workshop und vertiefenden Fachgesprächen mit Expert:innen – ein praxisnahes Unterstützungsangebot in Form eines Prototyps. Dieser umfasst:
- ein 4x4-Kartenset
- eine begleitende Anleitung zur Anwendung des Kartensets
- ein Beratungs- und Begleitangebot für Schulen und Gemeinden
Ziel ist es, verschiedene Akteursgruppen aus Schule, Bevölkerung und Gemeinde dabei zu unterstützen, das Schulhausareal gemeinsam und partizipativ zu einem vielfältigen Lern-, Lebens- und Begegnungsort im Sinne einer Nachhaltigen Entwicklung (NE) zu gestalten und langfristig zu etablieren. Der Prototyp zeigt konkret auf, wie Schulen BNE im Unterricht mit realen Partizipationserfahrungen verknüpfen können – etwa indem Kinder und Jugendliche aktiv in die Gestaltung ihres Schulhausareals eingebunden werden. Die Umsetzung basiert auf einer engen Kooperation zwischen Bildungs- und Gemeindeverwaltung. Für das Beratungs- und Begleitangebot bringen sowohl die Pädagogische Hochschule (über den Bereich Weiterbildung & Beratung) als auch Fachpersonen der kantonalen Pro Senectute Organisationen (über die Gemeinwesenarbeit) ihre Expertise ein. Ab Sommer 2025 wird der Prototyp an zwei Pilotschulen getestet, überarbeitet und auf Grundlage der Praxiserfahrungen weiterentwickelt. Die finale Version wird im Zeitraum Frühjahr bis Sommer 2026 veröffentlicht.
Gärten für Kinder 2.0
Zwischen 1980 und 2003 entstanden im Raum Solothurn an 18 Schulen – sowie an weiteren Standorten im deutschsprachigen Raum – sogenannte „Gärten für Kinder“. Diese grossflächigen und naturnahen Spiel- und Erlebnisräume verzichten bewusst auf klassische Spielgeräte und ermöglichen Kindern ein freies, kreatives Spiel in der Natur. Über die vergangenen Jahrzehnte haben sich viele dieser Gärten jedoch stark verändert: Artenvielfalt, Strukturen wie Heckengürtel und naturnahe Spielflächen sind an vielen Orten zurückgegangen. Einige Gärten sind in ihrer ursprünglichen Form gefährdet – obwohl sie aus pädagogischer, ökologischer und sozio-kultureller Perspektive grosses Potenzial bieten, insbesondere auch zur Minderung von Hitzeinseln. Das Projektteam – bestehend aus Fachpersonen der PH FHNW, der ZHAW Wädenswil und Bioterra – nimmt eine Analyse ausgewählter Gärten aus dem Solothurner Bestand vor. Auf dieser Grundlage werden das ursprüngliche Konzept auf Basis aktueller pädagogischer und ökologischer Erkenntnisse und Anforderungen weiterentwickelt sowie praxisnahe Empfehlungen für Fachpersonen Pflege/Unterhalt und Lehrpersonen erarbeitet. Basierend auf dem erweiterten Konzept 2.0 werden anschliessend an drei Schulen/Gemeinden neue Natur-(Spiel)Gärten geplant und realisiert – beziehungsweise in drei Schulen bestehende Gärten gezielt aufgewertet.
Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet. Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen direkt in die Weiterentwicklung des Konzepts 2.0 ein.
Die Laufdauer des Projekts ist von Februar 2025 bis April 2027
BildungsSortengarten
In einem sprachregionenübergreifenden Bildungsprojekt entwickeln sechs Schulen mit bestehendem Schulgarten – aus der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin – gemeinsam mit Fachpersonen der PH FHNW, der HEP BEJUNE, der SUPSI sowie Pro Specie Rara ein Modellprojekt mit hoher Ausstrahlungskraft. Zentrales Element ist die Einrichtung einer Vernetzungsplattform „Bildungs-Sortengarten“, über die die beteiligten Schulen als sogenannte „Sorten-Hüterinnen“ Verantwortung für jeweils eine ausgewählte Gemüse-, Beeren- oder Obstsorte übernehmen – von der Kultivierung über die Vermehrung bis zur Dokumentation. Drei Zielgruppen stehen im Fokus: Schulklassen aus allen drei Sprachregionen, Lehrpersonen und die breite Öffentlichkeit. Das Projekt bietet einen vielfältigen Zugang zur genetischen und kulturellen Vielfalt von Kulturpflanzen. Neben der biologischen Diversität rücken auch gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Fragestellungen ins Zentrum. Die Inhalte eignen sich in idealer Weise, um Fragen einer Nachhaltigen Entwicklung im Unterricht aufzugreifen und sich mit konkreten Handlungsszenarien zu beschäftigen.
Die Projektumsetzung läuft von März 2025 bis März 2027.
Abgeschlossene Projekte
Garten bildet: BNE und Kunstvermittlung im Dialog
Im Kontext einer Nachhaltigen Entwicklung (NE) ist festzustellen, dass die Frage, wie wollen wir in Zukunft leben bzw. was ist ein gutes Leben für alle, oftmals sehr rational bearbeitet wird und die kulturelle Perspektive, die Konventionen und gewohnte Sichtweisen hinterfragen und irritieren kann, meist ausgeblendet wird. Ziel des Projektes ist es daher, Möglichkeiten auszuloten und zur Verfügung zu stellen, wie Schülerinnen und Schüler auf aktiv handelnde, lustvolle und innovative Weise neue Denkmöglichkeiten und Handlungsoptionen in relevanten Themengebieten einer NE kennenlernen und sich entsprechend in den Themenfeldern eigene fundierte Positionen und Haltungen aufbauen können. Im Zusammenspiel von BNE und Kunstvermittlung werden dazu innovative Gartenprojekte, sogenannte Realexperimente, realisiert. Zur Projektseite
Laborversuch Schulgarten
Schulhausareale und -gärten erweitern den Lebens- und Lernraum von Schülerinnen und Schülern und spielen eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit den Zielabsichten der Nachhaltigen Entwicklung sowie im Besonderen der gesundheitsförderlichen Ausrichtung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (vgl. dazu den Lehrplan 21). Inwieweit der zielgerichtete Einbezug von Schulhausarealen und -gärten in Bildungskonzepten der Schulen einen Einfluss auf das Bewegungsverhalten von Schülerinnen und Schüler hat, steht im Zentrum dieses Versuchs. Hierbei wird von einem breiten Verständnis von Bewegung ausgegangen, bei dem gartenbezogene Tätigkeiten als instrumentelle sowie als motivationale Aspekte betrachtet werden.
Der Laborversuch «Schulgarten» erarbeitet in einem dreistufigen Verfahren, wie eine Primarschule das Areal zu einem Lern- und Bewegungsort in Verbindung zu den Natur- und Grünflächen entwickeln kann und welche physischen Aktivitäten auf diesem stattfinden können. Die Umsetzung findet im Zeitraum von September 2022 bis Juli 2023 in vier Schulen in den Kantonen Aargau und Solothurn statt.
Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sport statt.
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Schulhausareal Agenda 2030
Das Team der Fachstelle «Lernorte in der Schulhausumgebung» der PH FHNW geht mit dem Projekt der Frage nach, wie Schulen und Quartiere bzw. Gemeinden gemeinsam das Schulhausareal als partizipativen Lern- und Lebensort für eine Nachhaltige Entwicklung und eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung gestalten und langfristig etablieren können.
Eine erste Projektumsetzungsphase fand in den Schulen Rank in Mümliswil SO und St. Karli Stadt Luzern im Zeitraum von Mai 2021 bis November 2022 statt. Die Evaluation läuft bis März 2023. Weitere Umsetzungen ab Sommer 2023 sind in Abklärung.
BNE - einfach gut geplant
Mit «BNE – einfach gut geplant» wird ein Instrument entwickelt und erstellt, mittels dessen Lehrpersonen auf einfache Art und Weise Unterricht im Sinn von BNE planen und/oder bestehende Unterrichtseinheiten Richtung BNE ausrichten können. Zur Illustration dieses Planungsinstrumentes werden zwei «Themenhefte light» (Arbeitstitel) erstellt. Jedes dieser Themenhefte light ist einem anderen Thema gewidmet und zeigt exemplarisch, wie das Planungsinstrument eingesetzt werden kann. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit éducation21 durchgeführt. Zur Projektseite
Mehr Diskurs im Kurs
Im Projekt werden verschiedene Methoden entwickelt, wie Diskussionen gehaltvoll in Seminare eingebaut und die diskursiven Fähigkeiten der Studierenden gefördert werden können. Zur Projektseite

