Die Entwicklungspsychologie befasst sich mit dem Beschreiben, Erklären und Prognostizieren menschlichen Erlebens und Verhaltens. Im Fokus liegen dabei insbesondere die Veränderungen im Erleben und Verhalten über die Lebensspanne.
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Leitung
Assistenz
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Arbeitsgebiet
Die Professur ist für die Ausbildung der Lehrpersonen der Vorschul- und Unterstufe am Institut IVU und für die Ausbildung der Primarlehrpersonen am Institut Primarstufe zuständig.
Entwicklungsmodelle
Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Entwicklungsmodellen schafft für angehende Lehrerinnen und Lehrer erstens eine Basis, um verschiedene Entwicklungsbegriffe und zentrale Denkansätze der Entwicklungspsychologie kennenzulernen. Dabei liegt der Fokus der Lehrveranstaltungen bei der Frage, wie sich die Kompetenzen der Heranwachsenden beim Erleben, Handeln und Verhalten im Verlaufe der Zeit verändern.
Entwicklungsmechanismen
Zweitens legen wir in den Lehrveranstaltungen Wert darauf, dass die Studierenden mit dem aktuellen Wissensstand in Bezug auf die Entwicklungsmechanismen konfrontiert werden. Nicht die bekannte Debatte um Anlage oder Umwelt wird unsere Lehrveranstaltungen dominieren, sondern die Chancen und Risiken der Transaktionen zwischen Individuum und Umwelt.
Entwicklungsdiagnostik
Drittens gehört die Entwicklungsdiagnostik als Teilgebiet der angewandten Entwicklungspsychologie zu unserem Lehrangebot. Die Entwicklungsdiagnostik verfolgt das Ziel, prognostisch relevante Verhaltensaspekte zu identifizieren und Entwicklungsrisiken und Entwicklungschancen früh zu erkennen. Die Studierenden lernen deshalb wichtige Methoden der Entwicklungsdiagnostik kennen wie Verhaltensbeobachtung, Befragung von Bezugspersonen, Filterfunktion von entwicklungspsychologischen Screenings und sie erkennen, in welchen Situationen die interdisziplinäre Zusammenarbeit nötig ist.
Forschungsschwerpunkt
Im Forschungsschwerpunkt befasst sich die Professur aktuell mit der Frage, ob Primarschüler*innen im naturwissenschaftlichen Unterricht von virtueller Realität profitieren können.
Lehre
In der Lehre verfolgt das Team der Professur Entwicklungspsychologie folgende Ziele:
- Studierenden vertiefte Kenntnisse zentraler entwicklungspsychologischer Aspekte des kindlichen Erlebens und Verhaltens vermitteln, sie dazu befähigen kindliches Erleben und Verhalten mit fachspezifischen Begriffen zu beschreiben und anhand theoretischer Konzepte in einen sinnstiftenden Erklärungszusammenhang zu stellen und dieses Grundlagenwissens in direkten Bezug zum schulischen Umfeld stellen zu können.
- ein Grundlagenverständnis für wissenschaftliches Arbeiten und wissenschaftliche Gütekriterien vermitteln, um Studierende dazu zu befähigen, sich kritisch und konstruktiv mit entwicklungspsychologischen Themen und Arbeiten auseinander zu setzen und einen kreativen Sinn für vielfältige Anwendungsmöglichkeiten zu entwickeln.
- den Studierenden den Transfer in den Berufsalltag möglichst nahtlos zu ermöglichen. Sie dazu befähigen, im Schulalltag angetroffene Abläufe, Prozesse und Zusammenhänge aus entwicklungspsychologischer Perspektive beschreiben, interpretieren und erklären zu können, und dies aktiv und kreativ zur Gestaltung von Schule und Unterricht auf der Primarstufe nutzen zu können. Ziel soll es sein, vielschichtiges entwicklungspsychologisches Orientierungswissen als Werkzeug zur Situationsanalyse und Ursachenklärung sowie zum Entwerfen und kritischen Evaluieren von Anwendungsmöglichkeiten in vielfältigen Bereichen der schulischen Praxis nutzen zu können.
Folgende Kompetenzziele sind uns dabei besonders wichtig:
Die Studierenden
- können eine unterstützende Beziehung zu Schülerinnen und Schülern aufbauen.
- verstehen Schülerinnen und Schüler im Kontext der altersspezifischen Entwicklung und können sie angemessen unterstützen.
- können Lernprozesse optimal anregen und begleiten.
- können Lehrmittel und -methoden kritisch evaluieren, auswählen und angemessen einsetzen.
- können sozialdynamische Zusammenhänge der sozialen Gruppendynamik und Peerbeziehungen erkennen und steuern.
- können kompetent mit Individualität und Heterogenität im Schulalltag umgehen.
