Die Professur leistet Lehre, Fortbildung und Entwicklung für den Aufbau und die Stärkung beruflicher Handlungs- und Reflexionskompetenzen in dynamischen und interprofessionellen Arbeitsfeldern. Sie besteht selbst aus einem multiprofessionellen Team.
Arbeitsgebiet
Die Professur Berufspraktische Studien und Professionalisierung am Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie der PH FHNW verantwortet in der Lehre die Berufspraktischen Studien in den Studiengängen Logopädie und Sonderpädagogik einschl. Praktika, Reflexionsseminaren, Mentoraten sowie Module zu den Berufsfeldern, die Module der Vertiefungsrichtung Heilpädagogische Früherziehung, die Module im Themenbereich Beratung, Coaching und Performativität im Studienbereich Inklusionspädagogische Vertiefung sowie Module zu Berufspraxis sowie Beratung im Studienprogramm Schwerpunkt Sonderpädagogik auf Sekundarstufe 1. Die Professur entwickelt und gestaltet praktikumsbegleitende Formate und Methoden reflexiven Arbeitens. Sie leistet Netzwerkarbeit mit allen Professionsfeldern, erbringt Weiterbildungen und qualifiziert Praktikumsleitende und Praxiscoaches. Auch in drittmittelgestützten Entwicklungsprojekten bringt sie Lernorte zusammen und gibt Impulse für Studium und Praxis.
Projekte

Sprachendiversität qualifiziert
Das Projekt verfolgt eine durchgängige mehrsprachige Bildungspraxis. Sprachendiversität wird bereits an der PH genutzt und gleichzeitig wird auf Sprachendiversität an der Volksschule vorbereitet.
- Es werden mobile Einsätze in Klassen angeboten, um Unterricht mehrsprachig anzureichern, sprachliche Potenziale aller Schüler*innen gezielt zu nutzen. Dadurch findet zugleich inklusive Unterrichtsentwicklung sowie praxisintegrierte Weiterbildung von Lehrpersonen und weiteren schulischen Fachpersonen statt.
- Es werden hochschuldidaktische Settings und Methoden pilotiert, mit denen mehrsprachiges Studieren stattfinden kann. Dadurch werden künftige Lehrpersonen, Sonderpädagog*innen und Logopäd*innen für die Nutzung allersprachlichen Ressourcen qualifiziert.

Sprachen inklusiv - Mehrsprachigkeit für alle
Seit langem werden adäquate Antworten auf die multilinguale Realität von Individuen und Gruppen gefordert. Fachlich steht ausser Frage, dass mehrsprachiges Aufwachsen und mehrsprachiges Lernen ein «Glücksfall» und kein «Störfall» ist (Tracy 2007).Im Alltag lässt sich ein Nebeneinander von wachsendem Interesse an mehrsprachigen Praxen und Vermeidung oder sogar Verunmöglichung gelebter Mehrsprachigkeit beobachten.In der Öffentlichkeit, bei Bildungsverantwortlichen und unter Lehrpersonen ist für mehrsprachige Kinder und Jugendliche resp. Schüler*innen nach wie vor die Defizithypothese wirksam (Kronig 2003). Der Förderung von Deutsch wird der Vorrang vor der Integration von Erstsprachen eingeräumt. Das betrifft in besonderem Masse Kinder und Jugendliche resp. Schüler*innen mit so genanntem besonderen Bildungsbedarf.
