Im CAS Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien entdecken sie das Potenzial digitaler Bildungstechnologien und eignen sich kollaborative Unterrichtsentwickungs-Methoden an. Mit dem CAS werden Sie zur Innovationsträgerin oder zum Innovationsträger in Ihrer Schule.
Steckbrief
- Abschluss
- Certificate of Advanced Studies (CAS)
- Lernsetting
- Präsenz
- ECTS-Punkte
- 10
- Nächster Start
- 16.9.2027
- Dauer
- 16 Präsenztage von September 2027 bis September 2028
- Durchführungsort
- Brugg-Windisch, Externer Bildungsort und Online
- Preis
- CHF 8 000
- Format
- CAS
- Zielpublikum
- Unterrichtsteams, Lehrpersonen Zyklus 3, Lehrpersonen Sek II, Lehrpersonen Zyklus 2, Lehrpersonen Zyklus 1
- Finanzierung
- BS, SO, AG, BL
Auf einen Blick
- Bauen Sie sich Ihren Baukasten auf: Von Programmierung über Physical Computing und Making bis KI – Durch vielseitiges Experimentieren bauen Sie sich eine Sammlung aus Technologien und pädagogischen Konzepten auf.
- Entwickeln Sie Unterricht mit starken Methoden: Mit agilen und partizipativen Ansätzen verwandeln Sie echte Herausforderungen in praxiserprobte Unterrichtslösungen.
- Profitieren Sie von starken Netzwerken: Tauschen Sie sich mit engagierten Lehrpersonen aller Stufen aus und arbeiten Sie mit innovativen Partnern aus der Bildungslandschaft zusammen, darunter EdTech-Startups, Schulen und Institutionen.
- Werden Sie zur Innovationskraft Ihrer Schule: Bringen Sie pädagogisch fundierte, digital gestützte Unterrichtsideen in Ihr Team ein und setzen Sie Impulse, die über Ihren eigenen Unterricht hinauswirken.
Ziele und Nutzen
Nach Abschluss des CAS verfügen Sie über einen persönlichen Baukasten aus digitalen Technologien und pädagogischen Konzepten sowie über die Methoden, daraus wirksame Unterrichtslösungen zu entwickeln. Sie können pädagogische Herausforderungen systematisch analysieren, Lösungsideen prototypisch umsetzen und im eigenen Unterricht erproben. Sie wissen, wann welche Technologie pädagogisch sinnvoll ist – und wann nicht.
Das CAS vermittelt dabei nicht nur Werkzeuge und Methoden, sondern auch eine Haltung: problemorientiert statt technologiegetrieben, vom Bedürfnis her gedacht statt von der Lösung her geplant, iterativ statt perfektionistisch. Diese Haltung befähigt Sie, den digitalen Wandel an Ihrer Schule aktiv mitzugestalten.
Durch die Zusammenarbeit mit Partnern aus der Bildungslandschaft – EdTech-Start-ups, innovative Schulen, Bildungsinstitutionen – sowie den Austausch mit engagierten Lehrpersonen aller Stufen bauen Sie sich ein Netzwerk auf, das über das CAS hinaus trägt. So werden Sie zur Innovationskraft Ihrer Schule.
Aufbau und Inhalte
Das CAS-Programm «Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien» umfasst zwei SAS-Module und das Zertifikatsmodul.
- Im Modul 1 liegt der Fokus auf der Exploration digitaler Bildungstechnologien.
- Im Modul 2 stehen Methoden zur Unterrichtsentwicklung in Verbindung mit realen Szenarien im Zentrum.
- Im Zertifikatsmodul wird ein individueller Entwicklungsprozess umgesetzt und präsentiert.
Modul 1: Digitale Werkzeuge, Kreativität und Technologien im Unterricht
Im ersten Modul tauchen Sie ein in eine Werkstatt digitaler Möglichkeiten und pädagogischer Ideen. In einem bewusst explorativen Setting experimentieren Sie mit verschiedenen Technologien und entdecken die pädagogischen Konzepte, die diesen zugrunde liegen. Sie bauen sich Schritt für Schritt einen Baukasten auf, aus dem Sie später eigene Unterrichtslösungen konstruieren können. Dabei entwickeln Sie ein kritisches Verständnis dafür, wann welche Technologie pädagogisch sinnvoll ist – und wann nicht. Der Werkstatt-Charakter ermöglicht Ihnen, ausgiebig zu experimentieren, Fehler zu machen und verschiedene Ansätze auszuprobieren, ohne sofort perfekte Lösungen liefern zu müssen.
Dieses Angebot kann auch einzeln als SAS-Modul (Short Advanced Studies) besucht werden.
Modul 2: Medien und KI in der Unterrichtsentwicklung
Im zweiten Modul wechseln Sie von der Exploration zur Anwendung. Sie arbeiten an realen Situationen aus Ihrem eigenen Unterricht und an Herausforderungen, die von Partnern aus der Bildungslandschaft wie EdTech-Start-ups, innovativen Schulen und Bildungsinstitutionen, ins CAS eingebracht werden. Diese Szenarien sind nicht konstruiert, sondern echte Probleme, die nach Lösungen verlangen. Dazu lernen Sie kollaborative Methoden der Unterrichtsentwicklungskennen und verknüpfen diese mit dem im ersten Modul aufgebauten Baukasten aus Technologien und pädagogischen Ideen. Sie entwickeln Prototypen, die Sie mit echten Nutzenden testen. Sie erhalten Feedback, iterieren Ihre Lösungen und lernen, wie partizipative Unterrichtsentwicklung funktioniert.
Das Modul vermittelt nicht nur Methoden zur Unterrichtsentwicklung, sondern auch eine Haltung: problemorientiert statt technologiegetrieben, nutzer*innenzentriert statt expertengesteuert, iterativ statt perfektionistisch. Sie erleben, wie aus einem vagen Problem eine fundierte prototypische Lösung entsteht. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern ermöglicht es Ihnen zudem, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und ein spannendes Netzwerk aufzubauen.
Dieses Angebot kann auch einzeln als SAS-Modul (Short Advanced Studies) besucht werden.
Modul 3: Zertifikatsmodul
Im Zertifikatsmodul kehren Sie in Ihren eigenen Schulkontext zurück und wenden den gesamten Entwicklungsprozess eigenständig an. Sie identifizieren eine Herausforderung aus Ihrer Unterrichtspraxis, die Sie mit einer pädagogisch fundierten, technologiegestützten Lösung adressieren möchten. Dies kann ein Problem aus Ihrem Fachunterricht sein (Wie kann ich Lernende beim selbstorganisierten Lernen besser unterstützen?), ein Schulentwicklungsthema (Wie gestalten wir formative Beurteilung digital?) oder eine innovative Unterrichtsidee, die Sie realisieren möchten (Können wir mit einem virtuellen Geschichtslabor historisches Denken fördern?).
Sie durchlaufen eigenständig den Design-Thinking-Prozess, den Sie in Modul 2 trainiert haben: von der präzisen Problemanalyse über die Ideenentwicklung und das Prototyping bis hin zur Erprobung und Evaluation. Sie kombinieren Technologien und pädagogische Ideen aus Ihrem Baukasten aus dem Modul 1 zu einer kontextualisierten Lösung. Sie testen Ihre Lösung im realen Unterricht und sammeln Feedback von Lernenden und Kolleg*innen. Sie iterieren und verfeinern Ihren Ansatz.
Das Modul ist begleitend strukturiert: Sie erhalten in regelmässigen Online-Coachings Unterstützung, können Herausforderungen diskutieren und von den Projekten anderer Teilnehmender lernen. Der Entwicklungsprozess wird durch eine multimediale Präsentation und eine Zertifikatsarbeit dokumentiert, die sowohl Ihr Produkt als auch dessen pädagogische Fundierung und Ihren Reflexionsprozess abbildet.
Dozierende
- Mike Häfliger, Dozent Medien und Informatik, PH FHNW
- Roger Mäder, Dozent Medienpädagogik, PH FHNW
- Peter Rigert, Co-Leiter Beratungsstelle Digitale Medien in Schule und Unterricht – imedias, PH FHNW
Weitere Dozent*innen übernehmen einzelne Themen.
Voraussetzungen und Zulassung
Zielpublikum
- Lehrpersonen Zyklus 1
- Lehrpersonen Zyklus 2
- Lehrpersonen Zyklus 3
- Lehrpersonen Sek II
- Unterrichtsteams
Aufnahmekriterien
Das Weiterbildungsprogramm richtet sich an Lehrpersonen mit einem akademischen Abschluss einer anerkannten Hochschule und einschlägiger Berufspraxis von mindestens zwei Jahren nach Abschluss des Studiums.
Das Aufnahmeverfahren erfolgt gemäss Programmreglement zum «CAS Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien» der Pädagogischen Hochschule FHNW.
Organisatorisches
Gebühren
CHF 8 000
Kantonale Finanzierungen
Kanton AG: durch Kanton finanziert bei Anmeldung zum CAS
Hinweis: Die Finanzierung gilt nur bei Anmeldung für den gesamten CAS.
Volksschule im Kanton Aargau
Die Teilnahme wird für alle Personen, die im Geltungsbereich des Gesetzes über die Anstellung von Lehrpersonen (GAL) tätig sind, vollumfänglich vom Kanton finanziert.
Für eine allfällige Mitfinanzierung von Weiterbildung über kommunale Gelder ist die Schulleitung bzw. der Gemeinderat der jeweiligen Schule zuständig.
Mittelschule und Berufsfachschule im Kanton Aargau
Die Teilnahme wird für alle Personen, die im Geltungsbereich des Gesetzes über die Anstellung von Lehrpersonen (GAL) tätig sind, vollumfänglich vom Kanton finanziert.
Für eine allfällige Mitfinanzierung von Weiterbildung über die Schule ist die Schulleitung zuständig.
Kanton SO: CHF 4 000 sind durch die Teilnehmenden zu bezahlen
Volksschule im Kanton Solothurn
Für Lehrpersonen, Schulleitungen und pädagogische Fachpersonen mit einer Anstellung an der Volksschule im Kanton Solothurn beteiligt sich der Kanton an den Gebühren. Die Teilnehmenden tragen den verbleibenden Kostenanteil.
Kanton BL: bedingt über Kanton finanziert
Volksschule im Kanton Basel Landschaft
Weiterführende Informationen zu den Voraussetzungen für die Anmeldung und für die Finanzierung finden Sie auf der Website des Amts für Volksschulen: CAS und DAS mit Gebührenübernahme – Kanton Basel-Landschaft bzw. Tagungen und Kurse mit Gebührenübernahme – Kanton Basel-Landschaft.
Kanton BS: bedingt durch Kanton finanziert
Volksschule im Kanton Basel Stadt
Weiterbildungsangebote für Lehr- und Fachpersonen sowie Schul- und Tagesstrukturleitungen der Primarstufe der Stadt Basel und der Sekundarschulen des Kantons Basel-Stadt können auf Antrag ganz oder teilweise durch die Volksschulleitung Basel-Stadt finanziert werden. Weiterführende Informationen zu den Voraussetzungen für die Anmeldung und Finanzierung finden Sie in der aktuell gültigen Weisung betreffend Finanzierung von Erweiterungsstudiengängen, Zusatzqualifikationen, Nachqualifikationen und Masterstudiengängen der Volksschulen Basel-Stadt: www.bs.ch/ed/hochschulen/pzbs/pzbs-weiterbildung#nach-und-zusatzqualifikationen.
Die Finanzierung persönlicher Weiterbildung von Mitarbeitenden der Gemeindeschulen Bettingen und Riehen wird von den Gemeinden separat geregelt.
Aufwand und Abschluss
Arbeitsformen | Arbeitsaufwand
Arbeitsformen
- Input zu Theorien, Konzepten, Modellen, Instrumenten
- Arbeit in Lerngruppen
- Selbststudium
- Umsetzung eigener Unterrichtsideen im Schulalltag
- Diskussion, Reflexion, Erfahrungsaustausch
- Selbstständige praktische Vertiefung
Arbeitsaufwand
Total 300 Stunden (10 ECTS-Punkte):
- 128 Stunden Präsenzveranstaltungen
- 172 Stunden Selbststudium inkl. Leistungsnachweise und Zertifikatsarbeit
Leistungsnachweise | Abschluss
Leistungsnachweise
Modul 1
Die Teilnehmenden erstellen ein ePortfolio, in dem sie kleinere Projekte aus den jeweiligen Explorationen dokumentieren. Das ePortfolio dient zur kontinuierlichen Reflexion des Lernprozesses und der erarbeiteten Ergebnisse.
Modul 2
Der Leistungsnachweis in Modul 2 basiert ebenfalls auf dem ePortfolio. Darin werden Erkenntnisse aus den bearbeiteten Cases festgehalten und reflektiert. Das ePortfolio dient der kontinuierlichen Dokumentation und Reflexion des Lernprozesses sowie der praktischen Umsetzungen.
Zertifikatsarbeit
Mit den vertieften Kenntnissen zum Einsatz von digitalen Medien führen die Teilnehmenden einen Unterrichtsentwicklungsprozess durch. Innovation und Kreativität aus dem im Programm vermittelten Technologien wie Methoden müssen ersichtlich sein. Diese Umsetzung verarbeiten sie in einer multimedialen Präsentation (inkl. fachlicher und didaktischer Reflexion) und erstellen eine Zertifikatsarbeit.
Das Zertifikat wird erteilt, wenn die Präsenz in den Modulen erbracht und die Modulleistungsnachweise sowie die Zertifikatsarbeit angenommen sind.
Abschluss
Certificate of Advanced Studies «Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien» der Pädagogischen Hochschule FHNW, 10 ECTS-Punkte.
Dokumente
Beratung und Info-Anlässe
Kontakt
Jasmin Kälin
- Telefon
- +41 56 202 86 53
- programme.iwb.ph@fhnw.ch
Peter Rigert
- Telefon
- +41 56 202 83 07
- peter.rigert@fhnw.ch
Info-Anlässe
Zu diesem Angebot gibt es keine Info-Anlässe.
Anmeldung
CAS Unterrichtsentwicklung mit digitalen MedienStart September 2027
- Datum
- 16.9.2027–20.9.2028
- Dauer
- 16 Präsenztage von September 2027 bis September 2028
- Ort
- Brugg-Windisch, Externer Bildungsort und Online
- Anmeldeschluss
- 5.7.2027


