Wenn eine Institution ihr 20-jähriges Bestehen feiert, ist das mehr als ein Anlass zum Rückblick. Es ist eine Einladung, Wirkung sichtbar zu machen – ein Merkmal der PH FHNW.
Für uns als Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz ist die Zusammenarbeit mit der Pädagogische Hochschule FHNW in diesem Sinne besonders wertvoll.
Genau dafür ist der Schulleitungsmonitor Schweiz ein gutes Beispiel. Er hat sich in den letzten Jahren zu einem eigentlichen Referenzprojekt entwickelt – nicht nur für die Forschung, sondern vor allem für die Praxis. Der Monitor macht sichtbar, was Schulleitung heute bedeutet: die Spannungsfelder, die Anforderungen, aber auch die Entwicklungspotenziale eines Berufs, der für die Qualität unseres Bildungssystems entscheidend ist. Dass diese Erkenntnisse nicht im akademischen Raum verbleiben, sondern ihren Weg in Schulen, Verwaltungen und bildungspolitische Diskussionen finden, ist ein grosser Verdienst der PH FHNW.
Gerade für den VSLCH ist dieser Brückenschlag wichtig. Wir erleben, wie der Schulleitungsmonitor dazu beiträgt, die Wahrnehmung der Schulleitungsrolle zu schärfen. Themen wie Arbeitsbelastung, Rollenklärung oder Führung im Kontext von Schulentwicklung werden heute differenzierter diskutiert – und zunehmend auch ernst genommen, weil eine Datengrundlage existiert. Das schafft die Möglichkeit für konkrete Verbesserungen, sei es in der Ausgestaltung von Rahmenbedingungen oder im professionellen Diskurs.

Was die Zusammenarbeit mit der PH FHNW besonders auszeichnet, ist jedoch nicht nur die inhaltliche Qualität, sondern auch die Art und Weise der Kooperation. Der persönliche Kontakt ist geprägt von Offenheit, Verlässlichkeit und einem echten Interesse an den Anliegen der Praxis. Forschung wird hier nicht «über» die Schulen gemacht, sondern «mit» ihnen. Diese Haltung ist spürbar – und sie macht den Unterschied.
Gleichzeitig steht die PH FHNW für eine professionelle und fundierte Arbeitsweise. Projekte wie der Schulleitungsmonitor zeigen, wie evidenzbasierte Grundlagen geschaffen werden können, die zur Weiterentwicklung der Schulleitungsprofession beitragen.
Persönlich verbinde ich mit der PH FHNW immer wieder Momente, in denen genau dieser Dialog gelingt – wenn aus Daten Erkenntnisse werden und aus Erkenntnissen konkrete Impulse für die Praxis entstehen. Diese «Aha-Momente» sind es, die zeigen, wie wirksam Zusammenarbeit sein kann.
Für die kommenden Jahre wünschen wir der PH FHNW, dass sie diesen Weg weitergehen kann: als starke Partnerin der Praxis, als Impulsgeberin für die Weiterentwicklung der Bildungslandschaft und als Institution, die Orientierung in einem zunehmend komplexen Umfeld bietet. Gerade in herausfordernden Zeiten sind solche verlässlichen und engagierten Partner von unschätzbarem Wert.
In diesem Sinne: Herzliche Gratulation zu 20 Jahren erfolgreicher Arbeit – und auf die nächsten 20 Jahre gemeinsamer Entwicklung.

20 Jahre Pädagogische Hochschule FHNW
Kontakt

Christian Irgl
- Telefon
- +41 56 202 70 24
- christian.irgl@fhnw.ch