Seit 2007 arbeitet Marina Krieg an der PH FHNW. In der Kanzlei des Instituts Spezielle Pädagogik und Psychologie (ISP) sorgt sie dafür, dass Menschen ihren Weg finden – im Studienalltag, in den Systemen und manchmal ganz schlicht: im richtigen Formular.
Mitgestalten – und mitwachsen
Für Marina Krieg ist die PH FHNW nicht einfach ein Arbeitsplatz, sondern ein Ort, an dem sie sich mit ihrer Arbeit identifizieren kann. Sie beschreibt die Hochschule als Raum, in dem sie mitgestalten, lernen und wachsen darf – und in dem sie über viele Jahre ein Gespür dafür entwickelt hat, was Menschen im Alltag einer Hochschule wirklich brauchen.
Dass Bildung nicht nur ein professionelles Thema ist, sondern auch ein privates, erlebt sie zusätzlich als Mutter schulpflichtiger Kinder: Schule und Lernen sind bei ihr nicht «Dienst» am Tag und «Pause» am Abend, sondern etwas, das beide Welten verbindet.
Momente, die bleiben
Was in Erinnerung bleibt, sind für sie weniger grosse Meilensteine als das, was Teams zusammenhält: soziale und kulturelle Events, bei denen Kolleg*innen aus Rollen herausfallen dürfen und plötzlich einfach Menschen sind. Für Krieg sind es genau diese Momente, die ein Umfeld prägen – und das Gefühl stärken, nicht nur nebeneinander zu arbeiten, sondern miteinander.
Lotsin im «bürokratischen Dschungel»
Gut sichtbar und wirksam ist ihre Arbeit in der Interaktion mit Studierenden und Lehrenden. Wer sich einmal auf einer Plattform «verirrt» hat oder vor einer Hürde steht, die weniger fachlich als formal wirkt, landet schnell bei ihr oder ihrem Team.
Krieg nennt es den «bürokratischen Dschungel» – und meint damit nicht Abwehr, sondern Orientierung: Dank Erfahrung kann sie oft schnell klären, wo ein Problem entsteht, welcher Schritt fehlt und wie man wieder in den Prozess kommt. Das ist nicht spektakulär – aber es entscheidet, ob aus Unsicherheit wieder Handlungsfähigkeit wird.

Marina Krieg ist seit 2007 an der PH FHNW – und am ISP oft die erste, die Orientierung gibt, wenn Prozesse kompliziert wirken.
Flexibilität als Lernkurve
Eine Kompetenz, die sie an der PH FHNW besonders gelernt hat, ist sich auf Neues und Unbekanntes einzulassen. Daraus sei über die Jahre ein erweitertes Verständnis von Flexibilität entstanden – «in alle Richtungen». Das klingt schlicht, ist im Alltag aber anspruchsvoll: flexibel bleiben gegenüber Menschen, Situationen, Systemen und Tempo – ohne den roten Faden zu verlieren.
Wunsch für die nächsten 20 Jahre
Krieg ist vor bald zwanzig Jahren an der PH FHNW eingestiegen und betont, wie prägend wertschätzende, interessante Menschen für sie waren. Ihr Wunsch für die Zukunft ist entsprechend: dass die PH FHNW weiterhin Potenziale von Mitarbeitenden fördert – damit diese wiederum dazu beitragen können, starke Lehrpersonen, Logopäd*innen und Sonderpädagog*innen auszubilden. Kurz: dass das, was sie selbst erlebt hat – Lernen durch Menschen – auch in den nächsten zwanzig Jahren möglich bleibt.

20 Jahre Pädagogische Hochschule FHNW
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Christian Irgl
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