Patrick Huggel, Lehrer Sek I und Standortleiter der Oberstufe Bläuen in Erlinsbach, verbindet mit der PH FHNW seine Ausbildungsjahre – und einen CAS Schulleitung, aus dem er direkt umsetzbare Ideen für den Schulalltag mitgenommen hat. Sein Credo: Theorie und Praxis stärken sich gegenseitig.
Vom Seminarraum in die Schulleitung
Vier Jahre Ausbildung zur Lehrperson Sekundarstufe I – für Patrick Huggel war das eine prägende Zeit, reich an Erfahrungen, Freundschaften und Bekanntschaften. Später, bereits als Lehrperson und heute als Schulleiter, blieb die Verbindung zur PH FHNW lebendig: Weiterbildungen vor Ort an der Schule, ein CAS Schulleitung, der sein Repertoire erweiterte – und bei jedem Besuch die Architektur und Ausstattung der Campusstandorte, die ihn aufs Neue beeindrucken.
Besonders in Erinnerung blieb ihm ein Moment der Bestärkung: Die Verantwortlichen des CAS Schulleitung ermutigten ihn, seinen eigenen Weg als Schulleiter zu gehen. Diese Rückmeldung war mehr als ein Kompliment – sie wurde zum Handlungsauftrag, Entscheidungen fundiert zu treffen und dabei die eigene Linie zu halten.
Praxis, die trägt – und Theorie, die leitet
Die Inhalte des CAS erweisen sich im Alltag als hoch praxisbedeutsam. Vieles liess sich sofort integrieren, anderes bestätigte den bisherigen Kurs. Ein Satz eines Dozenten ist ihm geblieben: «Nichts ist praktischer, als eine gute Theorie.» Huggel nickt: Genau diese Verbindung brauche es in der Schulführung – Modelle, die Orientierung geben, und Routinen, die wirksam sind.
Beispiele für Theorie, welche sehr praktisch ist, ist für Patrick Huggel beispielsweise die Leadership Map aus «Das Dschungelbuch der Führung» von Ruth Seeliger als Übersicht über die Aufgaben einer modernen Führungsperson. Oder auch das Q2E-Modell für die Entwicklung eines Qualitätsmanagements an Schulen. Beides ist 1:1 in der Praxis umsetzbar.
Kompetenzen, die bleiben
Wesentlich ist für ihn die Einsicht, dass fundiertes Fachwissen und gelebte Praxis sich nicht ausschliessen, sondern einander befeuern. Dazu kommen zwei Haltungen, die er mit der PH verbindet: lebenslanges Lernen – und eine pragmatische Denkweise, wie sie viele Dozierende mitbringen, die selbst aus der Praxis kommen. Für die Leitung einer Oberstufe sind das nicht bloss Stichworte, sondern Arbeitsinstrumente.

Patrick Huggel leitet die Oberstufe Bläuen in Erlinsbach – und bringt aus Ausbildung und CAS der PH FHNW konkrete Werkzeuge für den Schulalltag mit.
Mut, Fakten, Zusammenarbeit
Was wünscht er sich für die PH FHNW? «Im Zusammenhang mit meiner Funktion als TICTS wünschte ich mir für die PH FHNW und das Schulfeld einen CAS TICTS, analog zum CAS PICTS.» Ein solcher CAS würde zum pragmatischen und praxisrelevanten Weiterbildungsangebot passen. «Schulen sollten auch in diesem Bereich angeleitet werden, eigene Kompetenzen aufzubauen, und sich von überteuerten Angeboten lösen können, welche den Bedürfnissen von Schulen leider oft nur eingeschränkt gerecht werden».
Und insgesamt? «Den Kurs halten – mit einer guten Mischung aus Theorie und Praxis, Forschung und Neugier stärken, interdisziplinär zusammenarbeiten, innerhalb der Hochschule und mit den Schulen.» Und vor allem: sich an Fakten und Erfahrungen zu orientieren – und nicht an tagesaktuellen Begehrlichkeiten, wie sie manchmal medienwirksam von einzelnen Politikern gefordert werden. So werde aus Ausbildung spürbare Wirkung in den Klassenzimmern und Kollegien.

20 Jahre Pädagogische Hochschule FHNW
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