An der Professur stehen die Besonderheiten der professionellen Bildungsarbeit mit Erwachsenen im Zentrum von Forschung und Lehre.
Nach diesem Leitsatz arbeiten wir an der Professur für Erwachsenenbildung und Weiterbildung. Denn Lernen ist eine menschliche Aktivität, die sich über die gesamte Lebensspanne erstreckt.
Wir erforschen
- die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Entwicklungsdynamiken der Bildungsarbeit mit Erwachsenen, wie zum Beispiel das bildungspolitische Programm des Lebenslangen Lernens;
- die organisationalen Aspekte, wie die Weiterbildungskulturen von Unternehmen, Bildungseinrichtungen oder Hochschulen;
- das mikrodidaktische Interaktionsgeschehen in konkreten Lehr- und Lernsituationen mit Erwachsenen.
Wir beraten
- Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Hochschulen bei der Planung, Entwicklung und Gestaltung innovativer Lern- und Weiterbildungsarrangements.
Wir bieten die Möglichkeit
- Erwachsenen- und Weiterbildung grundständig zu studieren (Kooperationsstudiengang mit der Universität Basel): Master of Educational Sciences
- sich für eine Tätigkeit in der Erwachsenenbildung berufsbegleitend weiterzubilden: MAS Erwachsenenbildung und Bildungsmanagement
Arbeitsgebiete
Unser Ziel ist es, die Bildungsarbeit mit Erwachsenen wissenschaftlich zu fundieren und zugleich die Professionalisierung der Erwachsenen- und Weiterbildung als erziehungswissenschaftlicher Teildisziplin weiterzuentwickeln. Deshalb strukturieren wir unsere Aktivitäten in vier Arbeitsgebiete:
Entwicklung von Weiterbildungskulturen
In enger Kooperation mit der Bildungspraxis ist die Professur für Erwachsenenbildung und Weiterbildung um eine erwachsenenpädagogische Professionalisierung im Sinne einer Weiterentwicklung erwachsenenpädagogischer Denk- und Handlungspraxen bemüht. Wir unterstützen Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Hochschulen bei der Planung, Entwicklung und Gestaltung innovativer Lern- und Weiterbildungsarchitekturen.
Forschungsfelder
Im Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsarbeit an der Professur für Erwachsenenbildung und Weiterbildung stehen zentrale Herausforderungen der erwachsenenpädagogischen Bildungspraxis, die wir empirisch explizieren und theoretisch fundiert bearbeiten. Zu den Forschungsfeldern
Bildungsangebote
Die Professur für Erwachsenenbildung und Weiterbildung vereint Theorie und Praxis und bietet ein breites Spektrum an Aus- und Weiterbildungsangeboten. In der Aus- und Weiterbildung werden Fragen der zeitgenössischen Bedeutung und Gestaltung der Erwachsenen- und Weiterbildung erforscht, analysiert und reflektiert.
Masterstudiengang Erwachsenenbildung (Uni Basel)
Die Professur leitet die Vertiefungsrichtung Erwachsenenbildung im Masterstudiengang Erwachsenenbildung an der Universität Basel. Dies ist der einzige akademische Studiengang in der Deutschschweiz, in dem Studierende sich für das Berufsfeld Erwachsenen- und Weiterbildung spezialisieren und auch promovieren können.
Zum Studiengang
Wissenschaftliche Weiterbildung
Die berufsbegleitenden Weiterbildungsangebote für Dozierende, Lehrpersonen und Bildungsverantwortliche werden vom Ressort Berufsbiografie und Laufbahn am Institut für Weiterbildung und Beratung angeboten und von der Professur für Erwachsenenbildung und Weiterbildung wissenschaftlich begleitet. Alle Angebote eröffnen ein grundlegendes Verständnis für das Lernen Erwachsener und unterstützen die Entwicklung professioneller Kompetenzen zur Gestaltung lernförderlicher Weiterbildungskulturen in Unternehmen, Bildungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen.
MAS Erwachsenenbildung und Bildungsmanagement (zurzeit nicht ausgeschrieben)
Hochschullehre / Hochschuldidaktik
Die Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen an der Hochschule stellt spätestens seit der Einführung modularisierter und kompetenzorientierter Studiengänge eine ganz besondere erwachsenenpädagogische Herausforderung dar.
Die Professur für Erwachsenenbildung und Weiterbildung unterstützt Hochschulen bei der Entwicklung und Gestaltung innovativer Lehr- und Studienstrukturen, bietet selbst innovative Weiterbildungsangebote für Hochschullehrende an und berät in Fragen der Qualitätsentwicklung von Studium und Lehre.
An der Professur Erwachsenenbildung und Weiterbildung wurde unter anderem im Auftrag des Ressorts Ausbildung der FHNW für die zehn Hochschulen der FHNW das Weiterbildungsangebot der «Basics Hochschullehre» entwickelt.
Zum Weiterbildungsangebot
Professionalisierung der Erwachsenenbildung
Ein Fokus liegt auf dem Bemühen um die Professionalisierung der Erwachsenenbildung und Weiterbildung beziehungsweise der Entwicklung professioneller erwachsenenpädagogischer Denk- und Handlungspraxen. Wir gestalten Weiterbildungskulturen in Unternehmen, Bildungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen und unterstützen Sie gerne bei der Planung, Entwicklung und Gestaltung einer innovativen Weiterbildungskultur.
Zu den Praxispartnerschaften
Weiterbildung erforschen
Im Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsarbeit an der Professur für Erwachsenenbildung und Weiterbildung stehen zentrale Herausforderungen der erwachsenenpädagogischen Bildungspraxis, die wir entlang der folgenden Forschungsfelder empirisch explizieren und theoretisch fundiert bearbeiten.
Erwachsenenbildung studieren
Die Erwachsenen- und Weiterbildung ist ein äusserst vielschichtiges und expandierendes pädagogisches Praxis- und Berufsfeld. Die gesteigerte Sensibilität für Lebenslanges Lernen verdeutlicht und befördert den enormen Bedeutungszuwachs der Bildung im Erwachsenenalter – der mit Abstand längsten und facettenreichsten Lebensphase. Erwachsenen- und Weiterbildung umschliesst allgemeine, berufliche, politische, kulturelle, interkulturelle und wissenschaftliche Bildungsprozesse Erwachsener. Das Praxis- und Berufsfeld der Erwachsenenbildung kennzeichnet eine Pluralität an Handlungsformen, Angebotsformaten, Inhalten, Akteuren und Lernorten.
Erwachsenenbildung studieren mit schweizweit einzigartigem Profil
Einzigartig in der deutschsprachigen Schweiz ist die Möglichkeit, Erwachsenen- und Weiterbildung am gemeinsam von der Pädagogischen Hochschule FHNW und der Universität Basel getragenen Institut für Bildungswissenschaften zu studieren. Im Rahmen des Studiengangs Master of Arts in Educational Sciences können Sie ein genuin erziehungswissenschaftliches Profil entwickeln bzw. ausbauen und Ihren Schwerpunkt auf das Studium der Erwachsenen- und Weiterbildung legen. Sie entwickeln und erweitern damit nicht nur Ihre bildungspraktischen und forschungsorientierten Kompetenzen, sondern erhalten die Möglichkeit, ein schweizweit einzigartiges Profil zu entwickeln:
Lehr-Lernverhältnisse kritisch reflektieren und weiterentwickeln
Als Studierende/Studierender der Vertiefungsrichtung erarbeiten Sie sich Fähigkeiten, die weit über die methodisch-didaktische Kompetenzen hinausreichen. Fragen der Planung und Gestaltung von kleinen Lernarrangements über grössere Selbstlernumgebungen bis hin zu betrieblichen Lernkulturen werden in einer theoretisch und empirisch fundierten Perspektive betrachtet. Dabei werden Sie befähigt mit wissenschaftlichen Analysewerkzeugen Lehr-Lernverhältnisse in ihrer Einbettung in institutionelle und gesellschaftliche Zusammenhänge zu beobachten und zu beschreiben sowie mit fundierten Analysen innovative Lösungen für aktuelle Herausforderungen der Erwachsenenbildung zu entwickeln.
Internationale Forschungsperspektiven kennen
Im Studium bleiben Sie am Puls der internationalen Erwachsenenbildungsforschung. Insbesondere die Einladung regelmässig wechselnder, renommierter Gastdozierender ausländischer Hochschulen ermöglichen interessante Ein- und Ausblicke und stärken den Dialog zwischen Studierenden und Forschenden. Ob zu Beratung, Weiterbildungswiderstand oder Programmplanung: Jedes Semester warten spannende und horizonterweiternde Seminarangebote auf Sie.
Professionalisierung der (schweizerischen) Erwachsenenbildung stärken
Durch das Studium erarbeiten Sie sich einen umfassenden Einblick in die historischen, organisationalen, rechtlichen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen der Erwachsenenbildung in der Schweiz. Im Gegensatz zu anderen Ländern verfügt die Schweiz über eine nur gering akademisch geprägte Professionalisierungsentwicklung der Erwachsenen- und Weiterbildung. Um Herausforderungen durch soziokulturelle Entwicklungen wie die Digitalisierung, Fragen des Umgangs mit Diversität oder der Bildung zur nachhaltigen Entwicklung umfassend nachzugehen, ist eine wissenschaftsorientierte, professionelle Vorgehensweise jedoch unumgänglich. Durch die Integration dieser Themen in Lehrveranstaltungen, der Entwicklung und Bearbeitung eigener Forschungsfragen in der Masterarbeit sowie der Betreuung durch hochqualifizierte Dozierende tragen Sie dazu bei, die Professionalisierung der schweizerischen Erwachsenen- und Weiterbildung voranzutreiben und sich mit einer schweizweit einmaligen Expertise zu profilieren.
Die inhaltlichen und methodischen Schwerpunkte der Vertiefungsrichtung bilden sich im Forschungsprofil der Professur Erwachsenenbildung und Weiterbildung ab.
Für weitere Informationen beachten Sie bitte das Qualifikationsprofil des MA Educational Sciences.
Einblicke in das Studium: Themen verfasster Masterarbeiten in der Vertiefungsrichtung
- Philosophie im Knast
Ein Erwachsenenbildungsprojekt im Rahmen Philosophischer Praxis für die Insassen des Gefängnis Bässlergut in Basel – zwischen totaler Institution, Selbsterkenntnis und vermeintlichen Wahrheiten. - Hoch gepriesen und doch marginalisiert
Eine Analyse der politischen Erwachsenenbildung in der Schweiz ab 1945 - Vertraute Orientierung: Podcasts und Lernen zu COVID-19
Eine qualitative Untersuchung von medialer Vermittlung und Lernen zum Umgang mit Corona am Beispiel des Aufwachen!-Podcasts. - Die Nutzung adaptiver Lernsysteme und die damit verbundene Gratwanderung zwischen Autonomie und Heteronomie in der Erwachsenenbildung
Externe Lernsteuerung: Unterstützung oder Einschränkung?
Stimmen von Absolvent*innen der Vertiefungsrichtung Erwachsenenbildung
Ziele und Aufbau des Studiengangs
Formale Rahmenbedingungen
Mit einem geeigneten Bachelorstudium kann das Masterstudium in Educational Sci-ences aufgenommen werden. Im Studium können insgesamt 75 ECTS-Punkte (von maximal 120) in der Vertiefungsrichtung Erwachsenen- und Weiterbildung erworben werden (inkl. Masterarbeit und -prüfung). Der Masterstudiengang qualifiziert für ein anschliessendes Promotionsstudium/Doktorat. Die Studienorganisation ist auf die Bedürfnisse von Berufstätigen und Teilzeitstudierenden zugeschnitten und besitzt keine maximale Studienzeitbeschränkung.
Ziele des Studiums
Das Studium in der Vertiefungsrichtung Erwachsenen- und Weiterbildung eröffnet Zugänge zum erwachsenenpädagogischen Praxisfeld und einen wissenschaftlichen, reflexiv-distanzierenden Blick auf dessen aktuelle Entwicklungen. Im Zentrum stehen die Besonderheiten des Lernens im Erwachsenenalter sowie die drängenden Fragen und Herausforderungen, die sich für erwachsenenpädagogische Theorie und Praxis vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Transformationsprozesse die zu tiefgreifenden Veränderungen des Sozialen / des Sozialkulturellem führen werden (Digitalisierung, Diversität, Heterogenität) stellen. Die Studierenden entwickeln eine theoretisch und empirisch fundierte Reflexions- und professionelle Handlungsfähigkeit, die rückgebunden ist an erziehungswissenschaftliche und auch interdisziplinäre Diskurse über Erwachsenenbildung. Sie werden befähigt, die Bildungsarbeit mit Erwachsenen auf innovative und nachhaltige Weise zu konzipieren und zu gestalten. Auf dieser Grundlage sind sie in der Lage, verantwortungsvolle disponierende bzw. leitende oder wissenschaftsbezogene Aufgaben in der Erwachsen- und Weiterbildung wahrzunehmen.
Aufbau des Studiums
Das Studium der Vertiefungsrichtung Erwachsenenbildung ist in vier Studienmodule unterteilt, die unterschiedliche Themenbereiche der Erwachsenen- und Weiterbildungsforschung umfassen:
- Einführung in die Erwachsenenbildung/Weiterbildung: Das Modul zeichnet sich durch seinen einführenden Charakter aus. Als Studierende/Studierender haben Sie in die Gelegenheit, sich mit den theoretischen und methodischen Grundlagen der Erwachsenenbildungsforschung vertraut zu machen. Die Vorlesung bereitet die Grundlagen der Erwachsenenbildung/Weiterbildung als wissenschaftliche Disziplin auf: Sie zeichnet die historische Genese dieses Bildungsbereichs nach, erläutert zentrale Konzepte und Grundbegriffe und ordnet diese in die entsprechenden gesellschaftlichen, historischen und theoretischen Kontexte ein. Das Seminar «Weiterbildung in der Schweiz» gibt einen Überblick über die Themen, Entwicklungen und Fragestellungen dieses Bildungsbereichs. Es wird in engem Kontakt mit Expertinnen und Experten aus dem Feld der Weiterbildung durchgeführt, die einen Einblick in wichtige Forschung- und Entwicklungsarbeiten eröffnen. In mindestens einem weiteren Seminar wird eine ausgewählte Thematik aus dem aktuellen wissenschaftlichen Diskurs der Erwachsenenbildung/Weiterbildung vertiefend behandelt.
- Theorie und Forschung in der Erwachsenenbildung: Die beiden zentralen Bezugspunkte dieses Moduls sind Theorieentwicklung und Bildungsforschung innerhalb der Erwachsenenbildung/Weiterbildung. Das Seminar «Forschungs- und Entwicklungsarbeit» eröffnet die Gelegenheit, in diesem Feld vertretene theoretische Perspektiven und Positionen kennenzulernen und sich ihre Bedeutung für die Konstitution des Gegenstands zu verdeutlichen. Vor diesem Hintergrund können die Studierenden eine forschungsbezogene Fragestellung entwickeln und so in einem überschaubaren Rahmen eigene Erfahrungen im Feld der Bildungsforschung sammeln. Die jeweils angebotenen Seminare ermöglichen die kritische Reflexion von aktuellen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Feld. Die Kolloquien zur Masterarbeit werden als gemeinsames Forschungskolloquium der Vertiefungsrichtungen im Masterstudium durchgeführt. Sie bietet den Studierenden die Möglichkeit, ihre eigene Masterarbeit während des Entstehungsprozesses zu präsentieren und offene Fragestellungen gemeinsam mit Dozierenden und anderen Studierenden zu diskutieren. Dies setzt voraus, dass ein entsprechender Stand in der Masterarbeit bereits erreicht ist (Themenfindung, Fragestellung, Literatursichtung, Konzeption). Bevor die Studierenden ihre eigene Masterarbeit vorstellen, haben sie mindestens einmal als Hörer/in an einem Masterkolloquium teilgenommen.
- Lehren und Lernen: Dieses Modul stellt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Fragen des Lehrens und Lernens in der Erwachsenenbildung ins Zentrum. Die Studierenden erwerben theoretische Grundlagen und methodische Zugänge zur Erschliessung der Gegenstände und Konzeption von der Verfahren. Veranstaltungen eröffnen Einblicke u.a. in die Bedarfsanalyse, die Teilnehmer/innen-, Adressaten- und Zielgruppenanalyse sowie die Grundlagen der Lehr- und Lernforschung. Die Veranstaltungen fokussieren auf die Bedingungen und Voraussetzungen des Lernens und des Lehrens Erwachsener, wobei beispielsweise lerntheoretische, medienpädagogische oder methodisch-didaktische Fragen thematisiert werden.
- Organisation und Institution: In diesem Modul stehen die Kontexte und Rahmenbedingungen der Bildungsarbeit mit Erwachsenen im Zentrum, die innerhalb der entsprechenden pädagogischen Institutionen sowie durch die gesellschaftlichen oder bereichsspezifischen Organisationsformen gegeben sind. In den hier angebotenen Veranstaltungen stehen Konzepte und Methoden der Analyse und (Weiter)Entwicklung von Weiterbildungseinrichtungen in ihren Leistungen, Prozessen und Strukturen ebenso im Zentrum wie theoretische und empirische Befunde zur Planung und Beratung von Bildungsangeboten und -programmen, der Analyse und systematischen Untersuchung von Lernkulturen oder die Untersuchung von betrieblichen, selbstorganisierten oder politischen Bildungsverhältnissen.
Wissenschaftliche Forschung im Bereich Erwachsenenbildung
Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Bildung im Erwachsenenalter hat international eine lange Tradition. Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) führt eine Forschungslandkarte und orientiert über laufende und abgeschlossene Forschungsprojekte der Erwachsenen- und Weiterbildung in Deutschland.
Informationen
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Instituts für Bildungswissenschaften (IBW) oder hier.
Lernkulturen entwickeln
Digitalisierung, Diversifizierung, Individualisierung sind gesellschaftliche Transformationsprozesse, die auch das Lernen Erwachsener beeinflussen. Verändern sich gesellschaftliche Verhältnisse und Kulturen verändert sich auch das Lernen und die Formen, in denen es stattfindet.
Vor diesem Hintergrund wächst die Skepsis gegenüber klassischen Formen der «Wissensvermittlung» aufgrund der Praxisferne, der häufig kanonisierten Inhalte und der mangelnden Individualisierung. Demgegenüber entstehen innovative Lernkulturen überall dort, wo Strukturen geschaffen werden, die Menschen durch eine Auseinandersetzung mit ihren Aufgaben und die kooperative Auseinandersetzung mit anderen selbstsorgendes Lernen ermöglichen.
Selbstsorgendes Lernen ermöglichen
Wir sind Expert*innen für die Gestaltung selbstsorgender Lernarchitekturen und begleiten Sie gerne bei der Konzeption, Planung und Durchführung professionell gestalteter Selbstlernarchitekturen und hybrider Lernplattformen. Dabei verfolgen wir die Prinzipien des selbstsorgenden Lernens, welches bestimmt wird von der individuellen Bereitschaft Veränderungen aktiv mitzugestalten und sich einzubringen. Wir berücksichtigen dabei folgende didaktisch-methodische Prämissen:
Individualisierung von Lernwegen: Lernen ist eine hoch-individuelle Angelegenheit, dementsprechend orientieren wir uns an differenzierten Lernzugängen und flexibilisieren Lernzeit, Lerntempi und Entwicklungsprozesse.
Inszenierung komplexer, alltagsnaher Lerngegenstände: Alltagserlebnisse, die einen Lernbedarf evozieren, bilden den Ausgangspunkt vieler Lernprozesse. Bei uns stehen solche alltagsnahen und dennoch herausfordernden Lerninteressen am Beginn selbstsorgender Lernarrangements.
Reduktion von Komplexität und Aufbau inhaltlicher Wissensstrukturen: Die Reduktion der Komplexität des Lerngegenstandes führen nicht nur zu selbstbestimmten Lernwegen; sie ermöglicht den Lernenden den selbstsorgenden Aufbau inhaltlicher Wissensstrukturen, die Entwicklung neuer und komplexer Handlungsmöglichkeiten sowie ein reflexives Verständnis dieser Aneignung.
Lernberatung (vs. klassische Wissensvermittlung): Selbstsorgendes Lernen benötigt und ermöglicht eine neue professionelle Handlungsfigur: die Lernberatung. Neben der thematisch-inhaltlichen nimmt die methodisch-individuelle Begleitung des Lernens einen wichtigen Stellenwert ein.
Unser Vorgehen: forschungsbasiert und innovativ
Wir untersuchen das Lernen Erwachsenen in Unternehmen, Betrieben, Hochschulen ausserberuflichen Handlungsfeldern wie der Erwachsenenbildung und -weiterbildung und erforschen das Zusammenspiel aus Räumen, Interaktionen, Medien sowie ihrer Effekte. Auf dieser Grundlage konzipieren und erproben wir innovative, selbstsorgende und kollaborative Selbstlernarchitekturen und unterstützen die Entwicklung neuartiger Lern- und Weiterbildungskulturen.
Zu unseren zentralen Leistungen gehören:
- Methodische fundierte Analyse bestehender Lehr- und Lernveranstaltungen sowie von Weiterbildungsangeboten oder Studiengängen.
- Beratung bei der Planung selbstsorgender Lernarrangements.
- Konzeption, Gestaltung und Analyse von Weiterbildungsarrangements bis zur Implementierung komplexer Selbstlernarchitekturen.
- Weiterbildung und Begleitung von Dozierenden, Trainer*innen und Kursleiter*innen.
Das sagen unsere Partnerinnen und Partner
Netzwerke und Partnerschaften
Die Professur für Erwachsenenbildung und Weiterbildung pflegt langjährige Kooperationen und Partnerschaften in Wissenschaft und Praxis.
Mitgliedschaften
- Schweizerische Charta Bildung 65+
- Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF)
- Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)
- Sektion Erwachsenenbildung der DGfE
- European Society for Research on the Education of Adults (ESREA)
- Schweizerischer Verband für Weiterbildung (SVEB)
- Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudien (DGWF)
- Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE)
- Netzwerk Weiterbildungsforschung Schweiz
- AG Hochschuldidaktik an PHs, mandatiert von swissuniversities
Expertise im Praxisfeld
- Vorträge, Beratungsleistungen und Forschungskooperationen
- Gutachten für verschiedene Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Zeitschriften
- Dienstleistungen im Feld der Erwachsenen- und Weiterbildung, u.a.
- dm-drogeriemarkt, Karlsruhe
- Weleda AG, Schwäbisch Gmünd
- Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft, Überlingen
- ARD/ZDF Medienakademie, Nürnberg
- Agogis – Höhere Fachschule für Sozialpädagogik, Zürich
- Coop Schweiz, Basel
- BAG – Bundesamt für Gesundheit, Bern
- swissprevent.ch, Bern
- EDK - Schweizerische Konferenz der Erziehungsdirektoren, Bern
Praxispartnerschaften im Rahmen des Masterstudiengangs Educational Sciences
- Coop Schweiz
- Universitätsspital Zürich
- Theater anundpfirsich
- Pädagogische Hochschule FHNW
- Clubschule Migros Basel
- Stiftung ecap Basel
- Personalamt Kanton Thurgau
- SPEKTRAmedia, Zürich
- Schweizer Armee, Luftwaffe, Dübendorf
- Schweizerische Zentralstelle für Baurationalisierung, Zürich
- Universität Basel, Personal- und Organisationsentwicklung
Team
Leitung
Assistenz
Kernteam
Studentische Mitarbeitende
- David Imwinkelried
- Ann Licciardello
- Anouk Recher
Ehemalige Mitarbeitende
- Claudio Baldini
- Julia Borer
- Manuela Menghetti
- Sarah Mee Filep
- Svenja Scherrer
- Claudia Zimmerli
Standort
Professur für Erwachsenenbildung und Weiterbildung
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Pädagogische Hochschule
Institut Weiterbildung und Beratung
Hofackerstrasse 30
4132 Muttenz







