Sie wissen, welche Themen Ihre Organisation voranbringen würden. Aber interne Widerstände bremsen. Dieses CAS verbindet strategische Priorisierung mit psychologischer Überzeugungskraft. Für sichtbare Wirkung.
Steckbrief
- Abschluss
- Certificate of Advanced Studies (CAS)
- Lernsetting
- Präsenz
- ECTS-Punkte
- 15
- Nächster Start
- 23.4.2027
- Dauer
- 15 Tage in 9 Monaten
- Durchführungssprache
- Deutsch
- Durchführungsort
- Olten
- Preis
- CHF 8 750 inkl. Kursunterlagen, exkl. Reise- und Verpflegungsspesen
Auf einen Blick
- Strategische Zukunftsgestaltung: Sie erkennen, welche Themen Ihre Organisation voranbringen, und bringen sie auf die Agenda, auch gegen knappe Budgets und skeptische Vorgesetzte.
- Digitalen Wandel anstossen: Sie entwickeln Impulse für Innovation und Digitalisierung und gewinnen die richtigen Menschen dafür, auch über Ihre formale Rolle hinaus.
- KI mit Substanz: Sie ordnen KI und neue Technologien strategisch ein und begleiten deren Einsatz so, dass Mitarbeitende Potenziale erkennen und unternehmerisch nutzen.
- Strategische Sichtbarkeit: Sie werden bei Zukunftsthemen zur Ansprechperson im Management, auch wenn das Tagesgeschäft den Kalender dominiert.
- Wandel psychologisch wirksam führen: Sie erkennen Widerstände früh und führen Ihr Team so durch Veränderung, dass Engagement und Leistungsfähigkeit erhalten bleiben.
Kennen Sie das?
Der Kalender ist voll mit Dringendem. Die Themen, die Ihre Organisation wirklich voranbringen würden, bleiben liegen. Und wenn Sie sie doch ansprechen, kommen Widerstände: knappes Budget, skeptische Vorgesetzte, ein Team im Dauerstress des Tagesgeschäfts.
Dazu kommt: KI verändert Organisationen so grundlegend, dass Abwarten keine Option ist. Wer jetzt gestalten will, braucht zweierlei:
- Die Klarheit, welche Zukunftsthemen sich lohnen und wie man sie wirtschaftlich begründet.
- Und die Fähigkeit, Vorgesetzte, Kolleg*innen und Teams dafür zu gewinnen, auch ohne formales Mandat.
Das CAS trainiert genau diese Kombination. Sie lernen, Zukunftsthemen strategisch zu priorisieren und psychologisch so zu verankern, dass Menschen mitziehen statt bremsen.
So entsteht Sichtbarkeit durch Wirkung: Sie setzen die Projekte um, über die nächstes Jahr noch gesprochen wird. Strategisch fundiert und mit den richtigen Menschen im Boot.
Ziele und Nutzen
Zukunftsfähigkeit scheitert selten an fehlenden Ideen. In jeder Organisation gibt es strategisch kluge Köpfe und Menschen, die andere für Veränderung begeistern können. Selten vereint eine Person beides, noch dazu mit fundiertem Technologieverständnis.
Das CAS vermittelt die Werkzeuge, um genau diese Kompetenzen in der Praxis zusammenzubringen. Die Teilnehmenden können,
- Zukunftsthemen für ihre Organisation identifizieren, strategisch priorisieren und gegenüber Entscheidungsträger*innen wirtschaftlich begründen, auch wenn Ressourcen knapp sind.
- KI und digitale Technologien hinsichtlich ihres strategischen Potenzials bewerten und deren Einführung so gestalten, dass Mitarbeitende Vertrauen fassen statt Widerstand leisten.
- Entscheider*innen, Kolleg*innen und Teams für Veränderungsvorhaben gewinnen und tragfähige Koalitionen aufzubauen, auch ohne formales Mandat.
- Transformationsprozesse strukturiert aufzusetzen und Menschen durch die Widerstände und Unsicherheiten führen, die jede Veränderung begleiten.
Was sich in Ihrem Berufsalltag konkret ändert:
- Sie bringen strategische Initiativen auf die Agenda, auch wenn Budget und Aufmerksamkeit knapp sind.
- Sie setzen Innovations-, Digitalisierungs- und Veränderungsprojekte so auf, dass sie Akzeptanz finden und Wirkung entfalten.
- Sie entwickeln sich von der fachlichen Expertenperson zur strategischen Schlüsselfigur, die bei Zukunftsthemen als Erste gefragt wird.
Ihre Organisation profitiert direkt: Sie bringen ein reales Zukunftsthema aus Ihrem Kontext ein und entwickeln daraus Ihre Fallanalyse. Entlang der Impulse des CAS und geschärft durch Experten- und Peer-Coaching entsteht ein konkreter Umsetzungsplan, den Sie direkt Ihrem Management präsentieren und umsetzen können.
Zielpublikum
Für Führungskräfte und Projektleitende, die strategisch mehr bewegen wollen
Sie tragen Verantwortung für ein Team, eine Abteilung, einen Standort oder ein Projekt und merken: Fachliche Exzellenz allein bewegt die Organisation nicht weiter.
Zunehmend wird von Ihnen erwartet, Zukunftsthemen voranzutreiben und strategische Wirkung zu entfalten. Oft ohne zusätzliche Ressourcen, oft gegen Widerstände. Im CAS entwickeln Sie die Werkzeuge, um dieser Erwartung gerecht zu werden.
Für Fachpersonen, die Veränderung aktiv mitgestalten wollen
Sie arbeiten in Innovation, Digitalisierung, HR, Organisationsentwicklung oder Beratung und haben klare Vorstellungen, was sich ändern müsste. Aber Ihre Ideen stossen auf Widerstände, bevor sie Wirkung entfalten können. Im CAS lernen Sie, Initiativen strategisch zu rahmen und die richtigen Menschen dafür zu gewinnen.
Typische Teilnehmende kommen aus Positionen wie Abteilungs- und Teamleitung, Produkt- und Projektmanagement, Agile Coaching, Organisationsberatung oder der öffentlichen Verwaltung.
Sie sind fachlich stark und spüren, dass das allein nicht mehr reicht, um die Zukunft Ihrer Organisation wirklich mitzugestalten.
Sie interessieren sich für Fragen wie:
- Wie schaffe ich es, neben dem dringenden Tagesgeschäft strategisch wichtige Zukunftsthemen voranzubringen?
- KI verändert meine Organisation grundlegend. Wie gestalte ich den Wandel durch neue Technologien strategisch mit?
- Wie gewinne ich Vorgesetzte und Kolleg*innen für meine Ideen, wenn Budget und Aufmerksamkeit knapp sind?
- Ich weiss, was sich ändern müsste. Aber wie bringe ich Veränderung in einer Organisation voran, die mit dem Tagesgeschäft ausgelastet ist?
- Wie sorge ich dafür, dass meine Initiativen nicht nur gestartet, sondern auch umgesetzt werden?
Kombinationsmöglichkeiten
Das CAS Zukunftsfähige Organisation: Innovation und KI-Transformation psychologisch wirksam führen ist ein Teil des MAS Business Psychology.
Aufbau und Inhalte
So lernen Sie
Dieses CAS ist auf unmittelbare Anwendbarkeit ausgerichtet. Aus jedem Modul nehmen Sie konkretes Handwerkszeug mit, das Sie am nächsten Tag in Ihrer Praxis nutzen können.
Das Dozierendenteam besteht je zur Hälfte aus praxisnahen Forschenden und forschungsnahen Praktiker*innen mit direkter Erfahrung in Innovation, KI-Transformation und Organisationsentwicklung. Wissenschaftliche Fundierung trifft so auf echte Umsetzungserfahrung.
Das CAS findet an 12 von 15 Unterrichtstagen in Präsenz statt. Das stärkt den kollegialen Austausch und Ihr berufliches Netzwerk. Drei Tage werden asynchron und digital durchgeführt, um die Vereinbarkeit mit Ihren beruflichen Verpflichtungen zu erleichtern.
Abschlussarbeit
Auch die Abschlussarbeit ist auf Transfer angelegt. Sie bearbeiten keine theoretische Literaturarbeit, sondern Ihre eigene Fallanalyse: ein reales Zukunftsthema aus Ihrem Kontext, das Sie entlang der CAS-Impulse zu einem konkreten Umsetzungsplan entwickeln. Geschärft durch Experten- und Peer-Coaching, bereit für den Pitch vor Ihrem Management.
Kurse
Modul 1: Innovation
Wie priorisiere ich die richtigen Zukunftsthemen und bringe sie auf die Agenda, auch ohne Budget und Mandat?
- Strategische Perspektive
Geschäftsinnovation & Priorisierung: Entwickeln, testen und priorisieren Sie Innovationsinitiativen systematisch und wirtschaftlich fundiert. Auch wenn Ressourcen knapp sind. - Psychologische Perspektive
Macht, Einfluss & Koalitionen: Lernen Sie, Entscheider*innen und Kolleg*innen für Ihre Ideen zu gewinnen und tragfähige Koalitionen aufzubauen, auch jenseits Ihrer formalen Rolle.
Modul 2: Digitale Zukunftsfähigkeit
Wie nutze ich KI und digitale Technologien als Hebel, ohne meine Organisation zu überfordern?
- Strategische Perspektive
Technologiestrategie & Implementierung: Bewerten Sie digitale Potenziale und KI hinsichtlich ihres strategischen Nutzens und planen Sie deren Einführung realistisch und umsetzbar. - Psychologische Perspektive
Humanzentrierte Technologieeinführung & Kompetenzentwicklung: Gestalten Sie Technologieeinführungen so, dass Mitarbeitende Kompetenz und Vertrauen entwickeln statt Angst und Abwehr.
Modul 3: Transformation
Wie führe ich Menschen durch Veränderung, wenn der Widerstand grösser ist als die Ressourcen?
- Strategische Perspektive
Transformationsmanagement & Organisationskultur: Setzen Sie Veränderungsprozesse strukturiert auf und entwickeln Sie die kulturellen Voraussetzungen, damit Wandel nicht an der Umsetzung scheitert. - Psychologische Perspektive
Psychologische Sicherheit, Widerstände & Führung im Wandel: Verstehen Sie, wie Unsicherheit und Widerstand entstehen, und führen Sie Teams so durch Veränderung, dass Motivation und Leistungsfähigkeit erhalten bleiben.
Die einzelnen Kurse können auch als Short Advanced Studies – SAS besucht werden.
Unterrichtsdaten
Die Kursliste mit Daten und Dozierenden finden Sie im Datenplan (pdf).
Obligatorisches Fachseminar Wissenschaftliches Schreiben und Arbeiten
Im Fachseminar «Wissenschaftliches Schreiben und Arbeiten» erweitern Sie gezielt Ihre Fähigkeiten, klar strukturierte und wissenschaftlich fundierte Texte zu verfassen. Davon profitieren Sie nicht nur während Ihrer Weiterbildung an unserer Hochschule, sondern auch im beruflichen Alltag – beispielsweise beim Erstellen von Konzepten oder Projektberichten.
Aufgrund der zentralen Bedeutung dieser Kompetenzen ist die Teilnahme am Fachseminar für alle CAS-Teilnehmenden obligatorisch. Die Seminarkosten sind bereits in den CAS-Gebühren enthalten.
Einblicke und Vertiefung
Gute Ideen, aber niemand in der Organisation zieht mit?
Kompetenz aus Praxis und Forschung
Dozierende
Voraussetzungen und Zulassung
Voraussetzungen
Voraussetzungen zur Erlangung des Certificate of Advanced Studies CAS sind der Besuch der Lehrveranstaltungen (80 %) sowie die erfolgreiche Bearbeitung eines benoteten Leistungsnachweises (schriftliche Fallanalyse mit Elevator Pitch).
Das CAS entspricht gemäss internationalem Standard einer Leistung von 15 ECTS-Punkten (European Credit Transfer System).
Zulassung
Melden Sie sich direkt über die Webseite an und laden Sie dabei folgende Unterlagen hoch: Ihren CV, eine kurze Erläuterung Ihrer Ziele und Erwartungen sowie relevante Zertifikate.
Nach Prüfung Ihrer Unterlagen informiert Sie die Programmleitung über das weitere Vorgehen. Je nach Ausgang der Prüfung werden Sie direkt aufgenommen, erhalten eine Rückmeldung, falls die formalen Zulassungsbedingungen nicht erfüllt sind, oder werden zu einem Gespräch eingeladen. In diesem Gespräch klären Sie gemeinsam die gegenseitigen Erwartungen und offene Fragen.
Organisatorisches
Programmleitung
Dozierende
Abschluss und Leistungsnachweis
Alumni-Verein
Downloads
FAQs Certificate of Advanced Studies (CAS)
Beratung und Info-Anlässe
Kontakt
Info-Anlässe
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Anmeldung
CAS Zukunftsfähige Organisation
- Datum
- 23.4.2027–10.12.2027
- Dauer
- 15 Tage in 9 Monaten
- Ort
- Olten
- Hinweise
- 12 Präsenztage und 3 Tage (digital und asynchron)
FAQ CAS Zukunftsfähige Organisation: Innovation und KI-Transformation psychologisch wirksam führen
Für wen ist das CAS Zukunftsfähige Organisation geeignet?
Das CAS Zukunftsfähige Organisation der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW richtet sich an zwei Gruppen. Die erste sind Führungskräfte und Projektleitende mit Verantwortung für ein Team, eine Abteilung, einen Standort oder ein Projekt. Die zweite sind Fachpersonen aus Innovation, Digitalisierung, HR, Organisationsentwicklung oder Beratung.
Beide Gruppen sind fachlich stark. Und beide spüren, dass das allein nicht mehr reicht, um die Zukunft ihrer Organisation mitzugestalten. Typische Teilnehmende kommen aus der Abteilungs- und Teamleitung, dem Produkt- und Projektmanagement, dem Agile Coaching, der Organisationsberatung oder der öffentlichen Verwaltung.
Besonders passend ist das CAS für Personen, die zwei Dinge suchen: die Verbindung von Strategie und Psychologie und eine konsequente Ausrichtung auf die Praxis. Wer vor allem den Umgang mit einzelnen KI-Tools lernen möchte, findet dafür passendere Angebote.
Was unterscheidet dieses CAS von anderen Weiterbildungen zu KI, Innovation oder Change Management in der Schweiz?
Das CAS Zukunftsfähige Organisation verbindet in jedem Modul Strategie und Psychologie. Die meisten Weiterbildungen trainieren eine der beiden Seiten. Innovationsweiterbildungen zeigen, wie man Ideen entwickelt und bewertet. Change-Weiterbildungen zeigen, wie man Menschen durch Veränderung führt.
Die wirksamsten Zukunftsgestalter*innen, die ich kenne, können beides. Sie wissen, welche Themen ihrer Organisation wirklich etwas bringen. Und sie haben das Geschick, diese Themen auf den Boden zu bringen. Meine Erfahrung ist: Gute Ideen scheitern selten an der Idee. Sie bleiben liegen, weil niemand mitzieht.
Zwei weitere Merkmale prägen dieses CAS. Das Dozierendenteam besteht je zur Hälfte aus praxisnahen Forschenden und forschungsnahen Praktiker*innen. Und die Abschlussarbeit ist eine Fallanalyse: Sie entwickeln ein reales Vorhaben aus Ihrer Organisation bis zum Umsetzungsplan.
Die Qualität unserer Weiterbildungen erheben wir regelmässig. In unserer Absolvierendenbefragung 2024 (n=139) liegt die Weiterempfehlung der Weiterbildungen unserer Hochschule bei 3,7 von 4.
Kann ich Veränderungen voranbringen, wenn ich keine formale Führungsverantwortung habe?
Ja. Das ist eine der zentralen Fragen im CAS. Einfluss in Organisationen entsteht vor allem vor dem Meeting, durch bewusste Vorbereitung und gepflegte Beziehungen. Spontane Rhetorik hilft dabei wenig.
Der Sozialpsychologe Robert Cialdini hat sieben Hebel der Überzeugung beschrieben. Zwei davon sind im Arbeitsalltag besonders nützlich. Menschen bleiben bei dem, was sie selbst öffentlich gesagt haben. Es lohnt sich also, an eine frühere Aussage anzuknüpfen und um eine kleine erste Zusage zu bitten. Zudem sagen wir eher Menschen zu, die wir mögen. Wichtige Gespräche führt man deshalb einzeln und vor der Sitzung.
Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Verkaufsleiterin brauchte für ein KI-Vorhaben den Produktionsleiter. Er hatte kein Interesse, beklagte aber unvollständige Anfragen aus dem Verkauf. Ihr Vorschlag löste sein Problem, zunächst als Versuch über vier Wochen mit einer Produktfamilie. Er stimmte zu.
Einfluss wirkt auch nach oben. Wer Erwartungen des Managements mit realistischen Zielen und früh sichtbaren Ergebnissen steuert, gewinnt Handlungsspielraum. Diese Werkzeuge erarbeiten wir im ersten Modul mit Prof. Dr. Dörte Resch und Milena Rutz.
Wie fördere ich die Akzeptanz von KI bei Mitarbeitenden?
Ich spreche lieber von kalibriertem Vertrauen in KI. Das gilt in beide Richtungen. In vielen Teams gehen die Haltungen weit auseinander, von Angst bis zu überhöhten Erwartungen.
Manche Mitarbeitende laden sensible Daten unbedacht in private KI-Anwendungen. Oder sie schicken Kund*innen ungeprüfte KI-Texte in grosser Menge. Diese Personen muss ich einnorden. Andere erledigen von Hand, was sich sehr gut automatisieren liesse. Diese Personen muss ich ermutigen und mitnehmen. Oft geschieht beides im selben Team.
Das braucht Fingerspitzengefühl. Es braucht auch eine gemeinsame Sprache und konkrete Werkzeuge. Diese erarbeiten wir im zweiten Modul. Prof. Dr. Toni Wäfler zeigt, wie man neue Technologien so einführt, dass Mitarbeitende Kompetenz und Vertrauen entwickeln. Prof. Dr. Justus Julius Kunz bringt Erfahrungen aus einem Befähigungsprojekt mit einem Schweizer Logistikkonzern ein. Darin haben wir die Nutzung von KI bei über 2 000 Mitarbeitenden analysiert und das Befähigungskonzept in vier Bereichen umgesetzt und evaluiert.
Was bedeutet KI-Transformation für Führungskräfte, und welche Kompetenzen braucht es dafür?
Mit KI stehen für Führungskräfte neue Fragen an. Wie setze ich Ziele, wenn ein Teil der Arbeit von der KI kommt? Wie sichere ich die Qualität? Und nutze ich KI selbst, etwa um Feedback vorzubereiten? Oft ist dafür der Begriff AI Leadership zu hören.
In unserem Forschungsprojekt zu AI Leadership haben wir bisher über 40 Interviews geführt, von KMU und öffentlicher Verwaltung bis zu internationalen Grosskonzernen. Daraus haben wir über 100 Praktiken für AI Leadership zusammengetragen.
Zentral ist die Fähigkeit, den Druck von oben in wenige Anwendungen zu übersetzen, die sich wirklich lohnen. Eine viel beachtete Studie des MIT aus dem Jahr 2025, «The GenAI Divide: State of AI in Business 2025», kommt zum Schluss, dass rund 95 Prozent der untersuchten Organisationen keinen messbaren finanziellen Effekt ihrer Initiativen mit generativer KI sehen. Als Hauptgrund nennen die Autor:innen die fehlende Einbettung in die Arbeitsabläufe.
Ich empfehle deshalb, vom Prozess her zu denken statt vom Tool. Wo entsteht im eigenen Ablauf Wert, und wo ist das Team bereit? Im CAS prüfen Sie mit Prof. em. Dr. Roman Boutellier und Dr. Fabian Schäfer, welche Anwendungsfälle sich in Ihren eigenen Prozessen lohnen.
Wie hängen Innovation, KI und Change Management zusammen?
Für mich bilden sie eine Abfolge. Zuerst geht es darum, die richtigen Zukunftsthemen zu erkennen und auf die Agenda zu bringen. Dann nutzen Sie KI und digitale Technologien als Hebel, ohne die Organisation zu überfordern. Schliesslich verankern Sie die Veränderung so, dass sie bleibt. Das CAS folgt dieser Abfolge in seinen Modulen Innovation, Digitale Zukunftsfähigkeit und Transformation.
Für die Verankerung arbeite ich gern mit einem Bild aus dem Kaizen. Veränderung ist wie ein Stein, den man einen Berg hinaufrollt. Irgendwann lässt jemand los, weil eine Krise dazwischenkommt oder eine Schlüsselperson die Stelle wechselt. Dann rollt der Stein zurück.
Wer unterwegs Keile setzt, verliert ein paar Schritte. Wer keine setzt, steht wieder am Anfang. Keile sind Fortschritte, die schon in der Kultur verankert sind.
Was bringt die Organisationspsychologie für Change Management und Transformation?
Veränderung hängt davon ab, wie Menschen sie deuten. Organisationspsychologie erklärt, wie Unsicherheit und Widerstand entstehen. Und sie zeigt, wie man Menschen trotzdem für Veränderung gewinnt.
Im CAS ist deshalb jedes Modul doppelt angelegt, mit einer strategischen und einer psychologischen Perspektive. Im dritten Modul geht es etwa um psychologische Sicherheit, Widerstände und Führung im Wandel. Dr. Sandra Berenbold sagt dazu: «In Veränderungen brauchen Menschen vor allem eines: Sicherheit. Im CAS lernen die Teilnehmenden, diese zu geben und Skeptiker zu Mitverschwörern im Wandel zu machen.»
Das CAS ist an der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW angesiedelt. Das Institut für Innovation, Transformation und Nachhaltigkeit verbindet dort psychologische Expertise mit Praxisprojekten.
Ist das CAS eine Weiterbildung in Organisationsentwicklung?
Ja, mit einem klaren Fokus. Sie lernen, Transformationsprozesse strukturiert aufzusetzen und die kulturellen Voraussetzungen für Wandel zu entwickeln. Und Sie führen Menschen durch die Unsicherheit, die jede Veränderung begleitet.
Der Fokus liegt auf Zukunftsthemen wie Innovation und der Einführung von KI. Er liegt zudem auf der Rolle der Teilnehmenden. Viele arbeiten in der Linie oder als Fachperson, ohne Mandat des Top-Managements. Im CAS lernen sie, Organisationsentwicklung aus dieser Position wirksam voranzubringen.
Wer eine breite Grundausbildung in den Methoden der Organisationsentwicklung sucht, findet dafür spezialisierte Programme.
Kann ich im CAS an einer echten Herausforderung aus meiner Organisation arbeiten?
Ja, das ist der Kern des CAS. Sie bringen ein reales Zukunftsthema aus Ihrem Arbeitsalltag ein und bearbeiten es als Fallanalyse. Wer am CAS arbeitet, arbeitet also an seinem eigenen Thema. Dozierende und andere Teilnehmende geben laufend Rückmeldung. Am Ende steht ein Umsetzungsplan, den Sie Ihrem Management präsentieren.
Ein mögliches Beispiel: Eine Standortleiterin bereitet den Einsatz von KI in der Auftragsplanung vor. Im CAS klärt sie, welche Anwendung sich lohnt und wie sie Vorgesetzte und Team dafür gewinnt. Ihre Organisation erhält so einen fundierten Plan für ein Thema, das sie ohnehin beschäftigt. Die Fallanalyse ist zugleich Ihr Leistungsnachweis: eine schriftliche Arbeit mit Elevator Pitch.
In unserer Absolventenbefragung 2024 (n=139) bewerten die Teilnehmenden der Weiterbildungen unserer Hochschule ihr professionelleres Handeln dank neu erworbener Kompetenzen mit 3,6 von 4.
Brauche ich technisches Vorwissen zu KI?
Nein, technisches Vorwissen braucht es nicht. Im CAS entwickeln Sie fundiertes Anwendungswissen zu KI. Dazu kommt die Reflexion auf zwei Ebenen.
Auf der strategischen Ebene klären Sie, welche Anwendung welche Wirkung für Ihre Organisation und Ihren Bereich hat. Auf der psychologischen Ebene klären Sie, wie Menschen auf die Einführung eines KI-Tools reagieren. Und Sie lernen, diese Einführung psychologisch kompetent zu gestalten.
Prof. em. Dr. Roman Boutellier beschreibt das Ziel so: «Im CAS lernen die Teilnehmenden, KI und digitale Technologien systematisch zu bewerten und dort Kompetenzen aufzubauen, wo der Nutzen für die eigene Organisation real ist.»
Auch Personen mit technischem Hintergrund profitieren. Sie ergänzen ihr Wissen um die strategische und die psychologische Seite der Einführung.
Wie viel Zeit brauche ich, und lässt sich das CAS mit dem Beruf vereinbaren?
Das CAS umfasst 15 Unterrichtstage über neun Monate, vom 23. April bis 10. Dezember 2027. Zwölf Tage finden in Präsenz in Olten statt, drei Tage digital und asynchron. Dazu kommen drei kurze Online-Reflexionen am Abend. Für das Zertifikat braucht es eine Anwesenheit von 80 Prozent.
Wir nehmen maximal 24 Personen auf. Die Präsenztage stärken den Austausch und Ihr berufliches Netzwerk. Bei der Planung achten wir besonders auf eine gute Vereinbarkeit mit dem Beruf, die asynchronen Tage tragen dazu bei. Zudem arbeiten Sie im CAS an Ihrem eigenen Thema aus dem Arbeitsalltag.
In unserer Absolventenbefragung 2024 (n=139) bewerten die Teilnehmenden der Weiterbildungen unserer Hochschule die Erweiterung ihres fachlichen und sozialen Netzwerks mit 3,6 von 4.
Mein Anspruch ist: Was Sie lernen, hilft Ihnen in der nächsten Woche, Ihre Arbeit wirksamer zu machen. Die genauen Termine finden Sie im Datenplan.
Was kostet das CAS, und wie lässt er sich mit anderen Weiterbildungen kombinieren?
Das CAS kostet CHF 8 750 inklusive Kursunterlagen, exklusive Reise- und Verpflegungsspesen. Sie schliessen mit einem Certificate of Advanced Studies FHNW und 15 ECTS-Punkten ab.
Dieses CAS ist Teil des MAS Business Psychology der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW. Sie können auch mit einem einzelnen Modul einsteigen: Die SAS Geschäftsinnovation, Digitale Zukunftsfähigkeit und Transformation führen sind einzeln buchbar. Nach Abschluss mit Kompetenznachweis lassen sie sich an das CAS anrechnen.
Wie läuft die Anmeldung, und geht das auch ohne Bachelor-Abschluss?
Die Zulassung ist grundsätzlich auch ohne Bachelor-Abschluss möglich. Für Fragen und Abklärungen zu Ihrern Voraussetzungen, steht Ihnen Sabine Schärer, Weiterbildungskoordinatorin am Zentrum für Weiterbildung, gerne zur Verfügung.
Für die Anmeldung laden Sie Ihren Lebenslauf, eine kurze Erläuterung Ihrer Ziele und Erwartungen sowie relevante Zertifikate hoch. Ich prüfe Ihre Unterlagen persönlich. Je nach Ergebnis nehme ich Sie direkt auf oder lade Sie zu einem Gespräch ein. Darin klären wir gegenseitige Erwartungen und offene Fragen.
Gibt es einen Anmeldeschluss?
Einen Anmeldeschluss gibt es nicht. Wir vergeben die maximal 24 Plätze in der Reihenfolge der Anmeldungen an Personen, deren Profil zum CAS passt.
Wir wissen, dass Weiterbildungsbudgets heute weniger planbar sind als früher. Deshalb gilt für alle derselbe Preis, unabhängig vom Zeitpunkt der Anmeldung. Frühe Anmeldungen erleichtern uns jedoch die Planung. Wer sich bis zum 31. Januar 2027 verbindlich anmeldet, erhält als Dankeschön Zugang zu den digitalen Inhalten des CAS Menschen in Organisationen: verstehen, stärken, coachen. Diese Inhalte vertiefen das Verständnis für individuelle Persönlichkeiten und Motivationslagen. Und sie zeigen, wie man psychologisch kompetent damit umgeht.
Short Advanced Studies – SAS
Sie möchten sich zunächst gezielt zu einem Thema weiterbilden? Die folgenden SAS bieten einen kompakten Einstieg und können nach Abschluss mit Kompetenznachweis an dieses CAS angerechnet werden.




