Ein Brückenangebot von fünf Schweizer PHs unterstützt Lehrpersonen mit Fluchterfahrung auf dem Weg zur Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Lehrdiplome und bei der beruflichen Integration in der Schweiz.
Am 11./12. September 2026 starteten 23 Lehrpersonen mit Fluchterfahrung aus verschiedenen Deutschschweizer Kantonen ein einjähriges Brückenangebot. Das Angebot wird im Rahmen des Projekts «Requalifikation und berufliche Integration von Lehrpersonen mit Fluchterfahrung (RILF)» durchgeführt. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein ausländisches Lehrdiplom. Zudem verfügen die meisten Teilnehmenden über mehrjährige Unterrichtserfahrung in ihren jeweiligen Herkunftsländern.

Ziel des RILF-Brückenangebots ist es, den Lehrpersonen langfristig einen gleichberechtigten Zugang zum Berufsfeld Schule in der Schweiz zu ermöglichen. Es umfasst fast 500 Lektionen, inklusive Hospitationen und Praxiseinsätze auf der Zielstufe.
Ein berufsspezifischer Deutschkurs macht fast die Hälfte des Gesamtprogramms aus. «Die Teilnehmenden erhalten während Hospitationen und Praxiseinsätze im Schulfeld, in den auf das Berufsfeld ausgerichteten Modulen sowie im Austausch in den Lerngruppen die Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse gezielt anzuwenden und zu erweitern», erklärt Chiara Guasso (PH FHNW und PH Luzern), die zusammen mit Petra Hild (PH Zürich) das Angebot koordiniert.
Nach Abschluss der einjährigen Pilotphase am 3. Juli 2027 wird das RILF-Brückenangebot evaluiert und bei Bedarf angepasst. Langfristig werden regionale Angebote angestrebt, wodurch auch die Teilnehmendenzahl erhöht werden kann.
Das Projekt «wird gemeinsam von der PH Luzern (Leading House), der PH FHNW, der PH Zürich, der PH St. Gallen und der PH Zug umgesetzt und durch projektgebundene Gelder im Rahmen des Programms «Chancengerechtigkeit – Förderung der Gleichstellung, Diversität und Inklusion auf allen Ebenen der Hochschulen (2025–2028)» von swissuniversities unterstützt.
Zur Sicherung der Nachhaltigkeit ist eine Überführung des RILF-Brückenangebots in die regulären Strukturen der beteiligten PHs vorgesehen. Eine Ausweitung auf weitere PHs sowie auf weitere Personen mit ausländischem Lehrdiplom ist geplant.
Kontakt
Dr. Susanne Burren
- Telefon
- +41 56 202 70 81
- susanne.burren@fhnw.ch
Chiara Guasso
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- +41 56 202 87 53 (Direkt)
- chiara.guasso@fhnw.ch
Fanny Schmidt
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- +41 56 202 73 75
- fanny.schmidt@fhnw.ch
Mirja Furrer
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- +41 62 957 37 91 (Direkt)
- mirja.furrer@fhnw.ch




