Der Workshop führt Sie in die empirische Analyse von Unterricht durch systematische Beobachtung ein und verbindet theoretische Grundlagen mit praktischer Anwendung an realen Unterrichtsvideos.
Steckbrief
- Lernsetting
- Präsenz
- ECTS-Punkte
- 1
- Nächster Start
- 4.6.2026
- Dauer
- 2 Tage
- Durchführungsort(e)
- Brug-Windisch
- Preis
- CHF 300
- Format
- Kurs
- Zielpublikum
- Mitarbeitende an Hochschulen und Dozierende an Hochschulen
Ziele und Nutzen
Unterricht ist ein komplexes Zusammenspiel von Interaktionen zwischen Schüler*innen, Lehrpersonen und dem Unterrichtsinhalt, das besondere methodische Herausforderungen für die Forschung birgt. Ein bewährter Ansatz, um Unterricht empirisch zu analysieren, sind Beobachtungsverfahren. In diesem zweitägigen Workshop lernen Sie die Grundlagen und Methoden der Unterrichtsbeobachtung kennen und anzuwenden.
Der Workshop startet mit einer Einführung in die Besonderheiten von Unterricht als Forschungsgegenstand. Anschliessend lernen Sie die formalen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen für eigene Erhebungen kennen, erhalten einen Überblick über verschiedene quantitative Auswertungsverfahren, erlernen verschiedene Kodier- und Ratingverfahren und entwickeln ein eigenes quantitatives Beobachtungsinstrument, das direkt auf reale Unterrichtsvideos angewendet wird. Die praktischen Erfahrungen nutzen wir, um Qualitätskriterien für Beobachtungsverfahren sowie die Validität der gewonnenen Daten zu diskutieren.
Des Weiteren lernen Sie die notwendigen Prozesse kennen, um erfolgreich eine eigene quantitative Beobachtung zu koordinieren – wir vertiefen unter anderem die Schulung von auswertenden Personen und fortlaufende Qualitätskontrollen im Auswertungsprozess. Zum Abschluss haben Sie die Möglichkeit, Ihre eigenen Forschungsprojekte zu besprechen und sich mit den anderen Teilnehmenden auszutauschen.
Teilnehmende des Workshops
- sind mit den Spezifika des Forschungsgegenstandes «Unterricht» vertraut.
- wissen, worauf beim Videographieren von Unterricht geachtet werden muss.
- kennen verschiedene niedrig- und hoch-inferente quantitative Auswertungsverfahren.
- haben einen eigenen quantitativen Code entwickelt und an realen Unterrichtsvideos erprobt.
- können Kodierungen hinsichtlich ihrer Reliabilität und Validität beurteilen.
- sind in der Lage, eine Auswertung zu planen und zu koordinieren.

Dieser Kurs ist auch Teil der Methodenwoche
Aufbau und Inhalte
Inhalte und Praxisphasen finden im Wechsel statt. Übungen ermöglichen es, neue Inhalte sofort anzuwenden und klassische Hürden sowie Lösungsstrategien für diese selbst kennenzulernen. Praxisphasen in Gruppen fördern den Austausch untereinander und bieten Raum für gemeinsame Reflexion. Die Inhalte des Workshops werden mit den Forschungsvorhaben der Teilnehmenden in Verbindung gesetzt.
Daten und Ort
Do, 4.6.2026, 8.45–16.30 Uhr
Fr, 5.6.2026, 8.45–16.30 Uhr
Brugg-Windisch
Dozierende
- Dr. Benjamin Herbert, Qualitätsmanagement Studium und Lehre (Hochschule Darmstadt)
Voraussetzungen und Zulassung
Zielgruppe
- Dozierende an Hochschulen
- Mitarbeitende an Hochschulen
Aufnahmekriterien
Erfahrungen in der qualitativen Forschung sind wünschenswert, aber keine zwingende Voraussetzung.
Organisatorisches
Gebühren
CHF 300
Beratung und Info-Anlässe
Kontakt

Svenja Schweri
- Telefon
- +41 56 202 81 02
- svenja.schweri@fhnw.ch

Dr. Jasmin Näpfli
- Telefon
- +41 56 202 79 54 (Direkt)
- jasmin.naepfli@fhnw.ch
Info-Anlässe
Zu diesem Angebot gibt es keine Info-Anlässe.
Anmeldung
Auswertung von Unterricht durch quantitative Beobachtungsverfahren: eine praxisorientierte EinführungStart Juni 2026
- Datum
- 4.6.2026–5.6.2026
- Dauer
- 2 Tage
- Unterrichtstage
- Freitag und Donnerstag
- Ort
- Brugg-Windisch
- Anmeldeschluss
- 19.4.2026