Wenn Differenzsensibilität in Lehr- und Lernverhältnissen hörbar wird.
Projektdetails
- Typ
- Forschungsprojekt
- Forschungsfeld
- Nachhaltigkeit in Bildung und Erziehung: BNE, Chancengerechtigkeit, Demokratie
- Themen
- Diversity, Inklusion und Integration
- Hochschule/Institut
- Pädagogische Hochschule FHNW / Institut Weiterbildung und Beratung
- Förderung
- swissuniversities
- Laufzeit
- Februar 2025 – Februar 2027
- Leitung
- Dr. Susanne Burren, Prof. Dr. Ulla Klingovsky, Prof. Dr. Wiktoria Furrer
- Mitarbeit
- Fanny Schmidt, Stephanie Gyger, Anouk Recher, Sascha Willenbacher
Leitung

Dr. Susanne Burren
- Telefon
- +41 56 202 70 81
- susanne.burren@fhnw.ch

Prof. Dr. Ulla Klingovsky
- Telefon
- +41 61 228 52 58
- ulla.klingovsky@fhnw.ch

Prof. Dr. Wiktoria Furrer
- Telefon
- +41 56 202 81 89
- wiktoria.furrer@fhnw.ch
Über das Projekt
Radio Diversity ist ein gemeinsames Projekt der Fachstelle Gleichstellung und Diversity, der Professur für Erwachsenenbildung und Weiterbildung und der Professur für Kulturvermittlung und Theaterpädagogik der PH FHNW. Das Projekt lädt Studierende, Dozierende und weitere Akteur*innen aus dem Bildungsbereich dazu ein, im gemeinsamen Radiomachen kritisch über Differenzsensibilität und institutionellen Lehr- und Lernpraktiken nachzudenken.
In kreativen und partizipativen Erkundungsworkshops werden differenzkritische Fragestellungen auf der Mikro-, Meso- und Makroebene von Bildung diskutiert. Poststrukturalistische und bildungstheoretische Zugänge und Konzepte wie das Verlernen (Castro Varela/Dhawan 2003) dienen dabei als theoretischer Rahmen.
Die Diskussionen und Reflexionen finden ihren Ausdruck in explorativen Radiobeiträgen, die nicht nur dokumentieren, sondern auch selbst als eigenständige Form der Bildungsarbeit verstanden werden. Die Workshops werden so zum Material von Radio Diversity und eröffnen Räume für differenzsensible Diskurse innerhalb der Hochschule.
Methodische Zugänge
Das Radio wird zum Medium der Exploration bislang noch unartikuliert gebliebener Gedankengänge. Ausgehend von Erfahrungen und u.a. angereichert durch Materialien aus dem PgB-Projekt «Differenzsensible Lehre», werden in Kleingruppen unterschiedliche Dimensionen dieser Erfahrungswelten und ihrer Lesarten erkundet und mittels Aufnahmegeräte «hörbar» und «analytisch bearbeitbar» gemacht. Im Modus der Analyse geht es um die Weiterentwicklung differenzsensibler Lehre in Bezug auf Lehr- und Lernverhältnissen in der Hochschullehre, im Kursraum und im Klassenzimmer (vgl. LeBreton/Blaser/Toletti/Burren 2022, Klingovsky 2016) und um die Erkundung didaktischer Gestaltungsmöglichkeiten auf Mikro-, Meso-, Makroebene von Lehre (Dankwa et al 2021; Furrer/ Henke 2018). Evoziert wird ein Prozess des Un-learnings (Castro Varela/Dhawan 2003, S. 279), wie es im Forschungsprojekt Critical Diversity Literacy arts & further education (Klingovsky, Pfründer, 2017, S. 367) entlang poststrukturalistisch-bildungstheoretischer Zugänge und über künstlerische Praktiken ausgearbeitet wurde. Ausgehend von Critical Diversity Literacy (Melissa Steyn, 2015) sollen «analytische Differenzierungen ermöglicht und Ansatzpunkte für Veränderungen aufgespürt werden» (Kingovsky, Pfründer, 2021, S.60f).
