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FOSSA – für Forschung/Wissenschaft

Der FOSSA-Ansatz

Die PISA-Studie 2018 belegte erneut, dass Jugendliche aus belasteten Familien im Schweizer Bildungssystem stark benachteiligt sind. Sie erbringen tiefere Leistungen und zeigen ungünstigere Bildungsverläufe. Sie sind eher von Schulausschluss bedroht, haben geringere Chancen auf eine Lehrstelle, ein höheres Arbeitslosigkeitsrisiko und ein erhöhtes psychosoziales Risiko. Kinder aus beanspruchten Familien können zudem Verhaltensschwierigkeiten entwickeln.

Eine wichtige Ursache für Verhaltensschwierigkeiten liegt in einer ungünstigen Selbstregulation der Kinder. Die Fähigkeit zur Selbstregulation gehört zu den basalen Kompetenzen, die im Entwicklungsverlauf erworben werden müssen. Der FOSSA-Ansatz beschreibt Massnahmen, wie Lehrpersonen und Eltern diese Kinder optimal fördern können. Es wurde ein innovatives Massnahmenpaket für Kinder mit Verhaltensschwierigkeiten, ihre Eltern und Lehrpersonen entwickelt. Momentan wird dieses Massnahmenpaket vom Forschungsteam analysiert und die Wirkung überprüft. Die Ergebnisse tragen dazu bei, diese Massnahmen zu optimieren, sodass sie in Schulen und Familien zielgerichtet und effizient umgesetzt werden können.

Massnahmen

Ein Team von Erziehungswissenschaftlerinnen und Erziehungswissenschaftlern und Lehrpersonen mit langjähriger Praxiserfahrung entwickelte eine Weiterbildung für Lehrpersonen mit dem Ziel, Kinder mit Verhaltensschwierigkeiten optimaler im Unterricht zu unterstützen und zu fördern. Die Weiterbildung fokussiert sowohl auf die Einstellungs- als auch Verhaltensebene der Lehrpersonen im Unterricht.  Zudem entwickelte das Institut für wirksame Jugendhilfe kompetenzhoch3 ein Familienprogramm, das mit dieser Weiterbildung abgestimmt wurde (vgl. KOFA-Schule).

Eine Interventionsstudie

Der FOSSA-Ansatz wird im Rahmen eines Forschungsprojekts wissenschaftlich analysiert und überprüft. Es wurde eine Interventionsstudie mit Vorher- und Nachher-Messung sowie Experimental- und Kontrollgruppe durchgeführt. In der Experimentalgruppe erhielten die Lehrpersonen von Kindern mit Verhaltensschwierigkeiten eine Weiterbildung und die Eltern nahmen an einem Familienprogramm teil. Insgesamt nahmen in der Experimentalgruppe 117 Primar- und Kindergartenkinder und in der Kontrollgruppe 84 Kinder mit ihren Eltern und Lehrpersonen am Projekt teil.

Die Kinder wurden zufällig in die Experimental- oder Kontrollgruppe eingeteilt und für die Teilnahme angefragt. Die Eltern und die Lehrpersonen wurden jeweils vor und nach der Intervention zu Merkmalen des Kindes, zur familiären Situation und zu Unterrichtsaspekten befragt. Zudem wurde mit den Kindern zu beiden Messzeitpunkten ein standardisierter Entwicklungstest durchgeführt. Die Daten der Befragungen und des Entwicklungstests wurden entweder online oder auf Papier erfasst. Die vorliegenden Daten werden aktuell analysiert.

Möchten Sie mehr zum FOSSA-Forschungsprojekt, zur Weiterbildung oder zum Familienprogramm erfahren? Schreiben Sie uns an Zm9zc2EuemxzLnBoQGZobncuY2g=. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

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