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Für die Bachelorarbeit hat sich Benedikt Büchenbacher mit seinem Motorrad auf die Reise nach Schweden gemacht.

5 Monate hat er an der Universität Linköping im Bereich der Tiefenhirnstimulation geforscht.

Interview mit Benedikt Büchenbacher


Studiengang: Medizintechnik
Auslandsaufenthalt: Bachelorarbeit
Gastinstitution: Universität Linköping

Was war deine Motivation, einen Auslandsaufenthalt zu machen?
Ein Auslandsaufenthalt gibt die Möglichkeit, den Horizont in vielen Bereichen zu erweitern. Mich hat diese Möglichkeit während dem Bachelorstudium sehr überzeugt, da ich als Student noch nicht stark an einen Wohnort gebunden bin. Ein neues Land erkunden, neue Menschen, Freunde und deren Kultur kennenlernen und dort gleichzeitig seine Ausbildung fortsetzen, ist für mich ein grosses Abenteuer.
Zudem habe ich aus der Reise nach Schweden eine wunderschöne Motorradtour durch Deutschland und Dänemark machen können.

Warum hast du dich für deine Gastuniversität und dein Gastland entschieden?
Die Entscheidung für die Gastuniversität in Schweden ist aufgrund der Möglichkeit entstanden, eine Bachelorthesis im Bereich Tiefenhirnstimulation zu schreiben. Zudem war ich noch nie in Schweden und wollte herausfinden, welche Gemeinsamkeiten das Land mit der Schweiz teilt.

Wie gestaltet sich dein Alltag?
Der Alltag während meiner Bachelorarbeit war sehr flexibel gestaltet. Ich habe ein eigenes Büro am Institut für Neurotechnik am Campus des Universitätsspitals in Linköping bekommen. Aufgrund der Pandemie habe ich jedoch nur drei Tage pro Woche am Campus gearbeitet und gegen Ende des Aufenthalts war nur noch Home-Office möglich. Ich konnte mir meine Arbeitszeiten selbst einteilen, jedoch richtet sich in Schweden der Tagesablauf nach dem sogenannten Fika. Fika ist eine typisch schwedische, gesprächige Kaffeepause um 10 und um 15 Uhr, bei der die Schweden ihren geliebten gerösteten Kaffee trinken und dazu einen «Kanel-bullar» oder «Knäckebröd» mit Käse essen. Gearbeitet wird zwischen den Fika-Pausen. Im Herbst stehen die Schweden eher früher auf, da es auch immer früher dunkel wird und man möglichst viel Tageslicht tanken möchte. Am Abend nach der Arbeit habe ich mich mit Freunden getroffen oder eine Sporteinheit gemacht.

Woran hast du geforscht und welche Ergebnisse hast du erzielt?
Die Tiefenhirnstimulation ist ein modernes Verfahren der Neurochirurgie, um die Symptome von neurologischen Erkrankungen zu lindern. Ein grosses Ziel der Tiefenhirnstimulation ist genau vorherzusagen, welches Hirngewebe durch die Stimulation angeregt wird. Computersimulationen können dabei helfen, solche Vorhersagen darzustellen und zu analysieren.
Ich habe drei verschiedene Hirnleitfähigkeitsmodelle mithilfe von MRI-Daten simuliert und analysiert. Zuerst habe ich aus MRI Bildern Leitfähigkeitsmodelle berechnet und dann diese Modelle verwendet, um Simulationen des elektrischen Feldes zu vergleichen. Die Leitfähigkeitsmodelle unterscheiden sich in ihrer Berechnung und Leitfähigkeitseigenschaften.
Ich konnte aufzeigen, welche Eigenschaften und Unterschiede die drei Modelle im Bezug auf die Ausbreitung des elektrischen Feldes während den Simulationen haben.

Was hat dich an deinem Auslandaufenthalt am meisten überrascht?
Überrascht hat mich die Freundlichkeit der Personen, mit denen ich zusammengearbeitet ha-be. Aus der schwierigen Pandemiesituation wurde stets das Beste herausgeholt. Schwierigkei-ten und Probleme waren herausfordernd, aber haben zum einzigartigen Erlebnis beigetragen.
Die Natur in Schweden ist einzigartig unberührt und die Biodiversität definitiv höher als in ande-ren europäischen Ländern. Für Naturbegeisterte wie mich waren die Wochenend-Trips in den wunderschönen Wäldern und an den Seen sehr beeindruckend.

Welchen Tipp möchtest du zukünftigen Austauschstudenten geben?
Die Schweden sind manchmal etwas zurückhaltend oder schüchtern gegenüber fremden Leu-ten. Jedoch kann man dieses Eis schnell brechen mit etwas Smalltalk.
Die Studentenorganisationen ISA und ESN organisieren sehr gute Events und Ausflüge, wo man schnell gute Freunde kennenlernt.

Ab ins Ausland?

Unsere Studierenden profitieren von der internationalen Vernetzung der Hochschule für Life Sciences. Ein Auslandsaufenthalt bei unseren Partnerschulen ist bei Bachelor- wie auch Master-Studierenden sehr begehrt. Nicht nur, um den persönlichen Horizont zu erweitern, sondern auch, um neue soziale und kulturelle Kompetenzen zu erwerben.

Im Rahmen unseres Masterprogramms können ausgewählte Studierende durch ein zusätzliches Semester an einer unserer Partnerschulen, zwei Diplome erhalten. Das Double-Degree Programm ist besonders attraktiv für Masterstudierende, die anschliessend eine Promotion anstreben. Weitere Details zum Double-Degree-Programm finden Sie im hier.

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