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20.03.2018 | Hochschule für Angewandte Psychologie

Eigenes Budget lässt Jugendliche besonnen wirtschaften

Wenn Eltern ihren Kindern bereits mit 12 Jahren finanzielle Verantwortung übertragen, lernen sie frühzeitig mit Geld umzugehen. Zu diesem Ergebnis kamen Forscherinnen der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW und der Hochschule Luzern.

In Auftrag gegeben hatte die Studie der Verein Jugendlohn. Der Verein Jugendlohn setzt sich für ein Erziehungsmodell ein, bei dem Eltern ihren Kindern für ihre Lebenskosten einen monatlichen Betrag auszahlen. Dieses Budget, den «Jugendlohn», dürfen die Jugendlichen selbst verwalten. Entwickelt wurde das Modell von Urs Abt, Psychologe und Familientherapeut, in den 1970er Jahren.

Befragung der Eltern mit Online-Fragebogen

Für die Studie kontaktierten die Forscherinnen Anne Herrmann, Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW, und Claudia Meier Magistretti, Hochschule Luzern, Soziale Arbeit, rund 5.800 Eltern. Diese hatten in den Jahren 2014 bis 2016 die Website des Vereins Jugendlohn be-sucht und Informationen zum Jugendlohn angefordert. 944 Befragte füllten den Online-Fragebogen vollständig aus.

Positive Ergebnisse

Die Ergebnisse der Studie zeigen ein positives Bild des Jugendlohns. Ein Grossteil der Eltern machte die Erfahrung, dass ihre Kinder aufgrund des Jugendlohns lernten mit Geld umzugehen. So entwickelten sie mehr Autonomie und Selbstverantwortung in Geldfragen und wogen notwendige Anschaffungen und Konsumbedürfnisse gegeneinander ab. Ausserdem gingen sie preisbewusster und sorgfältiger mit dem eigenen Geld um.

Weitere Informationen

Studie Jugendlohn - Evaluation 2018

Lohnt sich Jugendlohn?

Kontakt

Prof.
Prof. Dr. Anne Herrmann Leiterin Institut für Marktangebote und Konsumentscheidungen
Telefon : +41 62 957 27 46 (Direkt)
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