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Hausbesuche in Abklärungen im Kindes- und Erwachsenenschutz

Ein Team der FHNW untersucht im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 76 Hausbesuche im Kindes- und Erwachsenenschutz. Für den Implementationsteil suchen wir Mitwirkende aus der Praxis. Haben Sie Erfahrung im Kindes- und/oder Erwachsenenschutz? Dann melden Sie sich bei uns.

© LumineImages / iStock / Getty Images Plus

Hausbesuche haben in der Sozialen Arbeit und insbesondere im Kindes- und Erwachsenenschutz eine über hundertjährige Tradition. Als Eingriff des Staates in die räumliche und familiäre Privatsphäre von Bürger*innen ist das Instrument des Hausbesuchs freilich nicht unproblematisch. Im aktuellen Fachdiskurs finden sich vereinzelte Reflexionen zu den Chancen, Risiken und Dilemmas, die mit Hausbesuchen verbunden sind. Im spezifischen Kontext der Schweiz wurde das Instrument aber noch nicht untersucht. Weiter fehlen bisher fokussierte historische Perspektiven.

Ziel des Forschungsprojekts ist die Rekonstruktion von Geschichte und Gegenwart sozialarbeiterischer Hausbesuche im Rahmen des Kindes- und Erwachsenschutzes. Im historischen Teil werden Aktenbestände aus den 1960er- und 1970er-Jahren analysiert. Die Perspektive auf die Gegenwart basiert einerseits auf der Analyse von Akten, welche ab 2000 entstanden sind. Andererseits werden Interviews mit Professionellen und Betroffenen durchgeführt, die qualitativ ausgewertet werden. Weiter sollen die Interaktionen bei Hausbesuchen im Rahmen von teilnehmenden Beobachtungen analysiert werden. Das Projektteam, das sich aus Angehörigen der Disziplinen Soziale Arbeit, Soziologie und Geschichte zusammensetzt, greift bei der Untersuchung auf Methoden der qualitativen Sozialforschung und der Geschichtswissenschaft zurück. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Folgen von Hausbesuchen auf Fallverläufe sowie geschlechtsspezifische Aspekte im Zusammenhang mit der Wohnsituation. Anhand der Untersuchungsergebnisse sollen historische Transformationen und Kontinuitäten dargelegt werden. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Praxisorganisationen dienen die Befunde weiter der grundrechtlichen und historischen Sensibilisierung von Professionellen, die in ihrer Praxis mit dem Instrument des Hausbesuchs arbeiten.

Implementation: Wir suchen Sie!

In der Schlussphase suchen wir den direkten Austausch mit Vertreter*innen der Praxis. Ziel ist dabei einerseits die Validierung der Forschungsbefunde. Andererseits möchten wir ein Reflexionsinstrument erarbeiten, das in der Praxis künftig als Orientierungsrahmen dienen soll. Für beide Ziele ist Ihre Perspektive als Fachmitarbeiter*in im Kindes- und Erwachsenenschutz unverzichtbar!

Workshops in Olten und Muttenz

Wir organisieren im April 2022 zwei Workshops, einen in Olten und einen in Muttenz (FHNW). Die Workshops dauern jeweils 3 Stunden und dienen der Diskussion der Forschungsergebnisse und der Erfassung möglicher Anliegen für das Reflexionsinstrument. An einem Follow-Up-Workshop werden wir das erarbeitete Reflexionsinstrument zur Diskussion stellen. Zunächst suchen wir Teilnehmende für einen der beiden Workshops im April. Diese Workshops finden wie folgt statt:

  • Freitag, 1. April, 13.30 bis 16.30 Uhr, Olten, Fachhochschule Nordwestschweiz
  • Montag, 4. April, 13.30 bis 16.30 Uhr, Muttenz, Fachhochschule Nordwestschweiz

Sind Sie interessiert, in einem kleinen Rahmen und mit überschaubarem Aufwand einen Beitrag zu unserem Projekt zu leisten?

Für eine Anmeldung an einen der beiden Workshops oder weitere Auskünfte können Sie sich jederzeit bei uns melden:

Für Rückfragen steht Ihnen die Projektleiterin Dr. Martina Koch zur Verfügung: bWFydGluYS5rb2NoQGZobncuY2g=; 062 957 22 44

Eine Anmeldung für den Workshop in Olten oder in Muttenz (bitte Präferenz angeben) nimmt Fabienne Rotzetter entgegen: ZmFiaWVubmUucm90emV0dGVyQGZobncuY2g=

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