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Arbeitsgebiet

Die Professur Berufspraktische Studien und Professionalisierung am Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie der PH FHNW bewegt sich mit ihren Arbeiten in den drei Berufsfeldern

- Schulische Heilpädagogik,
- Heilpädagogische Früherziehung,
- Logopädie.


Ihr wissenschaftliches Interesse gilt somit den beruflichen Aufgaben und dem realen beruflichen Handeln in Familien, in Einrichtungen der Frühen Betreuung, Bildung und Erziehung, in Kliniken und logopädischen Praxen sowie in Schulen, Diensten, Zentren und weiteren Einrichtungen des Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesens.

Sie beschäftigt sich mit Fragen der Professionsentwicklung und der Professionalisierung auch vor dem Hintergrund notwendiger Veränderungen hin zu inklusiven Strukturen und Verständnissen.

In der Professur bestehen Expertisen zu logopädiespezifischen Themen, zu Kooperation, Kommunikation und Beratung, zu Sprachförderung, sprachlicher und mehrsprachiger Bildung, zu Neurodiversität sowie zu inklusiver (Früh)Pädagogik.

Die Professur erfüllt auf der Basis dieser Expertisen und der Berufsfeldnähe ihrer Teammitglieder Entwicklungsaufgaben und erbringt Weiterbildungen für heilpädagogische Fachpersonen, Spielgruppenleiterinnen und -leiter, Fachpersonen Betreuung, Lehrpersonen verschiedener Stufen sowie Logopädinnen und Logopäden.

Sie ist ausserdem zuständig für die kontinuierliche Weiterbildung der in den Studiengängen des ISP tätigen Praktikumsleitenden, Praxislehrpersonen, Praxiscoaches und Mentorinnen und Mentoren sowie für deren Gewinnung. Die Zusammenarbeit mit diesem Netzwerk schliesst die Gestaltung von Fach-, Austausch- und Koordinationsveranstaltungen ein.

Die Teammitglieder übernehmen Lehraufgaben in allen Studienbereichen sowie studiengangs- und institusübergreifend und sie betreuen Master- sowie Bachelor-Qualifikationsarbeiten.

In der Lehre verantwortet die Professur die Konzeption, Organisation, Durchführung und Weiterentwicklung sämtlicher Module in den berufspraktischen Studien einschliesslich der Praktika in den Studiengängen Logopädie und Sonderpädagogik mit beiden Vertiefungsrichtungen:


Berufsfeld incl. Recht

Die Modulgruppen Berufsfeld führen in die Tätigkeitsfelder und strukturelle berufliche Fragen ein. Sie vermitteln Wissen über relevante Institutionen, Organisationen und Systeme in Form von Informationen, Gastreferaten, Besuchen und Hospitationen. Die Modulgruppe dient ausserdem der Vermittlung rechtlicher Grundlagen und dem Aufzeigen bildungs-, sozial- und gesundheitspolitischer Kontexte, in denen die beruflichen Aufgaben angesiedelt sind.

Kommunikation und Beratung

Die Modulgruppe vermittelt die theoretischen Grundlagen für professionelle Kommunikation. Sie macht mit methodischen Ansätzen und Techniken vertraut und thematisiert deren Anwendung im Rahmen unterschiedlicher beruflicher Aufgaben und Settings. Die Modulgruppe beinhaltet beratungswissenschaftliche Inhalte sowie Themen der beruflichen Kooperation.

Reflexionsseminare

In den Reflexionsseminaren werden berufspraktische Erfahrungen und Fragen des beruflichen Handelns bearbeitet, reflektiert und Verknüpfungen mit berufswissenschaftliche Konzepten und Theorien hergestellt. Neben dem sonderpädagogischen resp. logopädischen Handeln in den Praktika werden in den Reflexionsseminaren Einstellungen, Haltungen und neben explizitem auch implizites Wissen zum Gegenstand. Die Modulgestaltung und der Methodeneinsatz variieren mit den Schwerpunkten der Praxisphasen sowie mit den Dozierenden, die die Reflexionsseminare leiten. Übergreifend ist die Fallarbeit zentral.


Mentorat

Professionelles Lernen ist wesentlich ein individueller Entwicklungsprozess. Er wird in der Ausbildung zwar angeleitet und vorstrukturiert, muss aber selbständig gesteuert und vollzogen werden. Der Mentor oder die Mentorin begleitet und unterstützt diesen Entwicklungsprozess, indem er oder sie mit den betreuten Studierenden diesen Prozess reflektiert, persönliche Entwicklungsziele definiert und auswertet sowie Verbindungen zwischen Inhalten der Lehrveranstaltungen und Erfahrungen im Berufsfeld sowie zwischen studiums- und berufsspezifischen Aufgaben und persönlichen Ressourcen herstellt.


Praktika

Praktika bieten die zentralen Gelegenheiten für problem- und fallbezogenes Lernen im konkreten Berufsfeld. Auf den verschiedenen Ebenen sonderpädagogischen resp. logopädischen Handelns werden die Studierenden mit beruflichen Aufgaben und Anforderungen konfrontiert. Sie gewinnen so eine wichtige Erfahrungsbasis für die theoretische Reflexion und den Aufbau von Handlungsalternativen. Die Praktika sind integraler Bestandteil der berufspraktischen Studien und strukturell über die Zusammenarbeit zwischen Praktikumsleitenden und Hochschule sowie über praktikumsbegleitende Lehrformate angebunden.
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