Nationale Tagung zum Übergang von der Schule in den Beruf
Eckdaten
Der Übergang von der Schule in die Berufsbildung und die Erwerbstätigkeit ist für die Jugendlichen, aber auch für die Schule und die Berufsbildung eine grosse Herausforderung. Die Jugendlichen sollen in der Schule die Kompetenzen erhalten, selbständig in der komplexen Gesellschaft zu bestehen, auf eine berufliche Karriere vorbereitet werden und die in einer direkten Demokratie erforderlichen Kompetenzen lernen. Es stellen sich Fragen der Benachteiligung gewisser Gruppen von Jugendlichen. Zudem ist es angesichts des Fachkräftemangels notwendig, dass möglichst alle Jugendlichen einen Abschluss der Sekundarstufe II erreichen.
Nach über 10 Jahren kommt die Längsschnittstudie Wirkungen der Selektion (WiSel) zu einem Abschluss. Jugendliche aus verschiedenen Kantonen wurden vom 5. Schuljahr bis fünf Jahre nach Austritt aus der Schule begleitet. Heute liegen viele wissenschaftliche und angewandte Publikationen mit Ergebnissen und Schlussfolgerungen vor.
Ausgewählte Ergebnisse sollen vorgestellt und diskutiert werden. Komplementär dazu werden mehrere andere grosse Studien vorgestellt. Schlussfolgerungen für die Praxis sowie die (Berufs-) Bildungspolitik und -verwaltung werden diskutiert. Die Schlussfolgerungen sollen beitragen, Jugendliche in einem zunehmend komplexen Umfeld auf dem Weg von der Schule in die Erwerbstätigkeit zu fördern.
Zielgruppen
Mitarbeitende und Studierende von Pädagogischen Hochschulen und Universitäten, Bildungsverwaltungen (Kantone und Bund), interessierte pädagogische Akteure aus Schulfeld und Berufsbildung, Berufsberatung, Berufsverbände
Programm
Hauptreferate (Morgen und Nachmittag)
Ab 8.00 Uhr Eintreffen
8.30 Uhr Beginn der Tagung, Begrüssung
Sabine Scheiben, Leiterin Ressort Weiterbildung, Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)
Prof. Dr. Wassilis, Kassis, Leiter Institut Forschung und Entwicklung der PH FHNW
- 9.00 Uhr
Prof. Dr. Markus Neuenschwander (PH FHNW): Herausforderungen beim Übergang von der Schule in die Erwerbstätigkeit: Forschungsbefunde und Implikationen für die Praxis - 9.45 Uhr
Prof. Dr. Katharina Maag Merki (Universität Zürich): Selektion – Quo vadis? Empirische Evidenzen und Herausforderungen für Praxis und Politik - 13.15 Uhr
Prof. Dr. Daniel Spurk (Universität Bern): Von der Bildung in den Arbeitsmarkt: Kritische Faktoren für einen erfolgreichen Übergang
Workshops (11.00–12.15 Uhr)
- Prof. Dr. Katja Driesel-Lange (Universität Münster): Förderung des Übergangs Schule - Beruf als Aufgabe der Schulentwicklung: Berufliche Orientierung datengestützt weiterentwickeln
- Dr. Jan Hofmann (PH FHNW): Schnupperlehren und Berufswahlpraktika: Mit welcher Absicht werden Berufe ausprobiert?
- Dr. Sandra Hupka (Universität Bern): Wege von Jugendlichen von der Schule in Berufsbildung: Wie beeinflussen Ausbildungswege das spätere Erwachsenenleben in der Schweiz?
- Prof. Dr. Irene Kriesi (EHB): Bildungswege auf Sekundarstufe II und die Entwicklung beruflicher Aspirationen und überfachlicher Kompetenzen im Jugendalter
- MA Lukas Ramseier (PH FHNW): Motivation im Bildungsverlauf: Die Relevanz passender Lernumwelten
Podiumsdiskussion (14.30–15.45 Uhr)
Von der Schule in den Beruf: Erwartungen an Schulen, Betriebe und Arbeitsmarkt
- Roman Good, Leiter Berufsbildung Deutschschweiz, Die Schweizerische Post AG
- Susanne Hardmeier, Generalsekretärin EDK
- Prof. Dr. Markus Neuenschwander, PH FHNW
- Dagmar Rösler, Präsidentin LCH
- Maya Schenkel, Leiterin Berufs-Studien- Laufbahnberatung Basel-Landschaft
Tagungsleitung: Prof. Dr. Markus Neuenschwander, Leiter Zentrum Lernen und Sozialisation PH FHNW
Moderation: Hans Fahrländer
Organisation: Suzanne Brunner, Zentrum Lernen und Sozialisation PH FHNW
Anmeldung
Die Anmeldefrist ist abgelaufen.