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Professionelle Grundtätigkeiten: «fühlen»

In diesem Fachseminar setzen Sie sich mit verschiedenen Dimensionen der professionellen Grundtätigkeit «fühlen» in Ihrem Berufsalltag auseinander. Fühlen wurde lange als Vorstufe des Denkens verstanden. Erst im 20. Jahrhundert erhält das Fühlen eine Aufwertung und nimmt inzwischen auch im Berufsalltag eine Schlüsselstellung ein.

Für Kant war das Fühlen zwar ein objektives Vermögen, mit dem aber keine objektive Erkenntnis möglich sei. Bei Hegel steht, dass ein Mensch, der nicht fähig ist, seine Gefühle zu reflektieren, eher einem Tier als einem Menschen gleiche. So schreibt Karl Popper, dass alles was das Leben lebenswert macht, mit Gefühl zu tun hat und Hannah Arendt stellt fest, dass sich Menschen erst durch das Arbeiten mit der Gesellschaft verbunden fühlen. In Anlehnung an Aristoteles Nikomachische Ethik entwickelt die amerikanische Philosophin Martha Nussbaum eine Theorie der menschlichen Grundbedürfnisse. Die Würde des Menschen sei nicht nur rational, sondern ebenso emotional und sozial; moralisches Urteilen sei nicht von Gefühlen zu trennen.

Inhalt

Im Seminar werden folgende Fragen bearbeitet:

  • Wie erscheint «Fühlen» allgemein (Phänomenologie)?
  • Wie interpretiere ich «Fühlen» in einer konkreten (Arbeits-)Situation (Hermeneutik)?
  • Für was kann/könnte die menschliche Fähigkeit des Fühlens alles gut sein (spekulative Methode)?
  • Was ist positiv an der menschlichen Fähigkeit des Fühlens, was negativ, also eher hinderlich, insbesondere im Hinblick auf meine berufliche Tätigkeit (dialektische Methode)?
  • Wo begegnet mir das Fühlen in meinem Alltag, in meinem Beruf, im Leben überhaupt?
  • Zu was befähigt mich das Fühlen allgemein und individuell?

Zielpublikum

Die Weiterbildung richtet sich an Führungspersonen und Personalfachleute in Profit- und Nonprofit-Organisationen, in der Verwaltung, in KMUs und im Gesundheits- und Sozialbereich sowie an Ausbildende, Beraterinnen und Berater, Supervisorinnen und Supervisoren und Coaches.

Weitere Informationen

Download Flyer

Das Seminar wird geleitet von Martina Bernasconi, Inhaberin der Philosophischen Praxis DENKPRAXIS (www.denkpraxis.ch), Studium in Philosophie, Literatur- und Medienwissenschaften in Basel, Berlin und New York. Sie absolvierte eine psychoanalytische Ausbildung und hat ein Gymnasiallehrdiplom (Fächer: Philosophie, Deutsch).

Bemerkung

Änderungen und Preisanpassungen vorbehalten.

Anmeldung

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Standort

Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, Olten

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW Hochschule für Soziale Arbeit Riggenbachstrasse 16 4600 Olten
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