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Sozialpädagogische Familiendiagnosen bei Kindeswohlgefährdungen: Verfahrensschritte und Anwendungsmöglichkeiten für den Kindesschutz

In diesem Fachseminar lernen Sie die Methodik der Sozialpädagogischen Familiendiagnose für die Zusammenarbeit mit Familien im freiwilligen und zivilrechtlichen Kindesschutzbereich kennen.

Eckdaten

Abschluss
Teilnahmebestätigung
Unterrichtssprache
Deutsch
Preis
CHF 700

Die Methodik der Sozialpädagogischen Familiendiagnose wurde Anfang der 1990er Jahre von Klaus Mollenhauer und Uwe Uhlendorff ursprünglich zur strukturierten Fallbesprechung für Kinder und Jugendliche im Rahmen der Hilfeplanung konzipiert. Sie wurden inzwischen für den Bereich des Kindesschutzes weiterentwickelt und evaluiert; insbesondere in einem bundesdeutschen Modellprojekt, welches im „Handbuch sozialpädagogische Familiendiagnose“ veröffentlicht wurde. Bei dieser umfassenden Evaluation wurde deutlich, dass die Methode in Kinderschutzfällen sehr erfolgreich angewendet werden kann. Sie eignet sich insofern sowohl für den Einsatz im freiwilligen als auch im zivilrechtlichen Kindesschutzbereich. Sie ist dialogorientiert und bezieht das gesamte System Familie bei der Klärung von Ursachen und Hintergründen kindeswohlgefährdender Situationen und Ereignisse und der Findung von Lösungen ein.

Inhalt

  • Sie lernen die theoretischen Grundlagen der Sozialpädagogischen Familiendiagnose und konkrete Schritte zu ihrer Anwendung für die Zusammenarbeit mit Familien im freiwilligen als auch zivilrechtlichen Bereich kennen.
  • Sie üben Techniken der Interviewführung zur Erhebung von Sozialpädagogischen Familiendiagnosen in Fällen von Kindeswohlgefährdungen ein und werden darin geschult, diese unter Berücksichtigung der Selbstdeutungen von Familie und Fremddeutungen von Fachpersonen systematisch und reflektiert auszuwerten.
  • Sie werden darin unterstützt, auf der Basis sozialpädagogischer Familiendiagnosen Aufgabenstellungen und Handlungsempfehlungen zur Abwendung von Kindeswohlgefährdungen in Zusammenarbeit und im Dialog mit Familien auszuarbeiten.
  • Sie erhalten methodische Anregungen für die Führung von Gesprächen mit Familien über sozialpädagogische Familiendiagnosen und darauf abgestützte Aufgabenstellungen und Handlungsempfehlungen zur Abwendung von Kindeswohlgefährdungen.

Zielpublikum

Fach- und Leitungspersonen aus dem freiwilligen und zivilrechtlichen Kindesschutz (Sozialdienste, abklärende Dienste, Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden, Erziehungs- und Familienberatungsstellen etc.)

Weitere Informationen

Programmleitung:
Hans-Ullrich Krause (Prof. Dr. phil.), Dipl.-Pädagoge, ist in der Geschäftsführung des Kinderhauses Berlin Mark Brandenburg e.V. und als Hochschullehrer an der Alice Salomon Hochschule Berlin sowie als Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) tätig. Zudem ist er Buch- und Drehbuchautor.
Felix Brandhorst (Dr. phil). Dipl. Sozialpädagoge/ Sozialarbeiter, M.A. (Literatur, Soziologie, Geschichte), Dialogischer Qualitätsentwickler, Lehrbeauftragter (Alice Salomon Hochschule Berlin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Mitglied im Kronberger Kreis für Dialogische Qualitätsentwicklung e.V., Mitglied der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V., wissenschaftlicher Autor
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Kostendetails

inkl. Unterlagen

Bemerkung

Änderungen und Preisanpassungen vorbehalten

Anmeldung

Standort

Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, Olten

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW Hochschule für Soziale Arbeit Riggenbachstrasse 16 4600 Olten
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